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„Ich will mir beruflich Türen öffnen“

Zwischen Lerngruppe & Projektmanagement

Gemeinsam eigene Projekte betreuen. Eine neue Software in Indien einführen. Und zwischendurch noch für Klausuren lernen. Stefanie Krüger studierte an der FOM in Hannover, Daniel Ehrhardt steckt noch mitten drin. Die beiden IT-Spezialisten arbeiten im Bereich Oberflächenmaterialien der Continental AG, dem deutschen Automobilzulieferer mit Sitz in Hannover und berichten über das Zusammenspiel von Studium und Job.

27.08.2019 | Hannover

Allrounder & IT-Experten

An über 400 Standorten in 61 Ländern arbeiten 244.000 Mitarbeiter der Continental AG – eine davon ist die 27-jährige Stefanie Krüger, die an der FOM den Bachelor-Studiengang Business Administration studierte und nun ihr Kolloquium bestanden hat – auch wenn die Nacht vor der Prüfung eher kurz war: „Die Nacht danach war mindestens ebenso stressig, wir mussten doch feiern ...“, so die Absolventin. „Ich fand Business Administration eine ideale Ergänzung zum Controlling, in dem ich begonnen habe. Ich will mir beruflich Türen öffnen“, erläutert Stefanie Krüger. Derzeit kümmert sie sich als Prozessmanagerin um das SAP-System des Geschäftsbereichs: „Das ist kein klassisches Controlling. Aber die Schnittstelle zwischen Controlling und IT ist eine Herausforderung.“

Neue Anforderungen anzunehmen: Dazu hat sie auch das Studium motiviert. „Ich habe viel gelernt, gerade durch die Praxisnähe, die von den Dozenten vermittelt wurde. Das Feedback der Kollegen und Dozenten hilft, die Dinge in ein anderes Licht zu rücken.“

Nerds und Stubenhocker vorprogrammiert? Wohl kaum.

Daniel Ehrhardt, 26, hat das meiste noch vor sich. Auch er ist SAP-Prozessmanager bei der Continental AG, nur für einen anderen Bereich. „Ich bin für das Material- und Warehousemanagement beim Oberflächenspezialisten der Conti zuständig“, so Ehrhardt, der zusammen mit seiner Kollegin schon einige Projekte betreut hat. Derzeit bereiten beide die SAP-Einführung im neuen Werk in Indien vor. Der gelernte Speditionskaufmann hat erst im September 2018 in Hannover mit dem Bachelorstudiengang Wirtschaftsinformatik begonnen, um seine Kenntnisse und Fähigkeiten um die Bereiche Datenbanken, Systemsoftware und diverse Programmiersprachen gewinnbringend und praxisorientiert zu vertiefen. Denn: Wirtschaftsinformatiker sind aufgrund der zunehmenden Digitalisierung sehr begehrt auf dem Arbeitsmarkt. Sie arbeiten an der Schnittstelle zwischen IT und Organisation und sorgen für eine optimale Abstimmung zwischen den Betriebsbereichen und -prozessen. So können sie als Unternehmensberater, IT-Consultants, Softwareentwickler oder im Controlling arbeiten.

„Als Technologieunternehmen räumen wir der kontinuierlichen Höherqualifizierung unserer Mitarbeiter einen hohen Stellenwert ein“, so Personalreferentin Regina Wibe. „Wir freuen uns über die Initiative unserer Mitarbeiter. Deshalb fördern und unterstützen wir sie – zum Beispiel durch Rücksichtnahme auf Prüfungszeiten und finanziell, indem wir einen Teil der Studienkosten übernehmen."

Die FOM Studierenden Daniel Ehrhardt und Stefanie Krüger arbeiten gemeinsam an der Schnittstelle zwischen IT und Organisation (Foto: FOM)

Flexibilität zählt

Die durch Vorlesungen und Seminare langen Abende in der Woche stören Daniel Ehrhardt nicht: „Ich wohne in Hannover, meine Anfahrtswege sind kurz. Und für die Motivation sorgt meine Lerngruppe, die wir gleich nach Studienbeginn gegründet haben. Da wird man mitgezogen – ob man will oder nicht“, lacht er verschmitzt.

Stefanie Krüger entschied sich ebenfalls für die Vorlesungen während der Woche – und das obwohl sie nach langer Heimfahrt mit der S-Bahn oft erst um 23 Uhr abends zu Hause war. „Ich wollte nicht auch noch an den Wochenenden nach Hannover fahren“, so Krüger. Sie hat die Flexibilität der FOM und ihres Arbeitgebers zu schätzen gelernt und hatte dadurch während ihres Studiums immer noch Zeit zum Lernen, zum Klarinette spielen, für Familie und Freunde.