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28.04.2017 | Berlin

Berliner Gründerinnen teilten Start-up Erfahrungen

#FrauenForum „Start-up-City Berlin: Frauen gründen“ ging mit neuem Format in die 4. Runde

Von einem reinen Vortragsabend war das 4. Berliner #FrauenForum weit entfernt: Die Teilnehmerinnen der FOM Start-up-Veranstaltung erhielten in kleinen Workshop-Gruppen die Möglichkeit des direkten Austauschs mit Berliner Gründerinnen. „Wir wollten mit einem anderen Veranstaltungsformat das Networking intensivieren - wie das in der Gründerszene sowieso üblich ist“, freute sich Prof. Manuela Zipperling, FOM Geschäftsleitung Berlin, über den erfolgreichen Abend. „Und das ist uns mit Blick auf die vielen Gespräche auch sehr gut gelungen“, bestätigte auch Prof. Dr. Holger Wassermann, Leiter des KCE KompetenzCentrum für Entrepreneurship & Mittelstand der FOM.

Frau Prof. Zipperling begrüßt Teilnehmer
Geschäftsleiterin Prof. Dr. Manuela Zipperling begrüßte die Teilnehmerinnen beim 4. #FrauenForum (Foto: FOM Hochschule).

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde empfingen vier Experten im Wechsel die Teilnehmer an folgenden Thementischen: „Geschäftsmodell schärfen, Businessplan vorbereiten“ mit Silke Ababneh, Gründerin von nie:solo, „Zielgruppen finden, Ideen testen“ mit Jennifer Meister, FOM-Absolventin und Co-Gründerin von Coachimo, „Finanzierung für Gründungen“ mit Prof. Dr. Nick Dimler, FOM-Dozent und Unternehmensberater und Claudine Oldengott, Gründerin von velo easy, mit „Vertrieb für Gründungen“. Wer nicht bei der Veranstaltung dabei sein konnte, hatte die Möglichkeit bei Twitter die Ergebnisse der Gespräche mitzuverfolgen: Unter dem Hashtag #FrauenForum twitterte die FOM live zur Veranstaltung.

Claudine Oldengott, die mit velo easy ihre Idee von Fahrradboxen an Bahnhöfen verwirklichte, riet beim Vertrieb von klassischer Kaltakquise ab: „Geht auf die Straße und habt keine Hemmungen auf Leute zuzugehen. Social Media ist dafür unglaublich wichtig.“ Sie hatte per Twitter den Kontakt zum verkehrspolitischen Sprecher der Grünen in Berlin gefunden und bekam dann beim Joggen um den Schlachtensee die Gelegenheit ihre Idee vorzustellen.

Silke Ababneh, die mit nie:solo ein Netzwerk für selbstständige Eltern gegründet hat, legte jedem Gründer ans Herz, sich mit den Fragen eines Businessplanes intensiv auseinanderzusetzen. Als Vorlage empfiehlt sie das schmale Canvas Model und dazu ausdrücklich den Besuch des Businessplan-Wettbewerbs. Silke Ababneh hat viel mit Gründerinnen zu tun und stellte dabei fest, dass Frauen anders gründen: langsamer und vorsichtiger, aber nicht weniger erfolgreich. Sie rät deswegen allen Gründerinnen, ihre Angst vor Feedback und vor dem Scheitern loszulassen. „Den Perfektionismusgedanken beim Gründen fallen zu lassen gibt einem die innere Freiheit, um richtige Entscheidungen zu treffen.“

Jennifer Meister, die an der FOM studiert hat, ist Expertin für Online-Marketing und Co-Gründerin der Plattform Weiterbildungsplattform Coachimo. Sie forderte dazu auf, die Geschäftsidee gleich im Netz zu testen. „Recht einfach kann man wichtige Keywords identifizieren, testen, ob die Idee ankommt und herausfinden, wer sich überhaupt dafür interessiert.“ Ihr Tipp: ein klares Angebot und einen Fokus haben. „Probiert aus. Habt keine Angst vor Trial & Error. Die Idee muss sich entwickeln.“

Unternehmensberater und FOM-Dozent Prof. Dr. Nick Dimler empfahl, rechtzeitig mit Banken ins Gespräch zu kommen. „Finanzierung ist People Business. Eine gute Vernetzung ist entscheidend.“ Günstig sei dafür die Veränderung in den letzten Jahren, dass Banken inzwischen Gründer als Kunden von morgen erkannt haben und dementsprechend offener für Gespräche sind. Wichtig sei, den eigenen Kapitalbedarf zu kennen, um dann die richtigen Finanzierungskanäle zu finden.

Das FOM #FrauenForum ist Plattform und Netzwerk zugleich. Bundesweit finden die FOM Frauen-Foren mehr als zwölf Mal jährlich an verschiedenen Standorten statt. Die Verbände FidAR – Frauen in die Aufsichtsräte e.V. und der EWMD – European Women's Manament Developement International Network unterstützen das 4. Frauenforum in Berlin.