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Berliner FOM Absolventin erhält Wissenschaftspreis für Gesellschaftsrecht

„Arbeit zeichnet sich durch hohe Praxisrelevanz aus“

In ihrer Master-Thesis setzte sich die Berliner FOM Absolventin Maren Kroll mit der Frage auseinander, welche vorvertraglichen Aufklärungspflichten bei Unternehmenskäufen vorliegen. Soll heißen: Wie viel muss der Verkäufer eines Unternehmens im Vorfeld über eben dieses Unternehmen preisgeben und welche Verpflichtung hat der Käufer seinerseits bei der Prüfung des zu erwerbenden Unternehmens? Ein Thema, das in dieser Breite nicht einfach zu erfassen und bislang kaum wissenschaftlich erforscht ist. Für ihr Ergebnis erhielt Maren Kroll jetzt den mit 1.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis für Gesellschaftsrecht der Nürnberger THORWART-JESKA-STIFTUNG.

12.11.2019 | Berlin und Nürnberg

„Ich freue mich sehr über den Preis und fühle mich geehrt“, sagte Maren Kroll nach der Verleihung an der FOM Hochschule in Nürnberg. Bei der Bearbeitung des Themas habe sie schnell festgestellt, dass es kaum Urteile zu Unternehmenskäufen gebe. „Vor dem Hintergrund früherer Erfahrungen als Immobilienkauffrau habe ich daraufhin für meine Untersuchung Urteile zu Immobilientransaktionen herangezogen, um die Ergebnisse auf Unternehmenskäufe zu übertragen“, so die Absolventin des Studiengangs Unternehmensrecht, Mergers & Acquisitions.

„Die Arbeit zeichnet sich durch eine hohe Praxisrelevanz aus“, so der betreuende Erstgutachter Dr. Sebastian Geiseler-Bonse von der FOM in Berlin. „In der Praxis ist es üblich, dass der Unternehmensverkäufer einem potenziellen Käufer mit entsprechender Verschwiegenheitspflicht Zugang zu Unterlagen gewährt, damit dieser eine Prüfung vornehmen kann. Übersieht er etwas, ohne vor Vertragsabschluss entsprechende Garantien vereinbart zu haben, hat er als Käufer das Nachsehen, was selbst bei sorgfältiger Prüfung passieren kann“, so der Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht.

FOM Absolventin Maren Kroll untersuchte die Verpflichtungen von Unternehmensverkäufern und -käufern und erhielt für ihre Leistung den Wissenschaftspreis Gesellschaftsrecht (Foto: Ianicelli/FOM)
Preisverleihung in Nürnberg: (v.l.n.r.) Prof. Dr. Rolf Otto Seeling, Kerstin Thorwart, Maren Kroll, Prof. Dr. Harald Kupfer und Rainer Schröder (Foto: Ianicelli/FOM)

Laudator Prof. Dr. Rolf Otto Seeling, Partner der Kanzlei THORWART und Dozent an der FOM in Nürnberg, würdigte die Master-Arbeit bei der Verleihung des Preises: „Den hohen Praxisanteil der Arbeit habe ich mit Genuss und Gewinn gelesen.“ Auch Nürnbergs FOM Geschäftsleiter Rainer Schröder und Kerstin Thorwart, Vorstand der THORTWART-JESKA-STIFTUNG, gratulierten der Preisträgerin zu ihrer Leistung.

Wissenschaftspreis Gesellschaftsrecht

Der Wissenschaftspreis für Gesellschaftsrecht wird einmal jährlich an eine/n FOM Absolventin/en vergeben, deren/dessen Abschlussarbeit einen gesellschaftsrechtlichen Bezug hat und mit der Note „sehr gut“ bewertet worden ist. Eine Jury entscheidet anhand bestimmter Kriterien wie „kritische Reflexion“, „Aufgreifen aktueller Rechtsprechung“ und „Aufzeigen praxisorientierter Lösungen“.