07.01.2019 | Kassel

Exkursion zum Bundessozialgericht

Den Studierenden das Urteil ausführlich begründet

Kasse muss Kosten für Bauchstraffung übernehmen, Sozialhilfe gibt es auch ohne Aufenthaltsrecht, Rollstuhlfahrer auch außerhalb der Schule unfallversichert: Alles Fälle, mit denen sich das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel beschäftigt hat. Doch wie läuft ein Verfahren vor Gericht eigentlich ab? Studierende des FOM Hochschulzentrums in Kassel nahmen Ende Dezember an einer Verhandlung des 3. Senates des Bundessozialgerichtes teil – der höchsten Sozialgerichtsbarkeit in Deutschland.

Dozent Alexander Faupel und Studierende der FOM zu Gast im Bundessozialgericht in Kassel (Foto: FOM)

Ein Mitarbeiter des Gerichts führte die Studierenden des Studienganges Gesundheits- und Sozialmanagement zunächst durch das historisch bedeutsame Gebäude am Graf-Bernadotte-Platz. Anschließend besuchten sie die größte deutsche Sozialrechtsbibliothek des BSG und konnten Originale der ersten Aufzeichnungen zur Sozialversicherung einsehen. 

In der Gerichtsverhandlung, der die Studierenden beiwohnten, ging es vor dem 3.Senat um das Thema Krankenversicherungsrecht. Im konkreten Fall klagte eine Ergotherapeutin gegen eine Krankenkasse auf Zulassung ihrer Praxis. Nach dem Urteil begründeten die Richter den Studierenden ausführlich ihre Entscheidung und machten die einzelnen Positionen der Prozessbeteiligten verständlich. FOM Dozent Alexander Faupel: „Der Besuch hat die Erfahrung der gelebten Gerichtsbarkeit noch einmal verdeutlicht. Solche Exkursionen verstärken den Lerneffekt enorm.“