• FOM
  • 2017
  • November
  • Weihnachten 2017: Freie Zeit ist wichtiger als Geld und Geschenke
09.11.2017

Weihnachtsstudie 2017: FOM befragte über 56.000 Frauen und Männer

Freie Zeit ist wichtiger als Geld und Geschenke | Jeder Deutsche will für rund 465 Euro Präsente kaufen

Deutsche Rentner und Pensionäre sind besonders spendabel: Sie wollen in diesem Jahr durchschnittlich 545 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Das macht für alle Rentner somit rund 14 Milliarden Euro für Weihnachtsgeschenke. Damit liegen die Älteren deutlich über dem Bevölkerungsdurchschnitt. Denn über alle Altersklassen hinweg planen die Deutschen zum Fest rund 465 Euro für den Kauf von Schmuck, Spielzeug und anderen Präsenten ein.

Fragt man die Bürger allerdings, worüber sie sich zum Fest am meisten freuen würden, wenn sie sich ein Geschenk aussuchen dürften, antworten 58 Prozent: über frei gestaltbare Zeit. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie der FOM Hochschule, bei der rund 5.000 Studierende über 56.000 Face-to-face-Interviews durchführten.

Männer kaufen „auf den letzten Drücker“

Der große Run auf die Weihnachtsgeschenke beginnt mit dem Monat Dezember. Über 33 Prozent der Männer kaufen sogar erst in der letzten Woche vor dem Fest die Geschenke ein, fast zehn Prozent erst am Tag vor Heiligabend. Für Frauen beginnt die „Hauptkaufzeit“ dagegen bereits rund 3 Wochen früher.  

Wichtig für den Kaufentscheid sind für 60 Prozent der Befragten persönliche Empfehlungen von Freunden und Bekannten, schon 52 Prozent informieren sich im Internet über mögliche Produkte und immerhin 46 Prozent lassen sich im Fachgeschäft kundig beraten. Selbstverständlich waren Mehrfachnennungen möglich.  

Schon jeder Zweite kauft im Internet

Als wichtige Einkaufsmöglichkeit gaben 64% der Befragten die Einkaufszentren in der Stadt an, immerhin 58% bestellen Geschenke aber auch im Internet, über die Hälfte der Bürger kauft zudem auch in Fachgeschäften und Kaufhäusern. Zumindest 28% shoppen auf dem Weihnachtsmarkt, weit abgeschlagen liegt dagegen das Teleshopping: nur 3 Prozent der Befragten gaben an, dort beim Kauf von Weihnachtsgeschenken aktiv zu sein.

Was schenken die Deutschen?

Absoluter Spitzenreiter auf der Beliebtheitsskala sind Geschenkgutscheine, rund jeder zweite verschenkt zumindest ein Exemplar. Auf den weiteren Plätzen folgen Kosmetik (44%), Bücher (43%), Konzert- und Theaterkarten (43%) und Uhren, Schmuck (41%) bzw. Spielwaren (39%). Immerhin jeder Dritte verschenkt Bargeld zum Fest oder legt Elektrogeräte (inkl. Smartphones) bzw. symbolisch eine Reise unter den geschmückten Baum.

Qualität und bekannte Marken sind gefragt

Über die Hälfte der Befragten (53%) legt beim Kauf der Geschenke Wert auf die Güte der Produkte und vertraut auf bekannte Marken, Herkunft, Gütesiegel und beachtet beim Kauf das Thema Umweltschutz. Für rund 68% spielen Beratung, Service und Umtauschmöglichkeiten eine wichtige Rolle, rund 54% achten außerdem auch beim Kauf der Weihnachtsgeschenke auf Schnäppchen und Rabattaktionen. Eine festliche Weihnachtsatmosphäre mit adventlicher Dekoration und Musik spielt beim Einkauf immerhin noch bei 39 Prozent der Befragten eine wichtige Rolle.

Zur Studie

Die Weihnachtsstudie der FOM Hochschule wurde unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser vom ifes-Institut für Empirie und Statistik der FOM durchgeführt. Rund 5.000 Studierende befragten in Face-to-face-Interviews mit standardisierten Fragebögen bundesweit über 56.000 Frauen und Männer im Alter ab 12 Jahren, quotiert nach Geschlecht und Alter.

Die komplette Studie finden Sie unter www.fom.de/weihnachtsbefragung2017 zum Download.