• FOM
  • 2021
  • August
  • Ingo Brohl neues Mitglied im Kuratorium der FOM in Wesel

Interview mit Weseler Landrat: „Vernetzung zur Wirtschaft im Kreis Wesel weiter stärken“

Ingo Brohl neues Mitglied im Kuratorium der FOM in Wesel

Als Wesels Hochschule für Berufstätige hält die FOM enge Kontakte zu Wirtschaftsunternehmen, Kammern und Verbänden der Region. Nun wird Ingo Brohl, der Landrat des Kreises Wesel, neues Kuratoriumsmitglied der FOM Hochschule in Wesel, um so die Vernetzung weiter zu stärken. Welche Ideen und Pläne es bereits gibt, inwiefern die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule und dem Kreis Wesel noch ausgebaut werden kann und ob der ehemalige Basketball-Trainer sich auch ein berufsbegleitendes Studium hätte vorstellen können, erzählt er im Interview.

30.08.2021 | Wesel

Herr Brohl, Sie werden neues Kuratoriumsmitglied der FOM in Wesel – herzlichen Glückwunsch dazu! In Ihrer neuen Funktion werden Sie sicher viele spannende neue Aufgaben übernehmen.

Ja, vielen Dank! Ich freue mich sehr auf die Mitarbeit im Kuratorium! Mein Plan ist, erstmal zuzuhören. Und ich hoffe natürlich, dass ich Kompetenzen und Sichtweisen mitbringe, die nützlich sind. Wir wollen die Vernetzung zur Wirtschaft in Wesel weiter stärken, da die FOM mit ihrem ausbildungs- und berufsbegleitenden Studienangebot einen wichtigen Beitrag dazu leistet, Fach- und Führungskräfte an die Unternehmen im Kreis Wesel zu binden.

Warum ist Ihnen die Weiterbildung in der Region denn so ein wichtiges Anliegen?

Berufliche Aus- und Weiterbildung ist extrem wichtig, vor allem ein berufsbegleitendes Studium, wie es die FOM anbietet. Mittlerweile gilt sie mit ihrem Angebot als Standortfaktor im Kreis Wesel. Ich werde also als Kuratoriumsmitglied nicht nur eine Tradition fortführen, sondern mich mit Themen beschäftigen, die mir persönlich am Herzen liegen. Früher hat man einen Beruf gelernt und diesen dann 30, 35 Jahre ausgeübt. Heutzutage herrscht eine andere Dynamik, Unternehmen sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben andere Erwartungen. Da sind gerade solche Weiterbildungsangebote der FOM, die Theorie und Praxis verbinden, sehr wertvoll.

Sie waren selbst einmal Dozent. Könnten Sie sich nochmal einen Lehrauftrag vorstellen?

Grundsätzlich könnte ich mir das sehr gut vorstellen! Aber die Aufgaben des Landrates lassen es zeitlich und inhaltlich derzeit nicht zu. Dennoch ist mir ein enger Austausch sehr wichtig und auch im Kuratorium werde ich Sichtweisen der Studierendenschaft mitnehmen können, die an anderer Stelle weiterhelfen können.

Sie haben Ihr Studium als Diplom-Wirtschaftsjurist abgeschlossen. Hätten Sie sich auch ein berufsbegleitendes Studium für sich vorstellen können?

Was das Zeitmanagement und die Herausforderungen anbelangt, war mein Studium eigentlich wie ein berufsbegleitendes Studium. Ich war schon während des Studiums früh in der Organisationsentwicklung einer Marketing-Agentur tätig – zusätzlich war ich Basketball-Trainer. Von daher weiß ich in etwa, wie sich diese Herausforderung anfühlt und welche Disziplin und Ehrgeiz sie verlangen. Umso größer ist meine Anerkennung für alle Menschen, die ein duales oder berufsbegleitendes Studium neben privaten Verpflichtungen und sogar Familie und Kindern meistern.

Ist zukünftig eine engere Zusammenarbeit zwischen der FOM und dem Kreis Wesel geplant – beispielsweise in Form von Mitarbeitenden, die an der FOM studieren?

Ja, wir müssen uns breit aufstellen. Wir sind eine sehr aufgeschlossene Kreisverwaltung, daher sollten wir eine Zusammenarbeit zukünftig auch für unsere Mitarbeitenden möglich machen. Lebenslanges Lernen, Changemanagement, Veränderung – all das beschäftigt auch uns. Wir müssen nah am Puls der Zeit bleiben und da kann die FOM Hochschule uns als Arbeitgeber mit Sicherheit unterstützen.

Freuen sich auf konstruktive Zusammenarbeit: Wesels Landrat Ingo Brohl, FOM Geschäftsleiterin Birgit Lippmann und Prof. Dr. Gottfried Richenhagen, wissenschaftlicher Gesamtstudienleiter der FOM in Wesel (v.l.n.r.). Foto: FOM

Welchen beruflichen Weg würden Sie Abiturientinnen und Abiturienten empfehlen?

Den einen beruflichen Weg gibt es nicht. Wir haben nicht umsonst Akteure wie die FOM Hochschule in der Region, die beispielsweise auch ein Studium für Quereinsteiger oder für Menschen ohne Abitur, aber dafür mit viel Berufserfahrung, ermöglichen. Es gibt eben auch Personen, für die ein Studium gleich nach der Schule nicht die optimale Lösung ist – womöglich an einer großen staatlichen Universität – ohne Vorstellungen vom späteren Beruf zu haben. Für manche Menschen ist es vielleicht der bessere Weg, erst eine Berufsausbildung zu absolvieren und dann ein Studium oder beides zu kombinieren, eigenes Geld zu verdienen etc. Ein vielfältiges Angebot ist hier sehr wichtig.

Eine letzte Frage hätte ich noch: Was erwarten Sie sich von der Zusammenarbeit in diesem Kuratorim?

Ich möchte neue Menschen kennenlernen, bin gerne und viel in Netzwerken unterwegs und erwarte, dass wir im Kuratorium uns gegenseitig bereichern, austauschen sowie Sichtweisen mitnehmen und an passender Stelle vorteilhaft einbringen. Es ist wichtig, offen miteinander umzugehen und im Austausch zu bleiben.

Herr Brohl, haben Sie vielen Dank! Viel Erfolg bei Ihrem Vorhaben und viel Freude bei Ihrer Mitarbeit im Kuratorium!