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  • 11. FOM Frauen-Forum Stuttgart: „Ich weiß was ich kann – und was ich wert bin!“

11. FOM Frauen-Forum Stuttgart

„Ich weiß was ich kann – und was ich wert bin!“

„Die Chancen für Frauen in den Unternehmen waren theoretisch noch nie so gut wie heute – aber leider sieht die Realität oft anders aus“. Elke-Maria Rosenbusch, Moderatorin des 11. Frauen-Forums der FOM Hochschule in Stuttgart, brachte das Thema der Veranstaltung auf den Punkt. Und traf dabei den Nerv der zumeist jüngeren rund 80 Teilnehmerinnen, die sich zum Thema „Selbstbewusst in die Gehaltsverhandlung“ im FOM Hochschulzentrum in Stuttgart eingefunden hatten.

Rosenbusch, Beraterin und Dozentin an der FOM, hatte aktuelle Forschungsergebnisse mitgebracht: Demnach gehen Frauen kaum anders in Gehaltsverhandlungen als ihre männlichen Kollegen. Frauen haben jedoch eine um 25 Prozent geringere Chance, ihre Forderungen durchzusetzen. Was auch daran liege, dass Frauen häufig zu wenig fordern. Die Schlussfolgerung der Moderatorin war eindeutig: „Auf Wunder brauchen wir nicht zu warten. Frauen müssen selbst fit für die Gehaltsverhandlungen sein!“

09.04.2019 | Stuttgart

Diese Aussage wurde von Ingrid Marold, Inhaberin und Geschäftsführerin einer Personalberatung, bestätigt. Sie verwies allerdings auch darauf, dass Unsicherheiten bei Gehaltsverhandlungen alle beträfen: „Würden wir heute ein Männerforum machen, wären genauso viele Teilnehmer hier“. Marold griff zu einem anschaulichen Beispiel, um ihre Erfahrungen zu beschreiben. Wer auf einen orientalischen Markt gehe, der wisse genau, dass er gut verhandeln müsse. Die Schwierigkeit bestehe allerdings darin, den korrekten Wert eines Produktes– oder eben eines Jobs – zu erkennen. Ihr Tipp daher: „Man sollte möglichst viel Information sammeln, um eine eigene Einschätzung über das Gehaltsniveau zu erhalten und darüber, was man dem Unternehmen wert sein könnte. Zum Beispiel über die Branche, den Standort, aber vor allem darüber, wieviel bringe ich an Erfahrung für die Aufgabe mit.“

Eine sehr persönliche Sicht der Dinge brachte Bärbel Castellani ein. Die Personalberaterin machte anhand ihres eigenen Karriereweges deutlich, dass auch hinsichtlich Job- und Gehaltschancen sehr viel von den eigenen Überzeugungen abhängt. „Mir war früh klar, dass das Modell Teilzeit nicht auf mich passt“, so die Mutter von zwei Kindern, „ich wollte schon immer mitgestalten“. Job-Einstieg, Baby-Pause, Wiedereinstieg – auch Castellani hatte mit Vorurteilen zu kämpfen. Doch die 41-Jährige setzte sich durch. „Auch gegen so manchen männlichen Dinosaurier in Führungspositionen“, wie sie betonte. Ihr Credo, das sie den Zuhörerinnen für die eigene Umsetzung ans Herz legte: „Ich weiß, was ich kann – und was ich wert bin!“

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"Theoretisch sind Chancen für Frauen in Unternehmen noch nie so gut für heute." (Foto: Andreas Pollok/gettyimages)

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