• FOM
  • 2021
  • November
  • FOM Weihnachtsstudie 2021: In Berlin überwiegt die Vorfreude den Stress

FOM VerhaltensRadar: Ausgaben für Weihnachtsgeschenke in Berlin deutlich geringer als im Bundesdurchschnitt

Vorfreude auf das Fest überwiegt Sorge vor Stress

Die aktuelle Weihnachtsstudie der FOM Hochschule belegt: In Berlin sehnen sich die Menschen nach Normalität, freuen sich auf die (Vor-)Weihnachtszeit und darauf, Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen. Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt werden die Berlinerinnen und Berliner in diesem Jahr allerdings erneut deutlich weniger für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Fast die Hälfte der Befragten erwartet aber eine entspannte Vorweihnachtszeit, insgesamt wird der Stresslevel als gering eingeschätzt. Für die Weihnachtsstudie interviewten Studierende der FOM Hochschule insgesamt 1.040 Menschen aus der Bundeshauptstadt.

18.11.2021 | Berlin

Männer geben mehr aus als Frauen

Mit durchschnittlich 459 Euro liegen die geplanten Ausgaben für Weihnachtsgeschenke in Berlin deutlich unter dem Bundesdurchschnitt (Ø 522 €). Dabei sind die Männer in der Hauptstadt (Ø 465 €) etwas spendabler als die Frauen (Ø 453 €). „Wir gehen davon aus, dass sowohl die Vorfreude auf das Weihnachtsfest als auch die Sorge vor weiteren Preiserhöhungen den Konsum in der Vorweihnachtszeit noch einmal steigern wird“, so Prof. Dr. Oliver Gansser, wissenschaftlicher Leiter der FOM Weihnachtsstudie.

Keine Angst mehr vor vollen Geschäften

Beim Kauf der Geschenke fühlen sich viele Menschen in Berlin offenbar wieder sicherer: Für die Mehrheit der Befragten steht die Möglichkeit, Geschenke offline zu kaufen, an erster Stelle. So gaben 65 Prozent an, das Shoppen im stationären Handel als wichtig zu empfinden, 59 Prozent wollen Weihnachtsgeschenke online erwerben. Dagegen kauft nur knapp ein Viertel der Berliner Bürgerinnen und Bürger (22%) Präsente auf dem Weihnachtsmarkt.

Bücher, Parfüm und Spiele beliebter als Smart Home- und Infotainment-Produkte

Ob es an Lieferengpässen für technische Geräte liegt oder an einer Rückbesinnung auf traditionelle Werte und Geschenke mit persönlichem Touch: Besonders häufig möchten die Berliner Befragten in diesem Jahr Bücher (55%), Artikel aus dem Bereich Spielwaren/Gaming (48%), Kosmetik und Parfüm (47%) sowie Kleidung, Schuhe und Accessoires (45%) verschenken. Weit abgeschlagen in der Geschenke-Hitliste liegen dagegen Smart Home- (9%) und Infotainment-Produkte (10%). Selbst Gutscheine und Bargeld – vor der Pandemie stets beliebte Weihnachtsgeschenke – finden in diesem Jahr nur noch in 32 bzw. 25 Prozent einen Platz unter dem Weihnachtsbaum. 

Zur Studie

Unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser vom ifes Institut für Empirie & Statistik der FOM Hochschule befragten im Herbst 3.338 FOM Studierende bundesweit über 36.000 Menschen in persönlichen Interviews, quotiert nach Geschlecht und Alter. Die komplette Studie zum Download finden Sie unter fom.de/weihnachtsstudie2021

Foto: AdobeStock/Kalim

Große Vorfreude, geringe Sorge vor Stress

Trotz oder gerade wegen Corona: Die deutliche Mehrheit der Umfrageteilnehmenden aus Berlin zeigt mit Blick auf die Weihnachtszeit eine positive Einstellung. 87 Prozent der Befragten freuen sich darauf, Zeit mit der Familie oder Freunden zu verbringen, 81 Prozent beschenken andere Menschen gern, nahezu ebenso viele freuen sich auf das Weihnachtsfest (77%). Bei der Frage nach dem zu erwartenden Stress im Hinblick auf die Vorbereitungen glauben immerhin 43 Prozent der Befragten, sich in der Vorweihnachtszeit entspannt zu fühlen. Dagegen rechnen 28 Prozent damit, gestresst zu sein, 22 Prozent werden sich gehetzt fühlen und 14 Prozent gehen sogar davon aus, überfordert zu sein. Interessant: Während der erwartete Stresslevel insgesamt gesehen bei Berliner Frauen (23%) und Männern (20%) ähnlich hoch ist, planen die Frauen (40%) im Schnitt deutlich bewusster im Voraus als Männer (24%). Professor Gansser: „Die Vermutung liegt nahe, dass Frauen den Vorweihnachtsstress besser bewältigen als Männer, weil sie sich dessen bewusster sind, ihre Planungen dementsprechend anpassen und sich beispielsweise früher als Männer um die Geschenke kümmern. Dies ist sicher auch ein Grund dafür, dass die Vorfreude auf das Weihnachtsfest bei Frauen um vier Prozentpunkte höher ist als bei Männern.“