• FOM
  • 2021
  • September
  • LinkedIn-Post eröffnet neue Türen für Oli: FOM Absolvent und Gründer staubt Thesispreis 2021 ab

LinkedIn-Post eröffnet neue Türen für Oli: „Früher war ich ein Schulmuffel!“

FOM Absolvent und Gründer Oliver Lang staubt Thesispreis 2021 ab

„Nach der Grundschule hat meine damalige Lehrerin meinen Eltern trotz guter Leistungen davon abgeraten, mich am Gymnasium anzumelden. Und so habe ich meine Zeit abgesessen, ohne jemals großes Interesse an den Themen im Unterricht gehabt zu haben. Meine Motivation nahm mit den Jahren ab und erreichte einen Tiefpunkt – genau zu dem Zeitpunkt als es darum ging Leistung zu bringen. So beendete ich meine schulische Laufbahn mit einer ausreichenden Fachhochschulreife. Seitdem habe ich alles darangesetzt, die Leistungen von damals zu begleichen und kann nun voller Stolz sagen, meine Master-Thesis (1,0) erfolgreich verteidigt und damit nach fünf Jahren mein berufsbegleitendes Studium beendet zu haben.“

27.09.2021 | Düsseldorf

Für diesen LinkedIn-Post erhielt FOM Absolvent Oliver Lang nicht nur sehr viel Zuspruch, über 1000 Likes und hunderte Glückwünsche: Es ergaben sich auch neue Möglichkeiten für ihn. So erhielt er eine Anfrage der „Stiftung Finanzbildung gemeinnützige UG“, sich für den Preis der „Masterthesis 2021“ zu bewerben. Mit Erfolg! „Meine Arbeit zum Thema `Business Model Innovation – Wie kann die Nachhaltigkeit eines Geschäftsmodells gemessen werden?` wurde tatsächlich von einer Jury zur besten Master-Thesis gekürt“, und ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro gab es noch obendrauf. Zusätzlich erreichten den 28-Jährigen Anfragen die Forschungsfrage seiner Thesis innerhalb einer Dissertation weiter zu vertiefen, „mal schauen was daraus wird, zunächst mal will ich mich auf den Aufbau unseres Unternehmens konzentrieren“, schmunzelt der FOM Absolvent.

Unternehmer durch und durch: „Ich hab‘ schon als Kind Hühnereier an Bekannte verkauft!“

Oliver war während seiner Schulzeit kein Überflieger, lag aber auch nicht unter dem Durchschnitt: „Auf der Realschule dachte ich mir ständig: Was mach ich hier eigentlich?“ Denn Oliver hatte schon immer den unternehmerischen Drang in sich, fing schon früh damit an, irgendwie Geld zu verdienen. „In jungen Jahren war es beispielsweise auf unserem Familienhof meine Aufgabe, Hühnereier zu verkaufen“ grinst der gebürtige Eltener, der bereits mit 13 Jahren auf privaten Veranstaltungen anfing zu kellnern, um sein Taschengeld aufzubessern. „Und so ist die Schule gedanklich für mich immer weiter in den Hintergrund gerückt“, denkt er heute zurück. Ende der 10. Klasse stand dann für alle anderen fest, dass sie auf das Gymnasium gehen wollen, ihr Abitur absolvieren oder eine Ausbildung starten – „davon war ich Lichtjahre entfernt. Ich wusste gar nicht was ich wollte!“ Doch schließlich traf er die Entscheidung, dass er mit einem Fachabi in Wirtschaft und Verwaltung breit aufgestellt sein würde. Mit Biegen und Brechen fand er anschließend einen Ausbildungsplatz bei der Stadtverwaltung – denn für seine Wunsch-Studiengänge habe sein Notendurchschnitt nicht gereicht.

