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„Vietnam in einer Schüssel“ – Streetfood im Pott

FOM Absolvent mit eigenem Foodtruck auf Tour

25.11.2019 | Duisburg

Tim, du hast dich selbstständig gemacht – erzähl uns doch mal ein bisschen was von deiner Geschäftsidee…

Unsere Geschäftsidee ist eigentlich sehr simpel und leicht erklärt. Wir möchten ein Stück Vietnam ins Ruhrgebiet und Umgebung bringen – dazu bieten wir in unserem Foodtrailer authentische vietnamesische Gerichte, nach originalen Rezepturen an. Bislang gibt es in NRW noch keinen Foodtrailer bzw. Foodtruck, der sich auf vietnamesisches Streetfood spezialisiert hat. Diese Lücke möchten wir schließen und bieten echtes vietnamesisches Streetfood von der Straße für die Straße an.

Tim lernte von Vietnams Streetfood-Köchen höchstpersönlich (Foto: Privat)

Und wie kamst du auf die Idee, dich mit einem Foodtruck selbstständig zu machen? Da gehört ja schon auch Mut zu…

Die Idee hat mich tatsächlich schon lange beschäftigt und durch das Studium an der Duisburger FOM wurde der Wunsch nochmal verstärkt. Der Bereich, in dem ich meine Selbstständigkeit starten wollte, war auch schnell gefunden. Gastronomie! Ich bin schon lange passionierter Hobbykoch und durch einige freiwillige Praktika in verschiedensten Küchen habe ich extrem viele Einblicke in die Gastro gewinnen dürfen. Wie manche Jungs davon träumen, Fußballer zu werden, war es schon immer mein Traum, ein eigenes Restaurant bzw. einen eigenen Gastronomiebetrieb zu führen. Was gibt es also Schöneres, als sein Hobby zum Beruf zu machen?!

Nom bo kho - ein Salat aus grüner Papaya, Möhren und getrocknetem Rindfleisch (Foto: Privat)

Da hast du vollkommen Recht…Du hast Business Administration studiert, richtig? Und du sagtest gerade, das Studium habe deinen Wunsch, dich selbstständig zu machen, nochmal verstärkt?

Ja, die FOM hatte einen großen Einfluss auf meine Entscheidung. Ohne einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund hätte ich den Schritt in die Selbstständigkeit nicht gewagt. Im Studium wurden viele Themen behandelt, die beim Start in die Selbstständigkeit von großer Bedeutung sind. Ohne die FOM hätte ich beispielweise nicht gewusst, wie ein Businessplan erstellt wird oder wie eine Marktanalyse durchzuführen ist. Durch die FOM konnte ich einfach viel strukturierter und organisierter an das Thema herangehen. Angefangen bei der Erstellung des Businessplans, bei der Berechnung des Deckungsbeitrags und bei der Bestimmung des Marktpotentials und des Marktvolumens, konnte ich auf die Techniken aus den jeweiligen Vorlesungen zurückgreifen. Die Themen Steuern und Marketing sind ebenfalls Inhalte aus dem Studium und waren bei der Gründung meines kleinen Unternehmens wirklich von Bedeutung. Das sind nur einige Beispiele, in welchen Bereichen mir das Studium an der FOM zu Gute kam – und ich hab´s geschafft! Heute bring ich ein Stückchen Vietnam ins Ruhrgebiet…

Ursprünglich arbeitete Tim als Banker - doch die Reisen durch Vietnam entfachten seine Leidenschaft für die Streetfood-Kultur (Foto: Privat)

Warum eigentlich ausgerechnet Vietnamesisches Essen?

Durch meine Reisen nach Vietnam habe ich die vietnamesische Küche und die vietnamesische Streetfoodkultur kennen – und lieben gelernt. Mit Bun Cha 7 kann ich jetzt meine Leidenschaft zum Kochen mit meiner Liebe zur vietnamesischen Küche verbinden. Und das Besondere ist einfach, dass ich die traditionellen Rezepte und Zubereitungsmethoden tatsächlich direkt von den Streetfoodhändlern Vietnams gelernt habe…

Die Produkte von "Bun Cha 7" stammen alle aus der Region - Gemüse wird frisch auf dem Markt eingekauft (Foto: Privat)

Langsam knurrt mein Magen, was gibt´s denn Leckeres bei euch zu kaufen?

Puh, da gibt es einiges. Wir bieten hauptsächlich vietnamesische Streetfoodklassiker an. Unsere „Standard“ Gerichte sind Bun Cha, Banh Mi und Sommerrollen. Alle Gerichte haben eine besondere Frische und Leichtigkeit und wirklich einmalige Aromen. Außerdem bieten wir jahreszeitabhängige Gerichte an. So darf das Nationalgericht Vietnams – Pho – im Winter natürlich nicht fehlen. Im Sommer gibt´s dann Nom bo kho, einen Salat aus grüner Papaya, Möhren und getrockneten Rindfleisch. Ich kümmere mich um die Zubereitung der Gerichte, um den Einkauf und den Service im Trailer – ich bin quasi das Mädchen für alles. Und dann hab ich noch meinen Vater – mit dem ich das alles gemeinsam mache – wir sind also quasi ein echter Familienbetrieb.

Und wo kommen eure Produkte her? Gibt es einen extra vietnamesischen Laden?

Nein, wir legen tatsächlich sehr viel Wert auf die Herkunft unserer Lebensmittel. Unser Fleisch stammt von regionalen Bauern, unser Brot wird von einer lokalen Bäckerei hergestellt und unser Gemüse kaufen wir täglich frisch auf dem Markt ein. Außerdem stellen wir sämtliche Saucen, Dips, Marinaden und Brühen selbst her. Und alle unsere Gerichte werden im Übrigen ausschließlich in recyclingfähigen Materialien angeboten.

Sehr cool, das ist ja in der heutigen Zeit auch ein sehr wichtiger Aspekt. Hast du denn ein persönliches Lieblingsgericht? Eine Empfehlung?

Also mein persönliches Lieblingsgericht ist Bun Cha. Die Kombination aus karamellisierten Fleischbällchen, knackigen Salat, frischen Kräutern und einer vor Umami strotzenden Dip-Sauce ist einfach unschlagbar. Jeder Besucher von Bun Cha 7 sollte dieses Gericht probieren. Bun Cha ist für mich Vietnam in einer Schüssel.

Klingt köstlich! Und wo cruist du mit deinem Foodtruck jetzt durch die Gegend?

Tatsächlich durch das ganze Ruhrgebiet – wir suchen uns die besten Spots in der Region oder besuchen Firmenfeiern und private Partys. Vielleicht kommen wir demnächst auch mal an der FOM in Duisburg vorbei und versorgen die Studierenden, Dozenten und Professoren mit unseren Leckereien… In diesem Sinne: Chúc dói – Guten Hunger!