• FOM
  • 2020
  • November
  • Beamtenlaufbahn mal anders - FOM Master-Abschluss als Karriere-Sprungbrett

Beamtenlaufbahn mal anders

Andy nutzt seinen Master-Abschluss als Karriere-Sprungbrett

Eingefahren, mit krisensicherem Einkommen und wenig Lust auf Arbeit – so oder so ähnlich stellt man sich einen „Beamten in der Kreisverwaltung“ vor. Der 31-jährige Andy Berg aus Darmstadt räumt mit diesen Vorurteilen auf: Seit nun mehr knapp neun Jahren ist er im öffentlichen Dienst tätig, zuständig für Ausbildungsleitung, Personalentwicklung und Recruiting. Seinen letzten Job- und Positionswechsel hat er seinem Master-Studium an der FOM Hochschule zu verdanken, sagt er.

03.11.2020 | Frankfurt a. M.

Wer eine Beamtenlaufbahn anstrebt, dem ist die Ausbildung standardmäßig schon vorgegeben. Perspektiven, Weiterbildung, Karriereschritte vom einfachen bis zum höheren Dienst erfolgen meist über das Absolvieren von Abschlüssen an der Fachhochschule für Verwaltung. Andy hatte sich jedoch für einen unüblicheren Weg entschieden: Ein berufsbegleitendes Master-Studium in Human Resource Management (M.Sc.) an der FOM in Frankfurt. Aber wieso ein Studium, das auf die freie Wirtschaft ausgerichtet ist? „Ich habe gemerkt, dass bestimmte betriebswirtschaftliche Ansätze dem öffentlichen Dienst ganz guttun würden. Das Verwaltungsdenken ist stark geprägt von Recht und Gesetzen – gerade im Personalbereich gibt es aber noch so viel mehr als das“, ist sich Andy Berg sicher.

Ihm fehlten noch ein paar Credits und er musste eine Aufnahmeprüfung bestehen, ehe er mit dem Master loslegen konnte - seine Begeisterung konnte das aber nicht schmälern: „Jeder einzelne Tag in diesen zwei Jahren war besonders für mich, denn ich hatte nicht nur den Input der Dozierenden aus der Privatwirtschaft, sondern auch den Austausch mit meinen Mitstudierenden, die teilweise bei namenhaften Unternehmen beschäftigt waren. Die Kombination aus beidem hat mir so viele interessante Einblicke gewährt, die ich sonst wohl nie erhalten hätte“.

Andy nutzte die Möglichkeit, über den Tellerrand zu schauen, entdeckte Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten zwischen öffentlichem Dienst und Privatwirtschaft. „Mit dem neuen Hintergrundwissen konnte ich Personalprojekte natürlich ganz anders angehen. Ich habe daraufhin viel positives Feedback erhalten – dass es gut ist, dass hier mal anders gedacht wurde oder, dass andere Verfahren zum Einsatz gekommen sind.“ Und so legte sich auch die anfängliche Skepsis mancher Kollegen in der Kreisverwaltung.

Andy Berg studierte den Master „Human Resource Management“ an der FOM in Frankfurt. (Foto: zfm)

Nach erfolgreichem Abschluss seines Master-Studiums wechselte der Darmstädter den Arbeitgeber und seine Position auf eine verantwortungsvollere Stelle. Durch sein Studium habe er neben fachlichen Kompetenzen auch Durchhaltevermögen und Zeitmanagement gelernt, manches hätte er sich vor seinem Studium an der FOM weder persönlich noch fachlich zugetraut.

„Gerade nach meinem Studium habe ich gemerkt, wie sich mein Denken in bestimmten Punkten verändert hat. Ich ziehe hier gerne folgenden Vergleich: Juristen und Pädagogen haben beide auf ihre Art ihre Daseins-Berechtigung - beide haben aber auch eine komplett andere Sichtweise auf den gleichen Sachverhalt. Meine ‚Juristen-Brille‘ wurde sozusagen um den pädagogischen Aspekt ergänzt – das hat mir ganz neue Perspektiven eröffnet.“ Und seine Zukunftspläne? „Seit einiger Zeit überlege ich, eventuell noch zu promovieren. Für den Moment kann ich aber sagen, dass ich rundum zufrieden bin.“