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Fulbright Stipendium: „Im August geht´s an den Campus der University of Kansas!“

Düsseldorfer FOM Absolvent erhält eines der renommiertesten Stipendien weltweit

FOM Bachelor-Absolvent Matthias Brimmers hat es geschafft: Er hat das „Fulbright“-Stipendium erhalten, das zu den renommiertesten Stipendienprogrammen der Welt zählt. Anfang August geht es für den 30-Jährigen an die University of Kansas in das Department of Psychology. Wie er das Stipendium erhalten hat, welche Erwartungen er hat und wie seine Zukunftspläne aussehen, erzählt er uns im Interview.

23.07.2021 | Düsseldorf

Matthias, du hast die frohe Botschaft erhalten, dass du der erste Düsseldorfer und der dritte FOM Student überhaupt bist, der das Fulbright Stipendium erhält. Erstmal die herzlichsten Glückwünsche dazu! Erzähl mal: Wie kam es dazu?

Ja, tatsächlich – vielen Dank! Anfang August 2020 habe ich mich für das Fulbright Studienstipendium beworben, nachdem ich einen Beitrag der FOM darüber gelesen habe. Nach kurzer persönlicher Recherche über das Stipendium habe ich mich in den Anforderungen und Beschreibungen wieder erkannt und ohne zu zögern beworben.

Und es hat geklappt! Was hast du gedacht, als du die Zusage erhalten hast?

Zuerst war ich in der Tat sprachlos, dass ich einer der wenigen Studierenden aus Deutschland bin, die das „Flagship“-Stipendium der USA und eines der renommiertesten Stipendien der Welt erhalte. Allein die Nominierung dafür ist für mich persönlich eine große Ehre und ich bin wirklich dankbar, Teil von Fulbright sein zu dürfen. Die Zusage habe ich im Februar 2021 erhalten und in der Zwischenzeit – bis zu dem Erhalt der Info – habe ich wirklich nicht mehr daran geglaubt, dass ich überhaupt eine Chance haben werde, einen Platz zu erhalten. Umso mehr habe ich mich über diese Nachricht gefreut und erstmal angestoßen.

Zu Recht! Und ab August startest du an der University of Kansas im Department of Psychology – was sind deine Erwartungen? Worauf freust du dich besonders?

Grundsätzlich ist es das gesamte Studentenleben auf dem Campus an der University of Kansas, auf das ich mich freue: Die unterschiedlichen Ansätze in der Vermittlung von Wissen, die interaktiven und diskussionsintensiven Vorlesungen, das hohe Maß an Eigenstudium, der Austausch mit den Studierenden vor Ort und natürlich den internationalen Fulbright Stipendiaten und die interkulturelle Studienerfahrung in den USA. Inhaltlich freue ich mich besonders auf das Modul „Positive Psychologie“. Die Positive Psychologie (PP) ist in den USA intensiv erforscht und genießt dort zudem eine hohe akademische und wirtschaftliche Akzeptanz. Bereits letztes Jahr habe ich einen Onlinekurs an der University of Pennsylvania zur PP gemacht und möchte jetzt mein Wissen dazu in den USA vertiefen. Ziel des Fulbright Stipendiums ist es außerdem, einen Beitrag für den internationalen und interkulturellen Austausch zu leisten und die Deutsch-Amerikanische Beziehung durch diesen Austausch zu stärken. Daher freue ich mich besonders, einen Teil dazu beitragen zu dürfen. Mein Engagement vor Ort wird sich zusätzlich zum Studium natürlich auch diesen Inhalten widmen. Ich habe mich schon jetzt für interkulturelle Aktivitäten und Events auf dem Campus angemeldet und freue mich, ein Stück Deutschland mitbringen und vorstellen zu dürfen.

Und was ist alles in diesem Stipendium inbegriffen?

Das Fulbright Studienstipendium umfasst tatsächlich sehr viel: die Flugreisen, eine Aufwandsentschädigung für die vielzähligen, notwendigen Dokumente, die Lebenshaltungskosten und die Studienkosten vor Ort werden anteilig übernommen. Besonders die Lebenshaltungs- und Studienkosten sind in den USA nicht zu vernachlässigen und in keiner Weise mit den Gegebenheiten in Deutschland zu vergleichen. Aufgrund der hohen akademischen Anerkennung und Bedeutung des Fulbright Stipendiums sowie meiner bisherigen akademischen Leistungen habe ich von der University of Kansas ein sogenanntes „full waiver of tuition“ erhalten. Das bedeutet, dass die University of Kansas meine Studiengebühren übernimmt und somit keine weiteren Gebühren für mich anfallen.

