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14.06.2017 | Hannover

Kneipe statt Hörsaal

Gold, Geld und Illusionen – Die Macht des Geldes

Woher kommt der Begriff Geld? Warum wurden Währungen überhaupt eingeführt und wie wirkt sich Geld auf den menschlichen Charakter aus? Um diese und weitere Fragen drehte sich der dritte und vorerst letzte „Kneipe statt Hörsaal“-Vortrag der FOM in Hannover. Rund 20 Interessierte kamen in die Kneipe „Bardru twentyfive“, um den Ausführungen von FOM Prof. Dr. Rüdiger Grimm zu lauschen.

Das Wort „Geld“ stamme, so Grimm, von dem indogermanischen Wort „Ghel“ für „Gold“, was einen Wert, bzw. ein Einkommen bezeichne. Darüber hinaus erläuterte Grimm die Entstehungsgeschichte und Formen des Geldes, angefangen beim Tauschhandel (Naturalgeld), über Münzen (Bargeld), bis hin zu Giralgeld (Schuldscheine/Kontoauszüge) und E-Geld (EC-Karte).

Diesmal ging es bei „Kneipe statt Hörsaal“ um die Macht des Geldes (Foto: FOM)
Diesmal ging es bei „Kneipe statt Hörsaal“ um die Macht des Geldes (Foto: FOM)

Unter Bezugnahme der Wirtschaftstheorien der Ökonomen Adam Smith, Walter Ullmann und John Maynard Keynes wurden auch die Inflation und die Schwächen des Währungssystems thematisiert. Als eine Inflationswirkung identifizierte der Referent, dass Geldentwertungen für Schuldner ein probates Mittel sind, sich zu „entschulden“, da auch Schulden bei einer Inflation an Realwert verlieren. In einem offenen Austausch stellten die Anwesenden Geld und Moral gegenüber und diskutierten wie der Umgang mit Geld den Charakter und die Handlungsweisen von Menschen in erheblicher Weise verändern kann.

„Die Veranstaltung war sehr gelungen und spannend referiert. Aufgrund der positiven Resonanz möchten wir die Reihe ‚Kneipe statt Hörsaal‘ in Hannover gerne fest etablieren“, so das Fazit von Dr. Dania Recker, FOM Geschäftsleiterin am Hochschulzentrum Hannover.