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Bundeswehr, FOM Studium und Nationalmannschaft

Marius Wolter ist Kapitän in allen Lebenslagen

Schnell denken, schnell bewegen, schnell handeln: Der Wahl-Münchner Marius Wolter liebt die Schnelligkeit. Als Luft- und Raumfahrttechnikingenieur sowie Führungslehrer bei der Bundeswehr, als Lacrosse-Spieler in der deutschen Nationalmannschaft und seit diesem Jahr auch wieder als Student. Mit Hilfe des MBA-Studiums an der FOM Hochschule für Berufstätige in der Hopfenstraße plant der 31-Jährige, „in eine andere Welt einzusteigen.

28.12.2021 | München

Von der Taekwondo-Matte aufs Lacrosse-Feld, vom Sauerland nach München, vom technischen Offizier zum FOM Studenten: Marius Wolter bewegt sich gerne zwischen unterschiedlichen Welten. Als er nach dem Abitur in die Luftwaffe eintrat, zog er aus Warstein nach München und studierte an der Universität der Bundeswehr Luft- und Raumfahrttechnik. Da er zu Hause Taekwondo viele Jahre als Wettkampfsport betrieben hatte, suchte er in München nach einem neuen Sport und stieß dabei auf Lacrosse.

Schnellstes Spiel auf zwei Beinen

Die auch „schnellstes Spiel auf zwei Beinen“ genannte Ballsportart aus Amerika faszinierte ihn sofort. Ein Mix aus American Football sowie Feld- und Eishockey. Körperbetont. Hochkomplex. Blitzschnell. „Lacrosse ist vergleichbar mit Eishockey, nur, dass der Ball nicht am Boden ist, sondern in der Luft“, sagt Marius Wolter. Wie Lacrosse funktioniert, muss er oft erklären, denn die Sportart ist in Deutschland längst nicht so bekannt wie im Herkunftsland Nordamerika. „Viele kennen Lacrosse nur aus der kultigen Jugendfilmreihe American Pie“, so Marius, der sich – schnell – als Talent erwies. Bereits nach kurzer Zeit spielte er auf Bundesliga-Niveau, seit 2015 in der deutschen Nationalmannschaft für Box-Lacrosse, die Indoor-Variante. Und das neben seiner Karriere bei der Bundeswehr: Nach seinem Master-Abschluss in Luft- und Raumfahrttechnik arbeitete Marius als technischer Offizier in der technischen Gruppe im Eurofighter-Geschwader bei Köln. 

FOM Studium als Sprungbrett

Sein gutes Zeitmanagement konnte er damals perfektionieren, was dem ehemaligen Kapitän der Box-Lacrosse-Nationalmannschaft heute erneut zugutekommt. Nach dem abermaligen Umzug nach München – seine Frau bekam dort einen neuen Job – stieg er 2020 in die Ausbildertätigkeit ein. „Als Hörsaalleiter betreue ich seitdem junge Soldatinnen und Soldaten vom ersten Tag ihrer Offiziersausbildung in vielen Bereichen wie Führungs- und Ausbildungslehre, aber auch der Sportausbildung“, erklärt Marius Wolter. Parallel dazu begann er im März 2021 ein MBA-Studium an der FOM in München. „In zwei Jahren endet meine Zeit bei der Bundeswehr. Dann möchte ich etwas Neues machen und in eine ganz andere Welt einsteigen“, sagt der 31-Jährige.

Der Ingenieur und Lacrosse-Spieler Marius Wolter absolviert das MBA-Studium an der FOM Hochschule in München (Foto: privat)

BWL-Themen sind perfekte Ergänzung

Kameraden aus höheren Jahrgängen hätten vom MBA-Studium an der FOM berichtet und ihn dazu inspiriert, nach sieben Jahren noch einmal in die Rolle des Lernenden zu schlüpfen. „Es hat mir immer Spaß gemacht, mich weiterzubilden und Neues zu lernen. Besonders spannend ist es, Kommilitonen mit anderen Hintergründen kennenzulernen, mir ein neues Netzwerk aufzubauen und mich neu zu orientieren“, so Marius Wolter. Wohin seine berufliche Reise gehen wird, kann er im zweiten von insgesamt vier MBA-Semestern noch nicht sagen. Nur so viel: Als Ingenieur empfindet er die betriebswirtschaftlichen Themen als perfekte Ergänzung. Und: Im kommenden Sommersemester wird er wohl eine Studienpause einlegen, denn die Lacrosse-Europameisterschaft findet in Deutschland statt. Da will der Auswahlspieler der Nationalmannschaft unbedingt dabei sein.