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FOM VerhaltensRadar: Weihnachtsstudie zeigt, dass Vorfreude die Sorge vor Stress überwiegt

Ausgaben für Geschenke höher als jemals zuvor

Die aktuelle Weihnachtsstudie der FOM Hochschule belegt: In Frankfurt am Main sehnen sich die Menschen nach Normalität, freuen sich auf die (Vor-)Weihnachtszeit und planen, Familienangehörige und Freunde reichlich zu beschenken. Nach fast zwei Jahren coronabedingter Einschränkungen möchten die Frankfurterinnen und Frankfurter in diesem Jahr so viel für Weihnachtsgeschenke ausgeben wie nie zuvor. Nahezu die Hälfte der Befragten erwartet sogar eine entspannte Vorweihnachtszeit. Für die Weihnachtsstudie haben Studierende der FOM Hochschule 542 Menschen in der Mainmetropole interviewt.

18.11.2021 | Frankfurt a. M.

Deutlich höhere Ausgaben als der Bundesdurchschnitt

Für den Kauf von Weihnachtsgeschenken planen die Befragten rund 635 Euro (Männer: Ø 699 Euro, Frauen: Ø 571 Euro) ein. Damit liegt die Mainmetropole nicht nur 113 Euro über dem Bundesdurchschnitt (522 Euro), sondern die Frankfurterinnen und Frankfurter geben auch deutlich mehr aus als in den Vorjahren. Zum Vergleich: 2020 lagen die durchschnittlichen Ausgaben für Weihnachtsgeschenke bei rund 507 Euro, 2019 betrug dieser Wert 497 Euro. „Wir gehen davon aus, dass sowohl die Vorfreude auf das Weihnachtsfest als auch die Sorge vor weiteren Preiserhöhungen den Konsum in der Vorweihnachtszeit deutlich steigern werden“, so Prof. Dr. Oliver Gansser, wissenschaftlicher Leiter der FOM Weihnachtsstudie.

Stationärer Handel wieder auf Platz 1

Beim Kauf der Geschenke fühlen sich viele Frankfurterinnen und Frankfurter offenbar wieder sicherer: Im Gegensatz zum Vorjahr steht für die Mehrheit der Befragten die Möglichkeit, Geschenke offline zu kaufen, wieder an erster Stelle. So gaben 65 Prozent an, das Shoppen im stationären Handel als wichtig zu empfinden, 58 Prozent wollen Weihnachtsgeschenke online erwerben. Rund jeder Vierte (26%) kauft Präsente auf dem Weihnachtsmarkt.

Kleidung, Bücher und Parfüm beliebter als Smart Home- und Infotainment-Produkte

Ob es an Lieferengpässen für technische Geräte liegt oder an einer Rückbesinnung auf traditionelle Werte und Geschenke mit persönlichem Touch: Besonders häufig möchten die Befragten in Frankfurt am Main in diesem Jahr Kleidung, Schuhe und Accessoires (55%), Bücher (53%), Kosmetika und Parfüm (52%) sowie Artikel aus dem Bereich Spielwaren/Gaming (50%) verschenken. Weit abgeschlagen in der Geschenke-Hitliste liegen dagegen Smart Home- und Infotainment-Produkte (je 13%). Selbst Gutscheine – vor der Pandemie noch ein beliebtes Weihnachtsgeschenk – finden in diesem Jahr nur noch bei 33 Prozent einen Platz unter dem Weihnachtsbaum.

Zur Studie

Unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser vom ifes Institut für Empirie & Statistik der FOM Hochschule befragten im Herbst 3.338 FOM Studierende bundesweit über 36.000 Menschen in persönlichen Interviews, quotiert nach Geschlecht und Alter. Die komplette Studie zum Download finden Sie unter fom.de/weihnachtsstudie2021.

Foto: AdobeStock/Kalim

Große Vorfreude auf Weihnachten

Trotz oder gerade wegen Corona: Die deutliche Mehrheit der Frankfurterinnen und Frankfurter zeigt mit Blick auf die Weihnachtszeit eine positive Einstellung. 84 Prozent der Befragten freuen sich darauf, Zeit mit der Familie oder Freunden zu verbringen, 77 Prozent beschenken andere Menschen gern, ebenfalls 77 Prozent freuen sich auf das Weihnachtsfest. Bei der Frage nach dem zu erwartenden Stress im Hinblick auf die Vorbereitungen glauben immerhin 45 Prozent der Befragten, sich in der Vorweihnachtszeit entspannt zu fühlen. Dagegen rechnen 29 Prozent damit, gestresst zu sein, 27 Prozent werden sich gehetzt fühlen und 18 Prozent gehen sogar davon aus, überfordert zu sein. Interessant: Während der erwartete Stresslevel insgesamt gesehen bei Frauen (30%) höher liegt als bei Männern (20%), planen Frauen (38%) im Schnitt deutlich bewusster im Voraus als Männer (28%). Professor Gansser: „Die Vermutung liegt nahe, dass Frauen den Vorweihnachtsstress besser bewältigen als Männer, weil sie sich dessen bewusster sind, ihre Planungen dementsprechend anpassen und sich beispielsweise früher als Männer um die Geschenke kümmern. Dies ist auch ein Grund dafür, dass die Vorfreude auf das Weihnachtsfest bei Frauen um neun Prozentpunkte höher ist als bei Männern. Andersherum trübt der erwartete Stress die Vorfreude bei Männern mehr als bei Frauen.“