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Love is in the air: Pärchen wuppte gemeinsam den Quereinstieg an der FOM

Studium mit „Ü40“ – Christiane und Ivo wollten es nochmal wissen

28 Grad, Meeresrauschen, Cocktail in der Hand: Die perfekte Location, um sich doch nochmal für ein berufsbegleitendes Studium an der FOM Hochschule zu entscheiden. Das dachten sich auch Christiane Kunze und Ivica Banovic-Drmic während ihres Italienurlaubs. Die beiden Duisburger sind 45 und 46 Jahre alt, seit zehn Jahren ein Paar – und arbeiteten schon eine gefühlte Ewigkeit bei der Bank. Doch dann fassten sie den Entschluss: „Das war´s noch nicht! Wir fangen nochmal ein Studium an und probieren etwas Neues!“ Mittlerweile können sich die beiden gegenseitig zu ihrem Bachelor-Titel beglückwünschen – Christiane schaffte ihren Abschluss in „Gesundheitspsychologie & Medizinpädagogik“ und Ivo in „Sozialer Arbeit“. Sie lernten zusammen, motivierten sich gegenseitig und stellten fest, dass sie völlig verschiedene Lerntypen sind: „Christiane ist die Fleißige und Sicherheitsliebende. Sie schreibt ganze Blöcke voll“, grinst Ivo. „Und Ivo schreibt maximal fünf Karteikarten für eine Klausur und packt es irgendwie trotzdem immer“, schmunzelt Christiane. Ein Thema, das eine würzige Note in die Beziehung der Bachelor-Absolventen gebracht hat: „Welche Techniken sind effektiver? Wer ist effizienter?“. Fakt ist: Beide haben richtig Gas gegeben – und können sich so mit Mitte 40 beruflich doch nochmal so richtig verwirklichen.

25.10.2021 | Duisburg

„Sorry, wir müssen pauken“

Was sagten eigentlich Freunde und die Familie dazu, als das gesettelte Paar plötzlich nochmal ihre Abende im Hörsaal verbrachte? „Die waren alle ungläubig! – ‘Viel Glück‘ oder ‘das ziehst du doch nicht durch‘ hieß es“, erzählt Ivica, der von allen nur Ivo genannt wird. Doch er war überzeugt, er würde es packen. „Aber vermutlich habe ich es auch Christiane zu verdanken, dass ich es durchgezogen habe“, gesteht sich der 46-Jährige grinsend ein. „Wir mussten zwischendurch mal ein Abendessen oder eine Party absagen: ‘Sorry, morgen steht wieder eine Klausur an‘.“ Doch nach anfänglichen Zweifeln glaubten alle an sie, sie erhielten Unterstützung und Rückhalt – und sei es mental: „Meine Mama hat vor jeder Klausur eine Kerze angezündet“, freut sich Christiane und denkt an die anstrengende, wertvolle Zeit zurück.

16 Jahre bei der Bank

Nach dem Abitur hatte Christiane erstmal andere Dinge als ein Studium im Kopf: „Es gab viele Themen, die ich interessanter fand, es war einfach schwierig sich zu orientieren.“ Und so verbrachte die 45-Jährige die ersten 16 Jahre ihres Berufslebens bei der Bank: Im Kundencenter, im Vertrieb, als Führungskraft, als Trainerin in der Personalabteilung und im Bereich Arbeit und Gesundheit. So setzte sie zuletzt das Gesundheitsmanagement ihres damaligen Arbeitgebers neu auf. Zwischenzeitlich startete sie nochmal ein Studium, zog es jedoch nicht bis zum Ende durch. „Dass ich das Studium abgebrochen hatte, nagte die letzten Jahre an mir. Aber dann hatte ich plötzlich die FOM mit ihrem berufsbegleitenden Studium auf dem Schirm und ich dachte: ‘Das passt! Dort kann ich das Thema Gesundheit weiterdenken und mir einen akademischen, theoretischen Hintergrund zu meiner ganzen Praxis aneignen – und weiterhin Geld verdienen!‘“ Und so begeistern Christiane bis heute vor allem die Themen Gesundheit in Arbeitswelten, Resilienz sowie Einfluss von Führung und Gesundheit. „Seitdem ich den Bachelor-Abschluss in der Tasche habe, bin ich im Personalbereich eines IT-Unternehmens als HR-Business-Analyst für Leadership & Change tätig und behandle dort genau diese Themen: Führungsentwicklung, Gesundheitsmanagement im Sinne von Veränderungspsychologie und Vieles mehr.“

