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  • 2020
  • April
  • Zwischen Home-Hörsaal und Home-Office: FOM Student über den derzeitigen Studien- und Arbeitsalltag

FOM Student Rick Heitmann über den digitalen Alltag in Zeiten Coronas

Zwischen Home-Hörsaal und Home-Office

„Unsere Vorlesungen finden momentan online statt“, erklärt Rick Heitmann, FOM Student und Cofounder eines Münsteraner Startups. Derzeit ist die Lehre an der FOM Hochschule komplett umgestellt: Statt wie gewohnt im Hörsaal, sitzen Dozenten und Studierende jetzt im virtuellen Vorlesungsraum daheim. Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen behördlichen Ausgangsbeschränkungen findet bereits seit dem 13. März eine vorübergehende Lernortverschiebung statt. Der Präsenzunterricht wurde an allen 33 Hochschulzentren durch alternative Angebote wie den Online Campus (OC) und digitale Lehrmethoden ersetzt. Heitmann: „So verpassen wir keinen Stoff und können unser Studium in der ursprünglich angesetzten Zeit absolvieren.“

03.04.2020 | Münster

Münsteraner Startup A-Force läuft besser denn je

Rick Heitmann studiert im 6. Semester Betriebswirtschaft & Wirtschaftspsychologie an der FOM in Münster. „Momentan finden sehr viele Umstellungen in unser aller Leben statt. Für uns ist es eben nicht nur das Studium, das sich gerade verändert, sondern auch der Job“, so der 28-Jährige. Denn erst im Jahr 2019 gründeten er und sein Partner neben dem Studium eine eigene SEO Agentur „A-Force GmbH“, in der Rick Heitmann die operative Geschäftsleitung übernimmt: „Wir beraten mittelständische Unternehmen im E-Commerce, sorgen dafür, dass Firmen und Produkte bei Amazon besser gefunden und häufiger gekauft werden.“ Das bedeutet für die beiden Gründer in Zeiten von Corona ausnahmsweise keine negativen Auswirkungen auf ihr noch so junges Geschäft: „Alle Unternehmen, die bisher nur im stationären Handel waren, wollen sich jetzt vor der Insolvenz retten – und da kommen wir natürlich ins Spiel.“ Mittlerweile beschäftigt das Startup 10 Mitarbeitende: „Aufgrund der aktuellen Lage haben wir sogar drei neue Festanstellungen“, so der Münsteraner. Und all das aus dem Home-Office zu koordinieren, sei natürlich eine Herausforderung – „über die wir aber natürlich dankbar sind und uns gegenüber anderen Unternehmen sehr glücklich schätzen können“, weiß der gelernte Automobilkaufmann.

Und neben dem stressigen Arbeitsalltag im Home-Office kommt nun die Umstellung auf die digitale Lehre hinzu. „Aber ich muss sagen: Es funktioniert! Die Webinare sind eine gute Alternative zur Präsenzlehre – zumindest vorübergehend. Nur Aufgabenpakete in unseren Onlinecampus zu stellen, würde nicht genügen – es ist schon wichtig, jemanden zu haben, der uns den Stoff vermittelt.“ So biete die FOM neben Online-Bibliotheken, unterschiedliche Kommunikationsmöglichkeiten im Online Campus und zahlreichen Varianten für das Selbststudium neben Webinaren unter anderem auch Video- und Audiopodcasts an. „Auch die Rückmeldungen meiner Kommilitonen zeigen, dass diese Maßnahmen auf positive Resonanz stoßen und wir mit der vorübergehenden Situation zufrieden sein können“, erklärt der Semestersprecher. „Unsere Prüfungsleistungen sind ebenfalls komplett auf digitale Lösungen umgestellt.“

FOM Student und Cofounder Rick Heitmann besucht seine Seminare momentan in virtuellen Vorlesungsräumen und arbeitet auch für sein StartUp von Zuhause (Foto: Privat)

Alltagsstruktur digital transformiert

Seine Alltagsstruktur hat der 28-Jährige dennoch größtenteils beibehalten: „Es läuft im Grunde alles so wie vorher. Ich arbeite ab morgens von Zuhause – momentan etwas mehr als sonst – und besuche zwei Mal die Woche abends und samstags die Vorlesungen im virtuellen Vorlesungsraum.“ Insbesondere das Modul Human Resources helfe den Gründer auch gerade in diesen Zeiten und bei der Mitarbeiterführung weiter. „Die Studieninhalte lassen sich sehr gut in unserem Arbeitsalltag anwenden. Es ist beispielsweise extrem wichtig, die Sicht des Arbeitgebers und des Arbeitnehmers wechseln zu können. Aber auch für den gesamten Unternehmensaufbau kamen uns die Inhalte des Studiengangs sehr zu Gute, wie zum Beispiel bei den Modulen, Markt- und Werbepsychologie und auch Controlling etc.“  Doch auch, wenn all diese Umstellungen momentan optimale Alternativen darstellen, freut sich der Student, wenn Normalität einkehrt, „und wir wieder unseren altbewährten Präsenzunterricht haben!“