Vom Schul-Muffel zum Master-Absolvent: „Das Thema Digitalisierung reizt mich!“

Oliver wollte ab sofort „Gas geben“, den Start ins Berufsleben als Chance nutzen. Was ziemlich gut funktionierte: Mit einem Notenschnitt von 1,0 beendete er seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten und war für die nächsten Schritte bereit: „Ich wollte weg vom Land – zog von Emmerich nach Düsseldorf, um dort zunächst ein Traineeship in einem internationalen Unternehmen zu absolvieren. Anschließend habe ich dann noch wertvolle Praxiserfahrungen in der Unternehmensberatung gesammelt.“ Parallel zum Beruf startete er seinen Bachelor an der Düsseldorfer FOM in „Business Administration“. Am Ende des Studiums entschied sich der ehemalige „Schul-Muffel“, noch den Master in „Business Consulting & Digital Management“ anzuschließen. „Ich war auf der Suche nach einem Studiengang, dessen Schwerpunkt im Bereich der Digitalisierung liegt. Deshalb und aufgrund meiner positiven Erfahrungen, entschied ich mich nochmals für die FOM“, so der ehemalige Semestersprecher. Währenddessen arbeitete er zwei Jahre lang für ein Beratungshaus für Digitalisierung – was ihn mittlerweile zur Selbstständigkeit und Gründung seines eigenen Unternehmens geführt hat.

Das eigene Unternehmen: „Zukünftig wollen wir Kunden im Bereich Nachhaltigkeit & Digitalisierung beraten“

In dieser Zeit betreute er diverse Microsoft Software Implementierungsprojekte. „Bis ein Kunde meinen Kollegen und Freund Hendrik und mich auch für internationale Projekte an Bord haben wollte, um dort als führende Berater für den europaweiten Rollout verschiedener Digitalisierungsprojekte zu agieren“, so der 28-Jährige. „Wir dachten uns: Hey, warum probieren wir es nicht einfach mal aus?“ So pitchten die beiden Kollegen ihre Implementierungsstrategie vor dem CIO in London – und erhielten den Zuschlag. „Wir sind mittlerweile als „Hands on Consultants“ selbstständig für Portugal, Irland, Spanien und Polen aktiv – und bereits für das nächste Jahr komplett ausgelastet!“ Und bei all seinen Tätigkeiten, Vorhaben und der Gründung des eigenen Unternehmens halfen dem FOM Absolventen die Inhalte seines Bachelors und Masters enorm: „Wie bereitet man Präsentationen vor? Wie sieht die IT-Architektur aus? Digitalisierung, Consulting, Nachhaltigkeit – all diese Themen spielten sowohl im Studium als auch heute in der Praxis eine extrem wichtige Rolle.“

#TransFOMation: Oliver Lang im Jahr 1997 und als stolzer Master-Absolvent 24 Jahre später. (Fotos: Privat)
Oli erhielt von der „Stiftung Finanzbildung gemeinnützige UG“ den Preis für die „Masterthesis 2021“ (Fotos: Privat)

Tipps von Oli - Es hat Klick gemacht: „Der Sport hat mich motiviert!“

Doch warum veränderte sich Olivers Einstellung dem Lernen gegenüber so sehr? „Mit 17, 18 hat sich bei mir einfach ein Schalter umgelegt. Ich habe immer viel Sport getrieben, damals Kraftsport. Es machten sich unglaublich schnell körperliche Veränderungen bemerkbar, denn: Wenn man diszipliniert in einem Bereich Gas gibt, kann sich einiges verändern!“ Und das ließe sich auch auf andere Bereiche übertragen, dachte sich der damals 18-jährige Oliver. „Wenn ich diszipliniert an meine schulischen Sachen rangehe, kann ich auch Bestleistungen erzielen!“ Wie wahr! Mittlerweile findet der 28-Jährige seine Balance beim Fahrradfahren. Nicht nur als nachhaltiges Fortbewegungsmittel, sondern auch als regelmäßiges Hobby. „Drei, vier Mal die Woche gehe ich schon morgens um 6 Uhr Mountainbike oder Rennrad fahren. Da kann ich abschalten, fokussieren, die Natur genießen und neue Energie tanken!“ Olivers Tipp, an all diejenigen, die überlegen ein Studium zu starten, sich selbstständig zu machen oder einfach etwas Neues auszuprobieren: „Einfach machen! Natürlich kann man eine solche Entscheidung nicht immer allein treffen. Ich habe großes Glück, dass meine Frau Meera mich in solchen Entscheidungen stets unterstützt und mir immer den Rücken stärkt. Aber ich glaube gerade nach dem Studium sind die Hürden zur Gründung relativ gering und die Risiken überschaubar. Viele Menschen überschätzen, was sie innerhalb eines Jahres schaffen können und unterschätzen, was man über einen längeren Zeithorizont schaffen kann, wenn man die richtigen Dinge mit Überzeugung und Ehrgeiz angeht. Nun schaue ich voller Neugier und Zuversicht in die Zukunft und bin was meine Weiterbildung anbelangt noch nicht am Ende angelangt.“