Unterwegs auf Umwegen

Und Ivo? Er meint, seine Vita ähnele der seiner besseren Hälfte. Auch er „startete“ ein Studium – zog es sogar fünf Jahre durch. Doch dann kam die Möglichkeit, in Argentinien ein Praktikum zu absolvieren. Und so reiste der Student für drei Monate durch Südamerika und lernte Land und Leute kennen. Zurück in Deutschland legte er erstmal ein Urlaubssemester ein – und dann ging es mit der Selbstständigkeit los und das fast fertige Studium wurde nie mehr beendet. „Das war jugendlicher Leichtsinn – ich hatte eine eigene Agentur, war viel auf Messen unterwegs, war wirklich erfolgreich und erhielt viele Aufträge.“ Doch mit Anfang 30 fragte er sich: „Wo soll mein Weg hingehen?“ Er probierte sich aus, wagte neue Wege im handwerklichen Bereich, weiteren Selbstständigkeiten und diversen Jobs – und traf Christiane wieder, die er schon von damals kannte. „In einem Servicecenter war ich dann an einem Tiefpunkt angekommen, bis sich die Möglichkeit ergab, im Beschwerdemanagement bei der Commerzbank anzufangen.“ So ist auch Ivo nun schon seit sieben Jahren bei der Bank. Doch auch hier ist er noch nicht an der Endstation: „Ich hab schon immer gesagt: Wenn ich was studieren würde, dann Soziale Arbeit. Und dann bot die FOM plötzlich unsere beiden Traum-Studiengänge an!“

Mal schauen, was die Zukunft bringt

Ivo möchte zeitnah in einen neuen Job starten. Er arbeitete bereits drei Jahre beim Deutschen Roten Kreuz, zukünftig sieht er sich eher im Jugendbereich. Aber auch Familienberatung oder Sozialcoaching könnte er sich vorstellen. „Theoretisch könnte ich auch meine kaufmännischen Skills super einbringen!“ Außerdem spielt der 46-Jährige mit dem Gedanken, auf langfristige Sicht einen eigenen Träger aufzumachen – ein Konzept zu entwickeln im Sinne der Integration. Christiane hingegen kann bereits jetzt ihr Wissen aus den Vorlesungen im Arbeitsalltag einbringen: „Die Inhalte aus der Motivationspsychologie, Veränderungsmanagement, Resilienz und Projektmanagement – all das ist mir täglich von Nutzen.“

Wer sich für ein berufsbegleitendes Studium an der FOM interessiert, kann sich hier zu kostenfreien Informationsveranstaltungen sowie persönlichen Video-Beratungen anmelden und ganz digital Infomaterial bestellen.

Die beiden FOM Absolventen Ivica Banovic-Drmic (46) und Christiane Kunze (45) aus Duisburg (Fotos: Privat)
Die beiden Absolventen Christiane und Ivo am FOM Hochschulzentrum in Duisburg (Foto: Privat)

Marathon und Yoga

Das Paar hat es jedenfalls für sich geschafft, die perfekte Balance zu finden. Sie lernten zusammen und halfen einander, sie belehrten einander nicht und führten keinen Konkurrenzkampf. Und das vermutlich nicht zuletzt, weil beide für sich einen perfekten Ausgleich gefunden haben: So ist Ivo leidenschaftlicher Sportler und Marathonläufer. Das Laufen sei eine Art Meditation für den Duisburger: „Da kann das Hirn abschalten. Ohne Musik, ganz allein, einfach die Natur, den Wind, die Schritte und den Atem genießen und loslassen.“ Christiane hingegen bevorzugt Yoga und das Reiten. „Und zusammen entspannen wir, verreisen wir – gerne nach Italien und Kroatien. Jetzt, da wir den Abschluss in der Tasche haben, ist dafür ja endlich wieder mehr Zeit!“

Jana Antkowiak