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  • Wirtschaftsethik und Kinderkrimis - Prof. Dr. Joachim Friedrich zwischen Hörsaal und den Abenteuern seiner „4½ Freunde“
07.07.2017 | Duisburg und Essen

Wirtschaftsethik und Kinderkrimis

FOM Prof. Dr. Joachim Friedrich gelingt der Spagat zwischen Hochschul-Hörsaal und den Abenteuern seiner „4½ Freunde“

Joachim Friedrich ist Auftritte vor Publikum gewohnt: Als hauptberuflicher Professor an der FOM Hochschule in Duisburg gibt er seinen Studierenden wichtigen wirtschaftswissenschaftlichen Stoff mit auf den Weg, als erfolgreicher Kinder- und Jugendbuchautor hält er regelmäßig Lesungen vor Grundschülern. Wie schafft es der 64-Jährige, beide Zielgruppen zu bedienen? „Ich bin authentisch, ich verstelle mich nicht“, verrät Friedrich, der Mitte der 90er Jahre der erste Dozent an der FOM Hochschule war, der zum hauptamtlichen Professor berufen wurde und der nach einer längeren Auszeit an der FOM - aufgrund anderer beruflicher Aktivitäten - 2012 an die FOM zurückkehrte. 

„Wenn es vor meinen Studierenden beispielsweise um Wirtschaftsethik geht, trete ich sachlich und seriös auf, da ist nichts einstudiert. Da geht es um Fakten- und Wissensvermittlung, damit die  Auszubildenden und Berufstätigen zum Einen ihren Studienabschluss erreichen können und zum Anderen auf die Herausforderungen in der Berufswelt vorbereitet sind“, so Friedrich. „Wenn ich in die Lesungen gehe und Grundschülern meine Bücher präsentiere, dann spiele ich eine Rolle. Dann bin ein Schauspieler.“

Mehr als 80 Krimis und Romane für Kinder und Jugendliche hat Friedrich seit Ende der 80er Jahre geschrieben. Inzwischen sind sie in 40 Sprachen übersetzt und teilweise auch verfilmt worden. Seine Erfolgsreihe 4 1/2 Freunde läuft beispielsweise noch immer mit großen Erfolg im KIKA.   

Nach beruflichen Stationen bei der Lufthansa, bei Ruhrgas und bei einem Energieunternehmen in der Slowakei, konzentrierte sich der gebürtige Oberhausener ganz auf seine Lehrtätigkeit an der FOM und eben auf das Schreiben. „Schon mit Mitte Dreißig wurde mir klar – ich möchte Kinder- und Jugendbücher schreiben“, blickt Friedrich zurück. „Da las ich das Buch „Momo“ von Michael Ende und mir wurde bewusst, ich wollte beruflich nicht so enden wie die „grauen Herren“ in dem Buch.“ 1989 erschien sein erstes Buch – nachdem er Kontakt zu einem Verleger aufgenommen hatte, der ihn fortan voll und ganz unterstützte.

„Für Kinder müssen Bücher lustig und spannend sein“, sagt Friedrich. Das hört er immer wieder, wenn er in die Schulklassen geht. Rund 100 mal im Jahr gibt es solche Lesungen – in ganz Deutschland, in Österreich und der Schweiz. „Es ist mir wichtig, meinen Beitrag zur Leseförderung zu leisten und Kinder dazu zu animieren, mehr zu lesen. Kinder, die mit Büchern aufwachsen, lernen besser Lesen und haben später höhere Chancen auf einen erfolgreichen Bildungsweg“, sagt der Hochschulprofessor mit dem Faible für witzige Kinderkrimis. Und damit schließt sich dann auch ein klein wenig der Kreis vom erfolgreichen Kinderbuchautor zum Wirtschafts-Professor an der FOM Hochschule.   

Joachim Friedrich bei einer Lesung vor Grundschülern (Foto: Joachim Friedrich)