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Neuer Professor am Hochschulzentrum Hamburg

Dr. Jens Geißler verstärkt den Bereich Gesundheit & Soziales

12.03.2019 | Hamburg

Erst hielt er den Semestereröffnungsvortrag zum Thema „Elektronische Gesundheitskarte für jeden?“, anschließend ernannte ihn der wissenschaftliche Gesamtstudienleiter, Prof. Dr. Ralf Keim, vor 450 Bachelor-Erstsemestern zum neuen Professor am Hamburger Hochschulzentrum: Dr. Jens Geißler, promovierter Politologe, Absolvent des Diplom-Studiengangs „Sprachen, Wirtschafts- und Kulturraumstudien“ und seit 2017 als Dozent an der FOM. Der neue Professor für Gesundheits- und Sozialmanagement promovierte 2004 an der Universität Passau. Seit 15 Jahren ist der 46-Jährige in Gesundheitsmanagement- und Beratungsunternehmen tätig.

Hatten Sie bereits vor der FOM mit berufsbegleitend Studierenden zu tun?
Ja, aber in einem ganz anderen Umfeld. Ich habe in Entwicklungsländern Mitarbeiter aus dem mittleren Management unterrichtet, etwa aus Gesundheitsministerien, Krankenkassen und Krankenhäusern. Die Teilnehmer kamen aus Indonesien, Vietnam, den Philippinen und Kambodscha. Das Unterrichtskonzept war „blended learning“, eine Mischung aus E-Learning und Präsenzveranstaltungen. Das bedeutete: Ein halbes Jahr lang habe ich regelmäßig im Chatroom unterrichtet, Hausarbeiten online korrigiert und für die Abschlussprüfung kamen alle für einige Tage zusammen. An der FOM ist mir schnell bewusst geworden: Menschen im Hörsaal zu begegnen, die im beruflichen Leben stehen, das passt genau zu mir.

Worauf legen Sie in der Lehre an der FOM besonderen Wert?
Ganz klar auf den Praxisbezug, den die Studierenden mitbringen. Natürlich geht es im Studium immer auch um theoretische Konzepte, aber nicht als Selbstzweck. Ziel ist es vielmehr, Erfahrungswissen mit Hilfe von Theorien einzuordnen, zu fragen: Warum ist etwas passiert, was wird voraussichtlich passieren und warum? An der FOM brauche ich dazu keine Case Studies. Ich kann hier mit den Studierenden über ihren beruflichen Alltag reden, über das richtige Leben.

Welche Impulse aus Ihrer beruflichen Erfahrung möchten Sie an der FOM einbringen?
Das ergibt sich aus meinem beruflichen Profil: Ich unterrichte Module wie Gesundheitspolitik, Gesundheitsökonomie und Leistungsmanagement, mit denen ich aus meinen Tätigkeiten für Unternehmen aus dem Gesundheitssektor vertraut bin. Dazu kommt, dass ich durch meine internationalen Erfahrungen, unter anderem mit China, gern internationale Systemvergleiche in die Lehrveranstaltungen einbringe.

Sie sind Professor an der FOM in Hamburg, in Ihrer Geburtsstadt. War es Ihr Wunsch, an die Elbe zurückzukehren?
Ich bin vor 25 Jahren zum Studieren aus Hamburg weggegangen und auch später mehrfach umgezogen, aus beruflichen Gründen. Zuletzt habe ich zehn Jahre lang in Köln gelebt. Für die FOM wäre ich zwar auch an einen anderen Standort gegangen, aber dass es mit Hamburg geklappt hat, freut mich besonders! Ich bin sehr gerne wieder hier.

(v.l.) Dr. Sabine Quirrenbach, Gesamt-Geschäftsleitung der FOM in Hamburg und Prof. Dr. Ralf Keim gratulierten Dr. Jens Geißler zu seiner Professur in Gesundheits- und Sozialmanagement (Foto: FOM / Stelling)
(v.l.) Dr. Sabine Quirrenbach, Gesamt-Geschäftsleitung der FOM in Hamburg und Prof. Dr. Ralf Keim gratulierten Dr. Jens Geißler zu seiner Professur in Gesundheits- und Sozialmanagement (Foto: FOM / Stelling)