• FOM
  • 2020
  • November
  • FOM Studierende befragten über 500 Menschen in Augsburg: Gesundheit und gemeinsame Zeit wichtiger als Geschenke

FOM Studierende befragten über 500 Menschen in Augsburg

Weihnachten im Corona-Jahr: Gesundheit und gemeinsame Zeit wichtiger als Geschenke

Auf den ersten Blick klingt es widersprüchlich, es beschreibt aber die besondere Gefühlslage im Corona-Jahr 2020: Einerseits stehen an Weihnachten die Gesundheit und gemeinsame Zeit für die Menschen in Augsburg an erster Stelle. Andererseits sind sie zum diesjährigen Fest aber auch ganz besonders spendabel: Im Mittel geben sie rund 521 Euro für Geschenke aus und liegen damit sogar über dem Bundesdurchschnitt (500 Euro). Wirklich sicher fühlt sich die Mehrheit (rund 69 %) beim Weihnachtseinkauf trotz Hygiene-Auflagen allerdings nicht – dennoch befinden viele das Einkaufszentrum für wichtiger als das Internet als Kaufmöglichkeit für Weihnachtsgeschenke. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Umfrage der FOM Hochschule für Oekonomie & Management, bei der Studierende 504 Augsburgerinnen und Augsburger zwischen 12 und 99 Jahren interviewt hatten.

17.11.2020 | Augsburg

Insgesamt 91 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen die Gesundheit der Familie wichtiger sei als teure Geschenke. Auch auf gemeinsame Zeit mit Freunden und Familie legt die große Mehrheit der Menschen in der Fuggerstadt (89 %) in diesem Jahr mehr Wert als auf großzügige Weihnachtspräsente. Nur 22 Prozent der Befragten wollen zum Schutze der Gesundheit auf Familienbesuche an den Feiertagen verzichten.

Zeit verschenken

Auch das Schenkverhalten ist 2020 ein besonderes: Drei von vier Befragten (78 %) planen, Zeit miteinander zu verschenken, allen voran die Generation der 75- bis 99-Jährigen (85 %). Gleichwohl wollen die Augsburgerinnen und Augsburger zum Fest mit über 500 Euro mehr Geld für Geschenke ausgeben als der Bundesdurchschnitt. „Eine Erklärung für die diesjährige Schenkfreude ist sicher, dass die Menschen mit teureren Geschenken ihre Wertschätzung gegenüber den Beschenkten zeigen möchten, weil persönliche Kontakte in den Wochen und Monaten zuvor reduziert werden mussten“, so der wissenschaftliche Studienleiter Prof. Dr. Oliver Gansser.

Weniger Gutscheine für Reisen

Bei den materiellen Geschenken stehen Gutscheine für jeden Zweiten (56 %) zwar weiterhin hoch im Kurs, gleichzeitig gaben mehr als die Hälfte der Augsburger Befragten (56 %) an, aufgrund der ungewissen Aussichten weniger Gutscheine für Reisen als gewöhnlich zu verschenken. Grundsätzlich ist die Geschenke-Hitliste im Vergleich zu den Vorjahren relativ konstant: Besonders beliebt sind nach wie vor Kosmetik und Körperpflegeprodukte (45 %), Spielwaren (44 %), Uhren und Schmuck (41 %) sowie Bargeld (38 %). Weit abgeschlagen hingegen finden sich eher traditionelle Konsumgüter wie Heimtextilien (14 %) und Lederwaren (11 %). 

Einkaufszentrum wichtiger als Internet

In diesem Jahr gaben die Bürgerinnen und Bürger das Einkaufszentrum in der Stadt (62 %) als wichtigste Einkaufsmöglichkeit für Weihnachtsgeschenke an – noch vor dem Internet (56 %). Dennoch: 24 Prozent bestellen in diesem Jahr ihre Geschenke häufiger als sonst im Internet, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Gründe für vermehrtes Online-Shopping im Vergleich zur Vorkrisenzeit sind die größere Auswahl (30 %), die einfache Handhabung (23 %) und die schnelle Lieferung (21 %). Die Unterstützung des stationären Einzelhandels ist den Augsburgerinnen und Augsburgern jedoch auch wichtig: Jeder Dritte, 33 Prozent der Befragten, hat vor, Geschenke in der Umgebung zu kaufen - bei den 56- bis 74-Jährigen sind es 41 Prozent.

Gemeinsame Zeit mit Freunden und Familie – darauf legen die Menschen in Augsburg zum diesjährigen Weihnachtsfest ganz besonders viel Wert (Foto: Konstantin Yuganov / stock.adobe.com)

Zur Studie

Unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser vom ifes Institut für Empirie & Statistik der FOM Hochschule befragten im Herbst 2020 rund 4.200 Studierende bundesweit mehr als 46.000 Menschen in persönlichen Interviews (telefonisch und Face-to-Face), quotiert nach Geschlecht und Alter.

Die komplette Umfrage zum Download finden Sie unter fom.de/weihnachtsbefragung2020.