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30.03.2016 | München

Aktuelles

Rückblick auf die u-conference 2016

Über 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, 11 Speaker und Vorträge, die sich um Themen wie Usability-Testing, Recht und der Integration von technikfernen Menschen drehten: Die u-conference der Digitalagentur Arrabitate Solutions und der FOM Hochschule war ein voller Erfolg. Highlight der Veranstaltung in München: ein Besuch im Testing Labor des mis Institute of Management & Information Systems. Dort konnten die Gäste hautnah miterleben, wie mit Hilfe von Eye-Tracking, Elektroenzephalografie und Stresserkennung die Benutzerfreundlichkeit einer Website messbar wird.

Prof. Dr. Büttner auf der u-conference 2016


Den Eröffnungsvortrag hielt mis-Direktor Prof. Dr. Ricardo Büttner. Unter dem Titel „Verräterische Blicke“ führte er ein in die neurowissenschaftlichen Hintergründe der UX Forschung zu den Erfahrungen von Nutzerinnen und Nutzern, die mit Software oder IT-Systemen interagieren. Parallel dazu sprach Diana Frank über die Wirksamkeit von UX im Unternehmen. Ihre These: Ein sinnvoller Wirkungsgrad kann nur mithilfe neuer Strukturen erreicht werden.

Dr. Marcus Trapp vom Fraunhofer IESE gab Anregungen zur kreativen Beschaffung von UX Ideen. Zum Beispiel verriet er seinen Zuhörerinnen und Zuhörern, wie sie sich durch bereits entwickelte Produkte inspirieren lassen können, ohne den Pfad des Plagiats zu beschreiten. Anschließend verglichen Robert Kowalski und Frank Thomsen von der jambit GmbH den Ist-Zustand der App-Nutzung mit smarten Assistentensystemen, die das Nutzerverhalten via Sensoren, Big Data und screenless thinking in den Vordergrund stellen. Mit Hilfe dieser Systeme könne eine Individualisierung vorgenommen werden, die den Nutzerinnen und Nutzern einen exponentiell anwachsenden Mehrwert schaffen und im Gegensatz zur Massenpersonalisierung durch Apps stehen würde.

Manfred Spatz ging in seinem Vortrag der Frage „Ist Usability effizient messbar?“ nach. Der Experte von trainingpeople zeigte anhand von Praxisbeispielen, warum die Usability im Fokus jeder App- bzw. Website-Entwicklung stehen sollten. Zudem führte er mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Konferenz ein UseLab durch. Passend dazu sprach Tobias Hauser von Arrabiata Solutions über „Labortests in der Praxis“. Dabei zeigte er u.a., dass Messmethoden wie EEG oder auch Eye-Tracking auch Emotionen aufdecken.

Ansgar Brossardt von ID Design wies in seinem Vortrag „Human Interfacedesign im Bereich Investitionsgüterdesign“ darauf hin, wie nah sich Mensch und Maschine im Bereich Usability stehen. Anhand anschaulicher Beispiele machte er deutlich, was Usability für die Schnittstelle Mensch-Maschine bedeutet und wie wichtig gutes Handling und Ergonomie sind. Einen ganz anderen Blickwinkel zeigte Dorothea Erharter auf. Durch ihre Arbeit am Zentrum für Interaktion, Medien & soziale Diversität in Wien beschäftigt sie sich seit Jahren mit interaktiven Medien für technikferne Menschen. Sie betonte: U.a. aufgrund des demographischen Wandels rückt die Gruppe der älteren Menschen bei der Internetnutzung via Tablets und Smartphones und damit auch der Usability immer mehr in den Vordergrund.

„Usability und Recht“ standen im Zentrum des Vortrags von Christian Kast. Der Experte von Anwaltscontor informierte über verschiedene rechtliche Regelungen, die vor allem für Website-Betreiberinnen und -Betreiber wichtig sind. Zum Abschluss der u-conference gab Peter Rozek einen Einblick in Performance und UX. Seiner Meinung nach ist es unumgänglich, der Performance einer Entwicklung von Anfang an eine hohe Priorität zuzuordnen. Die verschiedenen Gründe dafür verdeutlichte er anhand von Praxisbeispielen.