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Herrn Hubers Gespür für BMW-Fahrer

Was das berufsbegleitende Studium ihm schon vor dem Abschluss bringt

Seine Augen: neugierig. Seine Ohren: gespitzt. Seine Laune: gut und ansteckend. Nach wenigen Minuten meldet seine Intuition, ob der Kunde das Auto kauft oder nicht. Die Trefferwahrscheinlichkeit liegt bei 95 Prozent. Doch Michael Huber hat noch mehr vor. Der 25-Jährige ist Verkaufsberater bei der BMW Niederlassung am Frankfurter Ring und studiert berufsbegleitend an der FOM Hochschule in München „Business Administration“. Was er im Hörsaal bzw. aktuell in virtuellen Vorlesungen lernt, kommt ihm schon jetzt zugute.

08.05.2020 | München

Es dauerte ein Weilchen nach dem Abitur, bis Michael Hubers Kindheitstraum in Erfüllung ging: Er begann eine Ausbildung zum Automobilkaufmann bei BMW in München. Die drei Buchstaben übten auf den jungen Mann aus Grafendorf im nördlichen Landkreis Freising schon immer eine Faszination aus. „Diese Autos sind meine Passion“ sagt Michael Huber. Und schiebt mit einem Augenzwinkern hinterher: „Ein BMW ist wie ich - sportlich und innovativ.“ 

Traumberuf mit hohen Anforderungen

Doch so locker-leicht wie der 25-Jährige klingt, fühlte sich sein erster Job als Juniorverkäufer doch nicht an, als er merkte, dass ihm etwas Wichtiges fehlte: Hintergrundwissen. Ein Studium: Betriebswirtschaft, Steuern, Wirtschaftsrecht. Verkaufen hat viel mit Psychologie zu tun, was er als Menschenfreund und aufmerksamer Beobachter von Natur aus zu beherrschen scheint, doch eben auch mit BWL. „Ich war schon immer sehr fleißig, zuhause habe ich viel im landwirtschaftlichen Betrieb meiner Eltern mitgearbeitet und dachte mir, dann schaffst du ein Studium neben dem Beruf auch“, sagt Michael Huber.

Kampf gegen Autoverkäufer-Vorurteil

Gleich in der ersten Vorlesung an der Münchner FOM entdeckte er einen alten Freund aus der Grundschule, den er jahrelang nicht mehr gesehen hatte. „Ein Glück, denn wir lernen viel zusammen, motivieren uns gegenseitig und setzen uns jeden Sonntagabend ein Ziel, das wir im Wechsel abfragen“, erklärt der junge Mann. Die Lernerfolge erlebt er tagsüber im Job, obwohl er erst im vierten Semester ist. „Meine Argumentation beim Kunden ist heute ganz anders und basiert auf fundiertem Wissen, was sofort bemerkt wird“, freut er sich. Sein Ansehen sei enorm gestiegen. „Es macht viel aus, dass ich berufsbegleitender Student bin, denn in vielen Köpfen herrscht leider das Vorurteil, dass Autoverkäufer nicht sonderlich gebildet sind.“ 

FOM Student Michael Huber profitiert schon jetzt von dem, was er an der Hochschule lernt. (Foto: privat)
Michael Huber, verkauft leidenschaftlich gern BMW und studiert berufsbegleitend an der FOM Hochschule in München. (Foto: privat)

Belastbarkeit und Selbstbewusstsein

Noch eine positive Veränderung stellt der FOM Student an sich fest: „Die doppelte Herausforderung von Fulltime-Job und Studium hat meine Belastungsgrenze in unfassbare Höhen geschraubt – das erstaunt mich oft selbst. Was mich früher ermüdete, macht mir heute überhaupt nichts mehr aus. Stress gibt es bei mir nicht mehr.“ Ein besseres Zeitmanagement, Selbstorganisation, Selbstdisziplin und auch gewachsenes Selbstbewusstsein spielen eine große Rolle. Auf letzterem beruht auch seine hohe Trefferquote in puncto Einschätzung seiner Kunden. „Ich bin ein Menschenfreund, begegne jedem offen und achte auf Kleinigkeiten bei Händen, Blick und Körperhaltung. Dadurch kann ich zu 95 Prozent richtig einschätzen, ob der Kunde das Auto kauft oder nicht“, erläutert der Verkaufsberater für neue Mobile. Im Mai hat Michael Huber sogar noch eine neue Kompetenz hinzubekommen: Er darf seine erste Juniorverkäuferin ausbilden.

Nächstes Ziel nach dem Bachelor-Abschluss ist die Position des Verkaufsleiters. Danach käme der Niederlassungsleiter. Huber, der bald von Freising nach München ziehen will, lacht und seine Augen blitzen als er sagt: „Am liebsten will ich für immer bei BMW bleiben.“