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„Doppelbelastung“ mal anders

Berufsbegleitendes Studium bringt Zwillinge mit sich

Laura Inga Gaida erzählt von ihrer täglichen spannenden Challenge "Familie, Studium, Karriere" mit ihren verschiedenen Rollen als Senior Projektmanagerin für Betriebliches Gesundheitsmanagement, Master-Studentin in Elternzeit, Dozentin und Mutter von Zwillingen, die während des FOM Studiums zur Welt kamen.

14.07.2020 | Düsseldorf

Karrierefrau und Mutter

2016 startete die damals 30-Jährige ein berufsbegleitendes Master-Studium in „Wirtschaftspsychologie“. Und dann mitten im Studium die freudige Nachricht: Schwanger. Kurz danach war klar: Es werden Zwillinge! „Eins gewünscht - zwei geliefert. Bei Online-Bestellungen passiert einem sowas nicht“, lacht die heute 34-Jährige. Denn nur wenige Monate zuvor hatten sie und ihr Mann sich entschieden, aus ihrer Heimat Ulm ins 500 Kilometer entfernte Düsseldorf zu ziehen. „Wir wollten dort eine neue berufliche Herausforderung annehmen. So zogen wir (noch zu zweit) in die Landeshauptstadt von NRW.“ Bei ihrem Arbeitgeber konnte sie die Niederlassung wechseln und auch den Studienort von Stuttgart nach Düsseldorf zu wechseln, war mit einer Mail getan. „Mit der FOM hab ich einen Partner gefunden, bei dem genau das gewährleistet war. Ich konnte ein Urlaubssemester einlegen, Prüfungen verschieben, hatte immer einen Ansprechpartner und war einfach rundum flexibel – auch was den Studienort anbelangte. Das war mir das Wichtigste, als ich mich entschied, nochmal zu studieren.“ Denn sie stellte sich irgendwann immer häufiger die Frage: Wie sieht´s mit der Familiengründung aus? Wann steig ich hinterher wieder ein? Und lassen sich Karriere und Kind für mich und uns kombinieren? Die Antwort lautete: JA!

Laura Gaida mit ihrem beiden Jungs auf dem Weg zum Düsseldorfer Hochschulzentrum (Foto: Privat)

Eigenmotivation, Disziplin und Organisation

Seit 2014 ist Laura Gaida Projektmanagerin für Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der TÜV Rheinland Group. Sie übernahm nach ihrem Einstieg schnell die fachliche Koordination überregionaler Kunden, war im Onboarding-Prozess als Patin für die Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen verantwortlich und wurde einige Zeit später zur Senior Projektmanagerin ernannt. In der Elternzeit und im doppelten Babyglück angekommen, stellte sie sich zwischenzeitlich allerdings die Frage, ob sie mit dem Studium aufhören, später nochmal beginnen oder einfach weitermachen solle. Schnell war klar: „Aufgeben ist keine Option!“. Kinder sollten für sie eine Bereicherung sein und kein Hindernis darstellen. Gegen Mitte des ersten Lebensjahres ihrer zwei Jungs und nach wie vor in Elternzeit, nahm sie das Master-Studium wieder auf: „Eine gesunde Portion Eigenmotivation, Disziplin und Organisation sind das eine, aber der Schlüssel zu meinem späteren Erfolg war mein sicheres Netzwerk“, weiß die FOM-Absolventin heute. „Ich konnte darauf vertrauen, dass mein Mann und meine Mutter mich ermutigen und unterstützen um erfolgreich ans Ziel zu kommen und meinen Abschluss zu schaffen.“

Die FOM Absolventin wurde während ihres Studiums mit Zwillingen schwanger (Foto: Privat)

Umso stolzer auf den Abschluss

Ohne Kinder sei es zwar vielleicht einfacher, einen Studienabschluss zu machen, aber mit Kindern sei der Stolz am Ende umso größer. „Nicht nur, dass ich es erreicht habe, sondern auch wie ich es erreicht habe. Es ist ein wirklich gutes Gefühl, die Bedürfnisse der Kinder, die eigenen Bedürfnisse und die vielen unterschiedlichen Aufgaben und Anforderungen unter einen Hut gebracht zu haben“, so die zweifach-Mutter.

Heute ist Laura Gaida in ihrer Funktion als Senior Projektmanagerin zurück im Arbeitsleben bei TÜV Rheinland und berät verschiedenste Unternehmen unterschiedlicher Branchen. Für das Studium in Wirtschaftspsychologie entschied sie sich damals, um zu verstehen, wie die mentale Gesundheit von Menschen gestärkt werden kann. Was macht gesunde und erfolgreiche Kommunikation in der digitalen Arbeitswelt aus? Welche Bedeutung haben unsere psychologischen Grundbedürfnisse auf unser Wohlbefinden und die Zufriedenheit im WorkLife? „Ich wollte mich mehr den Themen der Arbeits- und Organisationspsychologie und damit der ganzheitlichen, gesunden Personal- und Unternehmensführung widmen.“

Dieses Wissen gibt sie heute auch als FOM Dozentin an Studierende in Düsseldorf weiter: „Einmal die Woche doziere ich im Studiengang „Gesundheitspsychologie & Medizinpädagogik“ – und es macht großen Spaß.“ Darüber hinaus möchte sie andere Frauen mit und ohne Nachwuchs inspirieren und motivieren. Sie möchte dazu ermutigen, das Gefühl, sich zwischen Kind und Karriere entscheiden zu müssen, abzulegen. „Es ist wichtig, egal in welcher Lebenslage man gerade steckt, die eigenen Ziele im Blick zu behalten. Das kann bedeuten, die Ziele aktiv zu verfolgen, zu verändern oder aber auch einfach mal zu pausieren und „durchzuschnaufen“. Das bedeutet auch um Hilfe zu bitten und sich Unterstützung zu holen. Das sind Tipps, die ich jeder Frau und jedem Mann nur ans Herz legen kann.“