• FOM
  • 2017
  • Oktober
  • Gesundheit 4.0 – Diskussion und Entwicklungsperspektiven
12.10.2017 | Düsseldorf

Gesundheit 4.0

Diskussion & Entwicklungsperspektiven

Die Jahreshauptversammlung der Deutschen Gesellschaft für Führung und Marktorientierung in der medizinischen und pflegerischen Versorgung DGFM e.V. stand ganz im Zeichen der Digitalisierung der Gesundheitsbranche. Am neuen Hochschulzentrum der FOM in Düsseldorf trafen sich Anfang Oktober Vertreterinnen und Vertreter der Politik und aus dem Gesundheitssektor sowie Mitglieder der Gesellschaft zu einem fachlichen Austausch.

Dipl.-Volksw. Daisuke Motoki (Geschäftsleitung FOM Hochschule Düsseldorf) begrüßte die Gäste und wies auf das berufsbegleitende Studienprogramm im Hochschulbereich Gesundheit & Soziales hin. Die anschließende Diskussionsrunde drehte sich um die Frage, ob die Digitalisierung die gesamte Gesundheitsbranche auf den Kopf stellen wird. Auf dem Podium saßen vor allem Mitglieder des DGFM-Vorstandes. Darunter Prof. Dr. Christian Thielscher (Leiter des KCG KompetenzCentrum für Management im Gesundheits- & Sozialwesen) und Prof. Dr. Hans-Joachim Flocke (ebenfalls vom KCG). Zudem nahmen an der Debatte teil: Gudula Stroetzel (St. Johannes Hospital Dortmund), Frank Stratmann (Social Media Experte bei XING) und Prof. Dr. David Matusiewicz (Direktor des ifgs Institut für Gesundheit & Soziales).

„Das Thema Digitalisierung ist nicht neu. Auch in der Gesundheitsbranche erleben wir veränderte Prozesse. Neue Unternehmen kommen auf den Markt und hinterfragen bestehende Strukturen und Beziehungen der Akteure. Wir sprechen in dem Zusammenhang von der digitalen Transformation von Gesundheitsbeziehungen“, erklärte Prof. Dr. Matusiewicz. Beispielsweise könnten medizintechnische Lösungen, die von Patientinnen und Patienten genutzt werden, und medizinisch notwendige Alltagsgegenstände benutzerfreundlicher gestaltet werden. Gesundheit 4.0 erfordere zugleich auch ein Umdenken bei Ärztinnen und Ärzten sowie Patientinnen und Patienten. Laut einer Studie verfügen circa 54 Prozent der Bevölkerung über eine eingeschränkte Gesundheitskompetenz. „Hier zeigt sich das Problem einer anerzogenen Vollkasko-Mentalität. Im Zuge der Digitalisierung und der ständigen Verfügbarkeit von Daten über Smartphones beginnt sich dieses antrainierte Denken aber langsam zu wandeln“, sagte der Direktor des ifgs zum Ende der Diskussion.

Im Anschluss wurde von den anwesenden Mitgliedern der DGFM ein neues Präsidium gewählt. Benannter Präsident und wissenschaftlicher Vorstand ist Prof. Dr. David Matusiewicz. Als sein Vizepräsident und Vorstand für Unternehmen / Praxis fungiert in Zukunft Frank Stratmann. Ebenfalls neu im Vorstand: Dr. Peter Kinne.

 

Über die DGFM e.V.
Die Deutsche Gesellschaft für Führung und Marktorientierung in der medizinischen und pflegerischen Versorgung e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, das Marketing im Gesundheitswesen zu erforschen und zu verbessern. Dabei stehen der Mensch, die Medizin sowie der Markt im Vordergrund. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der Gesellschaft.