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Ein Verständnis von Künstlicher Intelligenz setzt ein Verständnis der mathematischen Grundlagen voraus

„Don’t talk about robots if you want to explain AI”

„Ein Verständnis von Künstlicher Intelligenz setzt ein Verständnis der mathematischen Grundlagen voraus – es gehört also mit zum Job von KI-Expertinnen und -Experten in Unternehmen, diese Grundlagen auch anschaulich und korrekt zu vermitteln“, betont Prof. Dr. Dennis Klinkhammer.

31.07.2019

Der am ifes Institut für Empirie & Statistik der FOM Hochschule kooptierte Wissenschaftler, der am FOM Hochschulzentrum Köln forscht und lehrt, war Mitte Juni zum „2nd Annual Meeting of German-Chinese Association of Artificial Intelligence (GCAAI)“ mit dem Fokus „Building borderless Artificial Intelligence“ eingeladen worden, einen Vortrag zu halten.Wir berichteten im Vorfeld darüber.

Reaktion von Steven McAuley auf den Vortrag von Prof. Klinkhammer – verbreitet über das Business-Netzwerk LinkedIn

Der Titel seines 30-minütigen Vortrags war „Beyond Alghorithms“. Dabei stellte er heraus, dass ein Einblick in die statistischen Grundlagen der Algorithmen für Machine Learning und Deep Learning wichtig ist, um ein mathematisch korrektes Verständnis von Künstlicher Intelligenz wiederzugeben und die Attraktivität entsprechender Lösungen für Unternehmen zu erhöhen. „Um die Möglichkeiten und Grenzen der Künstlichen Intelligenz korrekt darzustellen, sollte man weniger auf Roboter-Bildchen und verstärkt auf ein Verständnis für die zugrundeliegende Mathematik setzen“, verdeutlichte Professor Klinkhammer seinen Standpunkt im Rahmens des Vortrags. Oder wie Steven Mc Auley, AI & China Strategy Lead des globalen Innovation Think Tanks Tinybox, Klinkhammers Vortrag bestätigte: „Don’t talk about robots if you want to explain AI.”

Mit Kevin Wong, Senior Product Manager bei Home2Go, war sich der FOM Wissenschaftler einig, dass „85% der Machine Learning Projekte scheitern, weil ein Missverständnis auf Unternehmensseite vorgelegen hat oder weil die Grundlagen der Statistik in den verantwortlichen Teams nicht richtig angewendet werden.“

Die Tagung galt dem internationalen Austausch zum aktuellen Stand der Künstlichen Intelligenz in Unternehmen, Forschung und Lehre. Die GCAAI ist eine der wenigen Organisationen weltweit, die Expertinnen und Experten aus dem Bereich Künstliche Intelligenz auf internationalem Level zusammenführt. Dabei wird mittels konkreter Praxiseinblicke an der Weiterentwicklung der zugrundeliegenden Algorithmen gearbeitet, aber auch über deren Anwendung sowie die Möglichkeiten und Grenzen der Künstlichen Intelligenz informiert.

Prof. Klinkhammer diskutierte unter anderem mit Kevin Wong (Mitte; Foto: GCAAI)

Seit dem 2nd Annual Meeting ist Dennis Klinkhammer der German-Chinese Association of Artificial Intelligence beigetreten, um dort über die Rahmenbedingungen der Ausbildung von Data Scientists und Big Data-Expertinnen und Experten mitzudiskutieren.

Vertreten waren auf der Veranstaltung circa 110 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Unternehmen, Forschung und Lehre, darunter Porsche, Zalando, Axel Springer und Alibaba, aber auch von der University of Sheffield sowie der University of Cambridge. Ein besonders intensiver Austausch fand mit dem oben erwähnten Kevin Wong und Alice Chan, Data Scientist bei Porsche, statt.

Das Organisationsteam der Tagung hat sich gemeinsam mit den Speakern der Veranstaltung zu einem Foto zusammengefunden (Foto: GCAAI)