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FOM Studierende befragten über 1500 Menschen in Köln

Weihnachten im Corona-Jahr: Gesundheit und gemeinsame Zeit wichtiger als Geschenke

Für die Kölner Bürgerinnen und Bürger sind teure Weihnachtsgeschenke in diesem Jahr zweitrangig – in Zeiten von Corona stehen Gesundheit und gemeinsame Zeit bei ihnen an erster Stelle. So geben sie im Mittel 478 Euro für Geschenke aus, das sind 22 Euro weniger als der Bundesdurchschnitt. Zudem fühlt sich die Mehrheit (rund 69 %) beim Weihnachtseinkauf trotz Hygiene-Auflagen nicht unbedingt sicher – für viele sind Menschenansammlungen sogar ein Grund, jetzt häufiger als vor der Krise im Internet zu bestellen. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Umfrage der FOM Hochschule für Oekonomie & Management, bei der Studierende 1560 Kölnerinnen und Kölner zwischen 12 und 99 Jahren interviewt hatten.

13.11.2020 | Köln

Insgesamt 94 Prozent der Befragten in Köln gaben an, dass ihnen die Gesundheit der Familie wichtiger sei als teure Geschenke. Auch auf gemeinsame Zeit mit Freunden und Familie legen die meisten Menschen in der Domstadt (90 %) dieses Jahr mehr Wert als darauf, ihnen großzügige Weihnachtspräsente zu machen. Nur 30 Prozent der Befragten wollen zum Schutze der Gesundheit auf Familienbesuche an den Feiertagen verzichten.

Zeit verschenken – weniger Gutscheine für Reisen

Auch das Schenkverhalten ist 2020 ein besonderes: Drei von vier Kölner Befragten (78 %) planen, Zeit miteinander zu verschenken, allen voran die junge Generation der 12- bis 23-Jährigen (86 %). Bei den materiellen Geschenken stehen Gutscheine für gut jeden Zweiten (55 %) zwar weiterhin hoch im Kurs, gleichzeitig gaben aber deutlich mehr als die Hälfte der Befragten (66 %) an, aufgrund der ungewissen Aussichten weniger Gutscheine für Reisen als gewöhnlich zu verschenken. Grundsätzlich ist die Geschenke-Hitliste im Vergleich zu den Vorjahren relativ konstant: Besonders beliebt in Köln sind nach wie vor Kosmetik und Körperpflegeprodukte (50 %), Spielwaren (49 %), Uhren und Schmuck sowie Bücher bzw. Schreibwaren (je 46 %). Weit abgeschlagen hingegen finden sich eher traditionelle Konsumgüter wie Heimtextilien (15 %) und Lederwaren (14 %).

Internet beliebter als Einkaufszentrum

Die Corona-Pandemie zeigt auch Auswirkungen auf das Kaufverhalten in Köln: In diesem Jahr gaben die Befragten das Internet als wichtigste Einkaufsmöglichkeit (66 %) an – noch vor dem Einkaufszentrum in der Stadt (63 %). Mögliche Erklärung: Nur knapp jeder Dritte (31 %) fühlt sich beim Geschenke-Kauf in den Geschäften sicher. 38 Prozent der Kölner Bürgerinnen und Bürger bestellen in diesem Jahr ihre Geschenke häufiger als sonst im Internet, um Menschenansammlungen zu vermeiden.

Gemeinsame Zeit mit Freunden und Familie – darauf legen die Menschen in Köln zum diesjährigen Weihnachtsfest ganz besonders viel Wert (Foto: Konstantin Yuganov / stock.adobe.com)

Weitere Gründe für vermehrtes Online-Shopping im Vergleich zur Vorkrisenzeit sind die größere Auswahl (40 %), die einfache Handhabung (33 %) und die schnelle Lieferung (32 %). Die Unterstützung des stationären Einzelhandels ist den Menschen in Köln nur bedingt wichtig: Lediglich 33 Prozent der Befragten haben vor, deshalb Geschenke in der Umgebung zu kaufen, bei den 12- bis 23-Jährigen sind es sogar nur 23 Prozent.

Zur Studie

Unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser vom ifes Institut für Empirie & Statistik der FOM Hochschule befragten im Herbst 2020 rund 4.200 Studierende bundesweit mehr als 46.000 Menschen in persönlichen Interviews (telefonisch und Face-to-Face), quotiert nach Geschlecht und Alter.

Die komplette Umfrage zum Download finden Sie unter fom.de/weihnachtsbefragung2020.