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Berufsbegleitendes Studium bringt neue Perspektiven

„Über Digitalisierung wird viel geredet, nur mit der Umsetzung hapert es an vielen Stellen“

München ist die schönste Stadt der Welt. Davon ist Amadeus Geigle, 19 Jahre jung und in Freiburg geboren, fest überzeugt. Er wirkt entspannt, auch wenn man das von einem berufstätig Studierenden, der seinen Job mit einem Abend- und Samstags-Studium verbindet, nicht unbedingt erwarten würde. An drei Tagen pro Woche lernt Amadeus die verschiedenen Bereiche der Employer Brand Agentur grapevine Marketing kennen, parallel dazu studiert er „Management & Digitalisierung“ an der FOM Hochschule in München. „Die Entscheidung habe ich bislang nicht bereut“, sagt er und grinst.

07.09.2020 | München

Nach seinem Abitur 2018 nahm sich der sportbegeisterte Münchner zunächst eine Auszeit. „Ich jobbte in der Gastronomie und bin viel gereist. Zu dieser Zeit wusste ich noch nicht genau, was ich studieren sollte. Da mir Biologie immer gefallen hatte, schrieb ich mich zum Wintersemester 2019 für Biologie und Geografie ein.“ Doch schon nach drei Monaten war ihm klar, dass dieses Studium nicht das richtige für ihn war. „Also habe ich mich ein zweites Mal hingesetzt und nachgedacht, diesmal intensiver. Ich habe alle Studiengänge, die für das Sommersemester 2020 in München angeboten wurden, recherchiert und ein Auswahlverfahren gemacht. Der Studiengang Management & Digitalisierung klang für mich von Anfang an spannend, weil er ein breites Feld abdeckt und inhaltlich auf die Anforderungen der zukünftigen Arbeitswelt zugeschnitten ist. Zudem hatte ich von Bekannten gehört, dass das FOM Studium gut sein soll.“

Studienstart unter schwierigen Bedingungen

Seit März studiert Amadeus nun an der FOM in München. Doch schon nach den ersten Vorlesungen wurde aufgrund der Corona-Pandemie die Präsenz- zur Online-Lehre. Ein schwieriger Start? „Eigentlich gar nicht“, sagt er, „denn die FOM hat sehr schnell auf echte virtuelle Lehre umgestellt. Inhaltlich war das völlig in Ordnung, zumal wir immer auch die Chance hatten, unsere Dozenten per E-Mail zu erreichen.“ Am meisten habe er die persönlichen Kontakte zu Mitstudenten vermisst, so Amadeus, aber auch hier habe man sich in WhatsApp-Gruppen zusammengetan.

KI, Big Data & Datenschutz

Nachdem er zu Beginn grundlegende Management-Inhalte gelernt hat, freut er sich im weiteren Studienverlauf besonders auf die Module, die ihm die Anforderungen und Möglichkeiten der digitalen Transformation näherbringen. „Ob es um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, um Big Data oder um Datenschutz geht – Digitalkompetenzen sind extrem wichtig für den Arbeitsmarkt. Durch die Digitalisierung von Prozessen sollen ja Zeit und Ressourcen in nahezu allen Wirtschaftsbereichen eingespart werden. Momentan habe ich den Eindruck, dass über Digitalisierung sehr viel geredet wird, nur mit der Umsetzung hapert es an vielen Stellen noch. Diesen Weg selbst mitzugehen und mit zu gestalten, empfinde ich als äußerst spannend.“

Amadeus Geigle kombiniert das Studium an der FOM Hochschule in München mit der Arbeit in einer Full-Service-Agentur (Foto: privat)

Arbeitszeiten dem Studium anpassen

Dass er bereits während des Studiums umfassende Berufserfahrung sammelt, ist ein Vorteil, den Amadeus schnell erkannt hat. „Vieles von dem, was ich im Studium lerne, begreife ich schneller, weil ich eine Vorstellung davon habe, wofür ich es gebrauchen könnte.“ Bei grapevine habe das Studium der sogenannten „working students“ Priorität, betont er, „wir können unsere Arbeitszeiten und -tage dem Studium entsprechend anpassen, was wirklich eine tolle Sache ist.“ Ob er mehr der Typ fürs Strategische, fürs Kreative, fürs Marketing oder doch für die Buchhaltung ist, wird er in den kommenden drei Jahren herausfinden. „Mittlerweile hat mich der Ehrgeiz doch ein wenig gepackt – schließlich habe ich durch das Bio-Studium schon ein Semester verloren. Deshalb habe ich im ersten FOM Semester zusätzlich Kurse aus dem zweiten Semester belegt, vielleicht kann ich die verlorene Zeit so aufholen.“

Und auch wenn München für Amadeus, wie er selbst sagt, die schönste Stadt der Welt ist: „Für einen spannenden Job würde ich trotzdem später eine Zeitlang ins Ausland gehen.“