„Ohne den Master-Abschluss hätte ich diese Chance nie erhalten“

In zehn Jahren vom Azubi zum Manager

Nach dem Abi erst einmal etwas Handfestes machen, um eine Grundlage für den weiteren Berufsweg zu schaffen – mit dieser Motivation begann der Nürnberger Marcel Dulgeridis 2010 eine Ausbildung zum Bankkaufmann. „Ich hatte immer schon eine Affinität zu Zahlen und wollte gern in meiner Heimat bleiben“, sagt er rückblickend. Dass er es mit dieser „Grundlage“ innerhalb von nur zehn Jahren vom Azubi zum Manager bringen würde, hätte er damals jedoch nicht gedacht.

29.09.2020 | München

Nach seiner Lehre bei der Raiffeisenbank Altdorf-Feucht, die er auf zwei Jahre verkürzen konnte, entschied sich Marcel Dulgeridis fürs Weiterlernen. „Ich wollte mein Wissen vergrößern, um mehr Verantwortung übernehmen und damit auch mehr verdienen zu können.“ 2012 schrieb er sich für einen Bachelor-Studiengang im Bereich Bankmanagement ein, den er berufsbegleitend mit wenig Präsenztagen und viel Selbststudium absolvierte. Doch auch nach dem Bachelor-Abschluss fühlte sich seine Bildungslaufbahn für ihn nicht vollständig an: „Ich hatte den Wunsch, weiter zu studieren. Der Bachelor-Abschluss reichte mir nicht“, erinnert er sich, „also schaute ich mich um und dehnte meinen persönlichen Radius etwas aus.“

Wechsel nach München

Da ein Weiterkommen in der Finanzbranche für den heute 29-Jährigen nur in München oder Frankfurt möglich zu sein schien, orientierte er sich in Richtung Landeshauptstadt. „Ich wechselte zu Deloitte, übernahm mehr Verantwortung und begann ein Master-Studium im Bereich Taxation. Nach einem Semester musste ich jedoch feststellen, dass ich dieses Studium nicht zu Ende bringen konnte und wollte. Steuern waren einfach nicht mein Ding.“ 

Stattdessen schrieb sich der Wahl-Münchner 2017 für den Master-Studiengang „Management“ (heute Wirtschaft & Management) an der FOM Hochschule in der Arnulfstraße ein. „Eine Entscheidung, die ich nicht einen Tag bereut habe! Zwar kannte ich damals niemanden, der an der FOM studiert hatte, aber der Service dort war von Anfang an extrem gut – auch im Vergleich zu anderen Hochschulen, an denen ich mich ebenfalls erkundigt hatte. Zudem wurden mir an der FOM bereits erbrachte Studienleistungen angerechnet, so dass ich die Studienzeit etwas verkürzen konnte, und die Vielzahl an FOM Hochschulzentren in ganz Deutschland war ein weiterer Pluspunkt für mich. Ich wusste ja nicht, ob ich mich beruflich doch nochmal verändern oder sogar zurück nach Nürnberg gehen würde – dann hätte ich dort das Studium abschließen können.“

Von der Banken- in die Versicherungsbranche

Beruflich verändert hat er sich tatsächlich – jedoch innerhalb Münchens. Seit November vergangenen Jahres arbeitet er als Manager bei PricewaterhouseCoopers. „Mit jedem Wechsel übernahm ich höhere Positionen mit mehr Verantwortung. Seit meiner Master-Thesis, in der ich über die Einführung neuer Accounting-Standards bei Versicherungen sowie deren Korrelationen miteinander geschrieben hatte, entwickelte ich mich dann auch fachlich von der Banken- in Richtung Versicherungsbranche weiter“, so der Münchner FOM Absolvent.

Der Münchner FOM Absolvent Marcel Dulgeridis hat früh Verantwortung im Job übernommen und mit 29 Jahren bereits eine Manager-Position (Foto: privat)

„Master-Studium hat mich fachlich und persönlich weitergebracht“

Zu seiner heutigen Tätigkeit zähle u.a. das Anlernen jüngerer Kolleginnen und Kollegen. „Diese Chance, mit 29 Jahren eine Manager-Position innezuhaben und mein spezialisiertes Versicherungswissen inhouse weiterzugeben, hätte ich ohne den Master-Abschluss nie erhalten“, zeigt sich Marcel Dulgeridis überzeugt. Dabei sei ihm das berufsbegleitende Studium nie zu zeitaufwändig vorgekommen oder zu anstrengend. „Das Gefühl von Belastung ist sehr individuell, ähnlich wie das Empfinden von scharfem Essen.“ Parallel zum Studium habe er immer in Vollzeit gearbeitet, das habe gut funktioniert. Ob es etwas gab, das ihm das Studium an der FOM erleichtert hat? „Ganz klar die gute Studienorganisation mit der App und dem Online-Campus. Und der Praxisbezug im Hörsaal! Die verschiedenen Denkweisen und Erfahrungen meiner Professoren und Kommilitonen kennenzulernen, mit ihnen zu diskutieren und gegenseitig voneinander zu lernen, hat mich nicht nur fachlich, sondern vor allem persönlich weitergebracht.“