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27.06.2017 | Hamburg

Experten fürs berufsbegleitende Studium im Hörsaal

Von der Nische zum Trend: 15 Jahre FOM Hochschule in Hamburg

3.200 Frauen und Männer studieren heute am FOM Hochschulzentrum Hamburg. Unterrichtet werden sie an der privaten Hochschule von 30 hauptberuflichen Professoren und 100 Dozenten in 29 Studiengängen. 15 Jahren nach ihrer Eröffnung gehört die FOM Hochschule für Oekonomie & Management in Hamburg zu den großen Hochschulen in der Hansestadt.   

FOM Hochschule Hamburg Gebäude Schäferkampsallee
Geburtstag in Hamburg: 15 Jahre FOM (Foto: FOM)

Blick zurück ins Jahr 2002: Private Hochschulen waren in Hamburg noch eine Seltenheit. Berufsbegleitend zu studieren hieß meistens: Fernstudium. „Es war noch eine ganz andere Zeit in der Hochschullandschaft“, erinnert sich Prof. Dr. Matthias Ross, Studienleiter Bachelor an der FOM Hamburg. Der Volkswirt und Wirtschaftsmathematiker zählte zu den ersten Hamburger Dozenten der FOM. Die FOM – heute mit mehr als 42.000 Studierenden die größte private Hochschule in Deutschland –  wurde 1991 gegründet. Dies hatte zum Ziel, jungen Menschen eine akademische Ausbildung zu ermöglichen, ohne dass diese ihre Berufstätigkeit aufgeben mussten. Denn dieses Risiko scheuten zu dieser Zeit viele. „Die Arbeitslosigkeit war hoch, und weit mehr junge Leute als heute suchten sich nach der Schule einen Ausbildungsplatz und blieben anschließend in ihrem Unternehmen“, so Prof. Ross.   

2002 richtete die FOM in Hamburg ein Hochschulzentren ein. Am 1. September starteten dort 71 Frauen und Männer in ihr erstes berufsbegleitendes Wintersemester, in den Diplom-Fächern Wirtschaft und Wirtschaftsinformatik – die ersten Master- und Bachelor-Studiengänge liefen vier Jahre später an. Noch gab es in der Hansestadt keinen eigenen FOM Campus, man hatte Räume in der Universität der Bundeswehr in Wandsbek angemietet. Denn die FOM setzte von Beginn an auf das Präsenzstudium im Hörsaal statt aufs Lernen allein am heimischen Schreibtisch.

Mit dabei in den Anfangsjahren war die Hamburgerin Claudia Weichel. Gern erinnert sie sich an ihren Studienstart, der einen Umbruch in ihrem Leben markierte: „Ich wollte weiterkommen, Bewegung in meine Karriere bringen und meine Berufschancen optimieren.“ Nach ihrem Wirtschafts-Diplom (FH) fand die gelernte Reiseverkehrskauffrau eine Stelle als Controllerin, schrieb sich bald darauf erneut an der FOM ein und erwarb auch den Studienabschluss Master of Business Administration (MBA). Heute unterrichtet Claudia Weichel selbst MBA-Studierende im Modul Investment & Controlling – als nebenberufliche FOM Dozentin: „Für mich hat sich das Studium ohne Frage gelohnt und zwar nicht nur beruflich, sondern auch menschlich. Es war eine Bereicherung auf allen Ebenen.“

Im Laufe ihres Bestehens hat das FOM Hochschulzentrum Hamburg die inhaltliche Bandbreite seiner Studienangebote ständig erweitert. Im Wintersemester 2017/2018 können Interessierte erstmals aus 29 verschiedenen Programmen wählen. Angeboten werden 13 Bachelor- und 16 Masterstudiengänge aus sechs Hochschulbereichen von „Wirtschaft & Psychologie“ über „Ingenieurwesen“ bis „Gesundheit & Soziales“. Zudem gibt es die Hochschulbereiche „Duales Studium“ für Auszubildende sowie „Offene Hochschule“ für Menschen mit beruflichen Fortbildungen und bereits erbrachten Leistungen an anderen Hochschulen.

Verändert hat sich neben den Inhalten auch der Modus des berufsbegleitenden Studierens. An der Seite des klassischen Abend- und Wochenendstudiums steht seit 2009 ein zweites Zeitmodell: das „Tagesstudium“. In dieser Variante wird zwei Tage Vollzeit studiert, drei Tage bleiben frei für den Beruf in Teilzeit. Eine Option, für die sich immer mehr junge Leute entscheiden.

Portrait Geschäftsleiterin Sabine Quirrenbach FOM Hamburg
Geschäftsleiterin Dr. Sabine Quirrenbach: „Die FOM versucht, die Bedürfnisse von Studierenden und von Unternehmen immer wieder neu zu erfassen." (Foto: Henning/FOM)

Ein Meilenstein für die FOM Hamburg war im Juni 2012 die Eröffnung des eigenen Campus an der Schäferkampsallee. „Durch den Campus ist die Atmosphäre an der FOM sehr viel lebendiger geworden“, so die Geschäftsleiterin Dr. Sabine Quirrenbach. Studierende treffen sich heute auch außerhalb der Vorlesungen in der Hochschule, um in Lerngruppen zusammenzuarbeiten. Zudem finden auf dem Campus regelmäßig Sonderveranstaltungen statt, darunter der Tag der offenen Tür, die Lange Nacht der Hausarbeiten oder öffentliche Veranstaltungen wie das FOM Frauen-Forum oder das Gründerforum FOMPreneurs.

Trotz des vielfältigen Wandels der Hochschule sind die Studiengebühren weitgehend stabil geblieben: 2002 zahlten Studierende 270 Euro monatlich für ein Diplom-Studium. Heute sind es für die meisten Bachelor-Studenten 295 Euro.

Inzwischen haben bereits 30.000 Menschen ein Studium an einem der 29 FOM Hochschulzentren in Deutschland abgeschlossen, rund 2.900 davon in Hamburg. „Absolventen treffen sich heute oft im Berufsleben wieder, und es spricht sich mehr und mehr herum: Ein Studium an der FOM ist eine gute Voraussetzung für die Karriere“, sagt Prof. Matthias Ross.

Damit dies so bleibt, hat die Hochschule Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft beständig im Blick. Geschäftsleiterin Sabine Quirrenbach: „Die FOM versucht, die Bedürfnisse von Studierenden und von Unternehmen immer wieder neu zu erfassen und dementsprechende aktuelle und bedarfsgerechte Angebote zu platzieren. Das soll auch in Zukunft so bleiben.“