Matthias Brimmers hat das „Fulbright“-Stipendium erhalten, das zu den renommiertesten Stipendienprogrammen der Welt zählt (Foto: Privat)
FOM Absolvent Matthias Brimmers vor dem FOM Hochschulzentrum in Düsseldorf (Foto: Privat)

Wow, nicht schlecht! Dann haben sich deine bisherigen Anstrengungen und Erfolge ja gleich doppelt gelohnt. Du hast an der FOM „Betriebswirtschaft & Wirtschaftspsychologie“ im Bachelor studiert. Warum hast du dich 2018 für die FOM entschieden?

Ich hatte nur Positives von der FOM Hochschule gehört – von Freunden, Bekannten, Kolleginnen, Lehrern und Ausbilderinnen. Hinzu kamen persönliche Gründe wie Flexibilität und Professionalität, ein individueller Gestaltungsfreiraum, wirtschaftliche Akzeptanz und die hohe Akkreditierung des Studienabschlusses. Außerdem wurde ich von Beginn an – und auch während des gesamten Studiums – sehr gut beraten.

Und warum sollte es dieser Studiengang sein?

Die reine Psychologie war mir zu weit weg von der Wirtschaft und die reine BWL zu weit weg vom Menschen. Der Bachelor-Studiengang „Betriebswirtschaft & Wirtschaftspsychologie“ dient also als optimaler Hybrid, der beides sehr praxisorientiert und wissenschaftlich fundiert umsetzt. Und davon profitiere ich – sowohl im Arbeitsalltag als auch persönlich. Themen wie Kommunikation, soziale Gruppen, Teamgestaltung und Bildung, Veränderungsprozesse in bestehenden Gruppen, Wahrnehmung von menschlichen Eigenschaften und Gestaltung von Arbeit begleiten mich in beiden Bereichen. Das Studium hat mich zudem in zusätzlichen Weiterbildungen und Zertifikaten wie der Zertifizierung zum Projektmanager oder zum Agile Coach unterstützt.

Auf deinem LinkedIn-Profil habe ich gesehen, dass du auch das FOM Hochschulzertifikat „Digital Transformation“ absolviert hast. Was hat dir dieses Zertifikat gebracht?

Mein persönliches Interesse ist die Akzeptanz und der Erwerb des fachlichen Know-how zu Themen der digitalen Transformation in Unternehmen. Mein Key-Moment war, als ich begriffen hab, dass die digitale Transformation keine isolierte Denkweise ist, sondern alle Prozesse, Strukturen und besonders Personen im Unternehmen umfasst. Für mich ist besonders die Einbindung von Menschen in den Prozess der Transformation wichtig, denn die Digitalisierung und digitale Transformation erfolgen zum Benefit für die Menschen und mit deren Hilfe. Der Aspekt ist für mich also besonders wichtig und spannend, da ich mich sehr für die Organisations- und Personalentwicklung interessiere und dort auch meine berufliche Zukunft sehe.

Welche weiteren Ziele verfolgst du, was steht nach deinem Aufenthalt in die USA an?

Wie schon erwähnt ist mein Fokus die Organisations- und Personalentwicklung. Dort werde ich nach den USA starten und freue mich meine Erfahrungen und mein Wissen aus meinem FOM und University of Kansas-Studium mit einbringen zu können. Gerade der internationale und interkulturelle Kontext ist für mich sehr interessant.

Matthias, ganz viel Spaß und Erfolg in den USA! Wir sind gespannt, was du im Anschluss berichten wirst und wohin es dich auf deiner Reise noch verschlägt…

Das Interview führte Jana Antkowiak für die FOM Redaktion.

Über das Fulbright-Programm

Das deutsch-amerikanische Fulbright-Programm ermöglicht im Rahmen von Studienstipendien ein vier- bis neunmonatiges Vollzeit-Studium an der Graduate School (Master-Niveau) einer akkreditierten US-Hochschule. Ziel ist die Förderung akademischer Leistungen, des kulturellen Austausches und des gegenseitigen Verständnisses zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten.