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FOM VerhaltensRadar: Weihnachtsstudie zeigt, dass Vorfreude die Sorge vor Stress überwiegt

Ausgaben für Geschenke höher als jemals zuvor

Die aktuelle Weihnachtsstudie der FOM Hochschule belegt: In Dortmund sehnen sich die Menschen nach Normalität, freuen sich auf die (Vor-)Weihnachtszeit und planen, Familienangehörige und Freunde reichlich zu beschenken. Nach fast zwei Jahren coronabedingter Einschränkungen möchten die Dortmunderinnen und Dortmunder in diesem Jahr so viel für Weihnachtsgeschenke ausgeben wie nie zuvor. Nahezu die Hälfte der Befragten erwartet sogar eine entspannte Vorweihnachtszeit, insgesamt wird der Stresslevel als gering eingeschätzt. Für die Weihnachtsstudie haben Studierende der FOM Hochschule rund 1300 Menschen in der Ruhrmetropole interviewt.

18.11.2021 | Dortmund

Höhere Ausgaben als in den Vorjahren

Für den Kauf von Weihnachtsgeschenken planen die Befragten rund 515 Euro ein, wobei Männer (Ø 526 €) etwas spendabler sind als Frauen (Ø 504 €). Damit liegt Dortmund zwar knapp unter dem Bundesdurchschnitt (522 Euro), dennoch sind die Ausgaben höher als in den Jahren zuvor. Zum Vergleich: 2020 lagen die durchschnittlichen Ausgaben für Weihnachtsgeschenke in Dortmund bei rund 496 Euro, 2019 betrug dieser Wert 480 Euro. „Wir gehen davon aus, dass sowohl die Vorfreude auf das Weihnachtsfest als auch die Sorge vor weiteren Preiserhöhungen den Konsum in der Vorweihnachtszeit deutlich steigern werden“, so Prof. Dr. Oliver Gansser, wissenschaftlicher Leiter der FOM Weihnachtsstudie.

Stationärer Handel wieder auf Platz 1

Beim Kauf der Geschenke fühlen sich viele Dortmunderinnen und Dortmunder offenbar wieder sicherer: Im Gegensatz zum Vorjahr steht für die Mehrheit der Befragten die Möglichkeit, Geschenke offline zu kaufen, wieder an erster Stelle. So gaben 65 Prozent an, das Shoppen im stationären Handel als wichtig zu empfinden, 59 Prozent wollen Weihnachtsgeschenke online erwerben. Rund jeder Vierte (26%) kauft Präsente auf dem Weihnachtsmarkt.

Bücher, Parfüm und Spiele beliebter als Smart Home- und Infotainment-Produkte

Ob es an Lieferengpässen für technische Geräte liegt oder an einer Rückbesinnung auf traditionelle Werte und Geschenke mit persönlichem Touch: Besonders häufig möchten die Befragten in Dortmund in diesem Jahr Bücher (53%), Kosmetika und Parfüm (51%), Artikel aus dem Bereich Spielwaren/Gaming (50%) sowie Kleidung, Schuhe und Accessoires (49%) verschenken. Weit abgeschlagen in der Geschenke-Hitliste liegen dagegen Smart Home- (12%) und Infotainment-Produkte (15%). Selbst Gutscheine – vor der Pandemie noch ein beliebtes Weihnachtsgeschenk – finden in diesem Jahr nur noch bei 31 Prozent einen Platz unter dem Weihnachtsbaum.

Zur Studie

Unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser vom ifes Institut für Empirie & Statistik der FOM Hochschule befragten im Herbst 3.338 FOM Studierende bundesweit über 36.000 Menschen in persönlichen Interviews, quotiert nach Geschlecht und Alter. Die komplette Studie zum Download finden Sie unter fom.de/weihnachtsstudie2021.

Foto: AdobeStock/Kalim

Vorfreude auf Weihnachten, geringe Sorge vor Stress

Trotz oder gerade wegen Corona: Die deutliche Mehrheit der Menschen in Dortmund zeigt mit Blick auf die Weihnachtszeit eine positive Einstellung. 88 Prozent der Befragten freuen sich darauf, Zeit mit der Familie oder Freunden zu verbringen, 81 Prozent beschenken andere Menschen gern, 77 Prozent freuen sich auf das Weihnachtsfest. Bei der Frage nach dem zu erwartenden Stress im Hinblick auf die Vorbereitungen glauben immerhin 46 Prozent der Befragten, sich in der Vorweihnachtszeit entspannt zu fühlen. Dagegen rechnen 28 Prozent damit, gestresst zu sein, 24 Prozent werden sich gehetzt fühlen und 17 Prozent gehen sogar davon aus, überfordert zu sein. Interessant: Während der erwartete Stresslevel insgesamt gesehen bei Frauen (26%) höher liegt als bei Männern (16%), planen Frauen (40%) im Schnitt deutlich bewusster im Voraus als Männer (28%). Professor Gansser: „Die Vermutung liegt nahe, dass Frauen den Vorweihnachtsstress besser bewältigen als Männer, weil sie sich dessen bewusster sind, ihre Planungen dementsprechend anpassen und sich beispielsweise früher als Männer um die Geschenke kümmern. Dies ist auch ein Grund dafür, dass die Vorfreude auf das Weihnachtsfest bei Frauen um neun Prozentpunkte höher ist als bei Männern. Andersherum trübt der erwartete Stress die Vorfreude bei Männern mehr als bei Frauen.“