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FOM VerhaltensRadar – Weihnachtsstudie zeigt: Vorfreude größer als die Sorge vor Stress

Ausgaben für Geschenke höher als jemals zuvor

Die aktuelle Weihnachtsstudie der FOM Hochschule belegt: In Wuppertal sehnen sich die Menschen nach Normalität, freuen sich auf die (Vor-)Weihnachtszeit und planen, Familienangehörige und Freunde reichlich zu beschenken. Nach fast zwei Jahren coronabedingter Einschränkungen möchten die Wuppertalerinnen und Wuppertaler in diesem Jahr so viel für Weihnachtsgeschenke ausgeben wie nie zuvor. Knapp jede/r Zweite erwartet sogar eine entspannte Vorweihnachtszeit, insgesamt wird das Stresslevel als gering eingeschätzt. Für die Weihnachtsumfrage haben Studierende der FOM Hochschule im Bergischen Land über 1100 Menschen interviewt.

17.11.2021 | Wuppertal

Männer geben mehr aus als Frauen

Für den Kauf von Weihnachtsgeschenken planen die Befragten durchschnittlich rund 477 Euro ein, wobei Männer (Ø 481 €) auch in diesem Jahr etwas spendabler sind als Frauen (Ø 471 €). „Wir gehen davon aus, dass sowohl die Vorfreude auf das Weihnachtsfest als auch die Sorge vor weiteren Preiserhöhungen den Konsum in der Vorweihnachtszeit deutlich steigern wird“, so Prof. Dr. Oliver Gansser, wissenschaftlicher Leiter der FOM Weihnachtsstudie.

Keine Angst mehr vor vollen Geschäften

Beim Kauf der Geschenke fühlen sich viele Wuppertalerinnen und Wuppertaler offenbar wieder sicherer: Im Gegensatz zum Vorjahr steht für die Mehrheit der Befragten die Möglichkeit, Geschenke offline zu kaufen, wieder an erster Stelle. So gaben 67 Prozent an, das Shoppen im stationären Handel als wichtig zu empfinden, 57 Prozent wollen Weihnachtsgeschenke online erwerben. Dagegen planen nur rund 20 Prozent der Wuppertaler Präsente auf dem Weihnachtsmarkt zu kaufen.

Bücher, Parfüm und Spiele beliebter als Smart Home- und Infotainment-Produkte

Ob es an Lieferengpässen für technische Geräte liegt oder an einer Rückbesinnung auf traditionelle Werte und Geschenke mit persönlichem Touch: Besonders häufig möchten die Befragten in diesem Jahr Bücher (55%), Kosmetik und Parfüm (53%), Waren aus dem Bereich Spielwaren/Gaming (52%), sowie Kleidung, Schuhe und Accessoires (49%) verschenken. Weit abgeschlagen in der Geschenke-Hitliste liegen dagegen Smart Home- und Infotainment-Produkte mit jeweils 11 und 12 Prozent. Selbst Gutscheine und Bargeld – vor der Pandemie noch beliebte Weihnachtsgeschenke – finden in diesem Jahr nur noch in 34 bzw. 28 Prozent einen Platz unter dem Weihnachtsbaum.

Zur Studie

Unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser vom ifes Institut für Empirie & Statistik der FOM Hochschule befragten im Herbst rund 250 FOM Studierende in Wuppertal über 1.100 Menschen in persönlichen Interviews, quotiert nach Geschlecht und Alter. Die komplette Umfrage zum Download finden Sie unter fom.de/weihnachtsstudie2021.

Foto: AdobeStock/Kalim

Große Vorfreude auf Weihnachten, geringe Sorge vor Stress

Trotz oder gerade wegen Corona: Die deutliche Mehrheit der Umfrageteilnehmenden zeigt mit Blick auf die Weihnachtszeit eine positive Einstellung. 90 Prozent der Befragten freuen sich darauf, Zeit mit der Familie oder Freunden zu verbringen, 81 Prozent beschenken andere Menschen gern, nahezu ebenso viele freuen sich auf das Weihnachtsfest (79%). Bei der Frage nach dem zu erwartenden Stress im Hinblick auf die Vorbereitungen glaubt immerhin die Hälfte der Befragten, sich in der Vorweihnachtszeit entspannt zu fühlen. Dagegen rechnen 28 Prozent damit, gestresst zu sein und 23 Prozent werden sich gehetzt fühlen, während 16 Prozent davon ausgehen, überfordert zu sein. Interessant: Während der erwartete Stresslevel insgesamt gesehen bei Frauen (24%) und Männern (20%) ähnlich hoch ist, planen Frauen (43%) im Schnitt deutlich bewusster im Voraus als Männer (27%). Professor Gansser: „Die Vermutung liegt nahe, dass sich Frauen dem vorweihnachtlichen Stress bewusster sind, ihre Planungen dementsprechend anpassen und sich beispielsweise früher als Männer um die Geschenke kümmern. Möglicherweise hängt dies auch damit zusammen, dass die Vorfreude auf das Weihnachtsfest bei Frauen um neun Prozentpunkte höher ist als bei Männern.“