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Was junge Nordhessen vom Berufsleben erwarten

Master-Arbeit zeigt: Sicherer Arbeitsplatz ist besonders wichtig

Wissenschaftliche Erkenntnisse aus Master-Abschlussarbeiten können für die Wirtschaft von großem Nutzen sein. Das zeigt auch die Master-Thesis des Frankfurter FOM Absolventen Christian Bierschenk, der mit Unterstützung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Werra-Meißner junge Menschen in Nordhessen zu ihren beruflichen Zielen und Wünschen befragt hat. Bierschenk fand heraus: Vier von fünf Teilnehmenden wünschen sich vor allem einen sicheren Arbeitsplatz. Und: Die beliebteste Branche bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist das Gesundheits- und Sozialwesen.

Unter dem Titel Nordhessens 100 untersuchte der 29-Jährige mittels einer quantitativen Erhebung, wie sich 15- bis 25-jährige Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende aus der Region ihr späteres Berufsleben vorstellen. Als Leiter eines Ausbildungszentrums arbeitet Bierschenk täglich mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen zusammen, als Student des Master-Studiengangs Human Resource Management interessierte ihn diese Frage auch aus Unternehmenssicht.

20.08.2019 | Frankfurt a. M. und Kassel

Insgesamt 459 auswertbare Fragebögen bilden die Grundlage für seine Ergebnisse. So gaben beispielsweise 60 Prozent der Abiturienten an, nach der Schulzeit ein Studium absolvieren zu wollen. Christian Bierschenk: „Das ist ein wichtiger Hinweis für Unternehmen, die um qualifizierte Auszubildende kämpfen und noch überlegen, ob sie auf das Duale Studium setzen sollen.“

Sicherheit wichtiger als Karriere
Zu den wesentlichen Ergebnissen der Befragung zählt auch, dass den jungen Nordhessen ein sicherer Arbeitsplatz am wichtigsten ist: 81,5 Prozent gaben dies an. Am zweitwichtigsten mit knapp 51 Prozent ist eine ausgewogene Work-Life-Balance, gefolgt von dem Wunsch nach einer sinnvollen Tätigkeit (37,9%). Nur 10,7 Prozent gaben an, unternehmerisch tätig sein zu wollen, 12,6 Prozent stellen sich eine internationale Laufbahn vor.

Social Media und Praktika gute Informationsquellen
Bei der Frage nach der Wunschbranche gab knapp jeder dritte Befragte an, im Gesundheits- und Sozialwesen arbeiten zu wollen. Auf den Plätzen zwei und drei folgen der Öffentliche Dienst sowie Management & Beratung. Am wenigsten beliebt bei den jungen Leuten sind die Branchen „E-Commerce“ (3,3%), Agrarwirtschaft (4,1%) und Versicherungen (5%). Relevant für regionale Unternehmen ist auch das Ergebnis zur Frage nach der „Informationssuche“: Hierbei stellte sich heraus, dass Praktika bei der Informationssuche über Arbeitgeber als ebenso wichtig angesehen werden wie die Social-Media-Kanäle der Unternehmen.

B. Braun, VW, Klinikum Kassel und Polizei Nordhessen am beliebtesten

Zu den beliebtesten Arbeitgebern bei den jungen Nordhessen zählen das Pharmaunternehmen B. Braun (29%), Volkswagen (23,1%), das Klinikum Kassel (21,1%) und die Polizei Nordhessen (18,7%). Bei dieser Frage konnten die Teilnehmenden aus 99 Unternehmen fünf auswählen. Christian Bierschenk: „In bundesweiten Rankings zur Arbeitgeberbeliebtheit haben im Grunde nur große Unternehmen eine Chance. Regionale mittelständische Unternehmen werden dort nur selten aufgeführt. Das liegt zum Teil sicher auch daran, dass sie nicht genug kommunizieren, was sie tun und worauf sie spezialisiert sind. Zur Fachkräftegewinnung müssen sie das künftig aber sehr entschieden tun.“

Zu den Ergebnissen der Studie gelangen Sie hier.

FOM Master-Absolvent Christian Bierschenk
FOM Master-Absolvent Christian Bierschenk hat die beruflichen Ziele und Wünsche junger Menschen in Nordhessen untersucht (Foto: privat)

In Kassel bietet die FOM Hochschule acht verschiedene Bachelor-Studiengänge für Berufstätige und dual Studierende aus den Hochschulbereichen Wirtschaft & Management, Wirtschaft & Psychologie, Wirtschaft & Recht, IT-Management sowie Gesundheit & Soziales an.

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