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„Die spanische Universität UCAM erinnert mich immer an Hogwarts“

Dinslakener wurde während Promotion Zweifach-Papa

Ein Interview mit diesem Mann muss definitiv telefonisch und während einer Autofahrt geführt werden. Denn: Christopher Jakob ist schon morgens ab 6 Uhr unterwegs und als Sales Manager, zweifacher Vater und Ehemann sehr beschäftigt. Zusätzlich schreibt der 36-Jährige berufsbegleitend an seiner Doktorarbeit: In Kooperation mit der spanischen Universidad Católica San Antonio de Murcia (UCAM) promoviert er seit 2016 an der FOM, um den offiziell höchsten akademischen Grad zu erreichen – und ist nun in den letzten Zügen seiner Arbeit.

21.10.2020 | Duisburg, Essen und Wesel

Entbehren.

Zu „entbehren“ ist momentan ein großer Teil im Leben von Christopher Jakob. „Ich hab mich damals für das Promotionsprogramm beworben und nicht damit gerechnet, angenommen zu werden“, denkt der Familienvater heute zurück. Er wollte es einfach versuchen, denn: „Scheitern kann man immer. Scheitern gehört zum Leben dazu.“ Er hätte die Doktorarbeit zwar vielleicht auch schneller schreiben können, „allerdings haben meine Frau und ich in den letzten zweieinhalb Jahren auch zwei Söhne bekommen, wir sind umgezogen und hatten einfach ein bisschen Privatleben.“ Und dennoch ist Christophers Alltag strikt durchgetaktet: morgens um 6 Uhr macht er sich auf den Weg zur Arbeit, vorher nimmt er sich meist noch zehn Minuten Zeit für Yoga, „auch wenn ich das früher immer belächelt hab“, schmunzelt der Ruhrpottler. In diesen zehn Minuten kann er seine Batterien aufladen, danach ist er nämlich bis abends in seinem Job als Vertriebler unterwegs, kommt zum Abendbrot nach Hause, setzt sich dann nochmal an den Rechner und zu guter Letzt sind noch ein paar Stunden Konzentration für die Doktorarbeit gefragt. „Ich muss auf meine Hobbys verzichten und auch meine Familie muss natürlich zurückstecken. Ohne meine Frau würde das alles nicht funktionieren“, so der Product Group Leader.

Der Product Group Leader findet neben Job und Promotion auch noch Zeit für seine Frau und seine zwei kleinen Söhne (Foto: Privat)

Extrameile.

„Heutzutage könnten wir theoretisch alles lernen, haben alle Möglichkeiten“, ist sich Christopher Jakob sicher. Und so wollte er auch die Möglichkeit wahrnehmen, sich weiterzubilden und sich alle Türen offen zu halten, denn lebenslanges Lernen steht für ihn im Vordergrund. „Ich plane, die Promotion 2021 abzuschließen. Ich kann mir noch gar nicht vorstellen, wie es dann sein wird, plötzlich wieder so viel mehr Zeit zu haben“, träumt der Sales Manager. 

Vor einiger Zeit machte Christopher Jakob seinen Diplomkaufmann an der FOM in Essen und Duisburg, absolvierte dort anschließend berufsbegleitend seinen Master in „Business Administration“ (MBA). „Ich war sehr zufrieden mit der FOM. Ich habe in dieser Zeit unglaublich viel gelernt – nicht nur Fachliches, sondern auch was meine Organisation anbelangt. Ich weiß heute, was es bedeutet, die `Extrameile` zu gehen.“ Und er fügt hinzu: „Die FOM war ‚die beste Schule‘ für mein Zeitmanagement.“ So entschied er sich schließlich dazu, auch noch an der FOM und der UCAM neben dem Beruf zu promovieren. Das Thema seiner Arbeit dreht sich um Smartwatches und Luxusuhren.

In Kooperation mit der spanischen Universität UCAM promoviert Christopher seit 2016 an der FOM (Foto: UCAM)
Christopher Jakob promoviert berufsbegleitend an der FOM Hochschule (Foto: Privat)

Hogwarts oder UCAM?

Die Atmosphäre und die Gebäude der Partneruniversität UCAM in Spanien beeindruckten den Promovenden besonders: „Bisher war ich zweimal dort. Die Gebäude, dieser Charme: Ich fühle mich immer ein bisschen wie Harry Potter in Hogwarts wenn ich vor Ort bin“, lacht der 36-Jährige, von dem man fast meinen könnte, er hätte Zauberkräfte. „An der Universität bekomme ich einen Einblick davon, wie es wohl gewesen wäre, nicht berufsbegleitend zu studieren und das Studentenleben zu genießen.“ Und doch würde er alles genau so wieder machen: „All die gesammelten Erfahrungen an der FOM sind extrem viel wert. Man muss sich schon genau fokussieren, um seine Ziele zu erreichen“, nur so funktioniere es. Wenn er abends erschöpft nach Hause komme, sagen seine Söhne, die gerade mal zwei Jahre und ein halbes Jahr alt sind nicht: „Oh Papa, du warst heute so viel unterwegs, ruh dich mal schön aus.“ Denn: „Kinder nehmen keine Rücksicht, aber das ist auch gut so“, lächelt Jakob.

Der FOM Absolvent ist dankbar für die Möglichkeit: „Ich habe eine wundervolle Frau, zwei tolle Jungs und hoffentlich bald meinen Doktortitel.“ Mit Blick auf die letzten vier Jahre seit Beginn der Promotion ist Christopher Jakob gespannt, was in den kommenden Jahren noch passiert.