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Bachelor-Studierende entwickelten Konzepte für Radio NRJ und das Magazin ZeitJung

„Für den Lernerfolg hat das einen immensen Wert“

Theoretisches Wissen in einem realen Projekt anzuwenden – für Prof. Dr. Christian Chlupsa von der FOM Hochschule in München gibt es kaum einen besseren Weg zu lernen. Aus diesem Grund brachte der Marketing-Dozent Studierende des FOM Studiengangs Marketing & Digitale Medien jetzt mit Verantwortlichen von Radio NRJ und dem Online-Magazin ZeitJung zusammen. In Kleingruppen führten die Studierenden eigene Projekte durch, in denen sie Ideen für die zukünftige Gestaltung der beiden Medien entwickelten.

29.05.2020 | München

„Gemeinsam mit meinen Kommilitonen Bianca Briones-Montoya, Kübra Sarac, Niklas Kraus und Luis Drexler habe ich mich um neue Impulse für Radio NRJ gekümmert“, berichtet Melisa Gündogdu. „Im Modul ‘Dienstleistungsmarketing‘ hatten wir verschiedene theoretische Modelle kennengelernt und sollten herausfinden, wie wir dieses Wissen im Projekt anwenden können.“ Sie skizzierten typische Zuhörer im Hinblick auf soziodemografische, psychografische und geografische Ausprägungen und schätzten deren Wahrnehmung vom Produkt selbst sowie dessen Werbung ein. Anschließend entwickelten sie eine Produkt-Markt-Matrix, bei der es u.a. um Marktdurchdringung und Produktentwicklung ging. Eine weitere Matrix zur Positionierung des Radiosenders ergab, dass der Bereich Entertainment für 18- bis 35-Jährige im Raum München bereits eng besetzt ist, während es kaum ernsthafte redaktionelle Radioinhalte für diese Altersklasse gibt.

Junge Menschen informieren sich heute gezielter

Prof. Dr. Christian Chlupsa lehrt BWL, insbesondere Marketing, an der FOM Hochschule in München. (Foto: privat)

„Unter Berücksichtigung von Corporate Culture, Design, Behaviour und Identity sowie unserer Analyseergebnisse haben wir dann Vorschläge für den Radiosender gemacht“, so Melisa. Spätestens seit der Klimaschutzdebatte sei zu erleben, dass junge Menschen sich extrem gut vernetzten und sich gezielter informierten als noch vor einigen Jahren. Melisa: „Deshalb plädieren wir für tiefergehende redaktionelle Inhalte im Programm, für einen Ausbau des Podcast‘ sowie für Gewinnspiele, die die Nutzung des Podcast‘ vergrößern“, beschreibt Melisa und fügt schmunzelnd hinzu: „Als zusätzliches Merchandising-Produkt könnten wir uns einen Energy-Drink mit dem Logo von Radio NRJ vorstellen.“

Besondere Herausforderung des Projekts: Statt gemeinsam am Tisch zu sitzen und am Thema zu arbeiten, trafen sich die Studierenden virtuell. Melisa: „Unsere Vorlesung läuft ja momentan auch online, einen Teil dieser Zeit hat uns Professor Chlupsa für Abstimmungen und die Vorbereitung auf die Präsentation gegeben. Das hat uns ebenso geholfen wie seine gute Vorbereitung.“

Virtuelle Präsentation ihrer Projektideen: Niklas, Kübra, Luis, Bianca und Melisa (v.l.n.r.) stellen ihre Ergebnisse vor. (Foto: privat)

"Innovative Ideen durch unvoreingenommene Analyse"

Nach der virtuellen Präsentation vor Erik Henschel, Programmchef ENERGY München, Prof. Dr. Christian Chlupsa sowie den anderen Studierenden des Kurses zeigte sich der „Kunde“ zufrieden: „Die projektbezogene Zusammenarbeit mit Studenten der FOM ermöglicht uns eine branchenexterne Sicht auf unser Unternehmen und unsere Arbeit. Durch die unvoreingenommene Analyse der Studenten finden wir bei Projekten dieser Art innovative Ideen und Ansätze für die Weiterentwicklung unseres Programmes und Produktes. Abgesehen davon macht es Spaß, sich mit Studenten und Professoren der FOM praxisnah und konstruktiv auszutauschen“, so Henschel.

Prof. Dr. Christian Chlupsa zollte seinen Studierenden ebenfalls Lob: „In ihren Projekten haben sie gezeigt, dass sie wissenschaftliche Theorie in die Praxis umsetzen können, und sie haben gelernt, Präsentationen vor fachlichem Publikum zu halten. Ich bin überzeugt, dass sie die zugrundeliegenden Modelle nicht mehr vergessen werden, weil sie jetzt einen konkreten thematischen Bezug dazu haben. Für den Lernerfolg hat das einen immensen Wert.“