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Blinddate mit der Zukunft

„Beim FOM Speed-Dating habe ich den perfekten Arbeitgeber für mich gefunden!“

„In 15 Minuten zum Traumjob“ war für Helin nicht nur ein Werbeslogan. Denn: Im Rahmen des letzten FOM Speed-Dating, der Ausbildungsmesse der FOM, traf Helin Topallar während einer 15-minütigen Kennenlern-Session tatsächlich auf ihren heutigen Arbeitgeber – ein junges Start-up mit Sitz in Essen, für das die 20-Jährige ihr kleines Heimatdorf Weyhe in Niedersachsen verließ. „Ich wollte raus aus meinem Dörfchen, mich in neue Abenteuer stürzen – und da kam das Speed-Dating der FOM wie gerufen.“ Mittlerweile studiert Helin „Marketing & digitale Medien“ im Bachelor an der FOM und ist als jüngste Mitarbeiterin des Start-Ups „Flixcheck“ als Marketing & Sales Assistent angestellt: „Es ist sehr familiär, es gibt flache Hierarchien und ich erhalte Einblicke in die verschiedensten Bereiche.“

09.08.2021 | Düsseldorf und Essen

Helin, erzähl mal: Wie hast du dich auf das FOM Speed-Dating vorbereitet?

Ich konnte vor der Veranstaltung online auswählen, für welche Berufsrichtung ich mich interessiere – ich habe Marketing und Sales angegeben – da ich noch nicht genau wusste, was ich wollte. Dann hat die FOM mir entsprechende Unternehmen vorgeschlagen, bei denen ich mich für 15-minütige Sessions anmelden konnte. Vor dem Speed-Dating habe ich mir dann noch ein paar Notizen gemacht – ganz klassisch zu meinen Stärken und Schwächen – damit ich in der Aufregung auch bloß nichts vergesse. Aber es ging ja ohnehin einfach um mich, da musste ich mich also nicht allzu viel vorbereiten. Letzten Endes kommt es zu einem großen Teil auch darauf an, dass man sich gegenseitig sympathisch ist. Außerdem konnte ich mich vorab online für Lebenslauf-Checks und weitere Workshops und Infoveranstaltungen anmelden.

Und in einem Gespräch hat es „gefunkt“ – warum glaubst du, hat es bei dir funktioniert? Womit hast du überzeugt?

Ja, tatsächlich. Ich weiß, dass ich zwei Konkurrenten hatte. Aber ich kann Stress gut standhalten und hatte das Gefühl, dass ich in das junge IT-Start-Up, das eine Software für digitale Kundenkommunikation anbietet, super reinpasse. Ich war ganz locker, habe von mir erzählt und ein paar Fragen gestellt. Allerdings konnten wir in 15 Minuten natürlich nicht alles voneinander erfahren. Also haben wir ein „richtiges“ Vorstellungsgespräch vereinbart – dabei saß ich dann mit vier Leuten zusammen. Es gefiel ihnen, dass ich mit meinen damals 19 Jahren schon sehr selbstsicher und zielstrebig wirkte.

Helins Tipp an alle Teilnehmenden: "Sei so wie du bist und verstell dich nicht! Es ist ein Kennenlernen und weitere Gespräche folgen dann ja ggf. erst im Anschluss." (Foto: FOM/Burunur Dogan)

Welchen Tipp würdest du anderen Teilnehmenden für das virtuelle Speed-Dating 2021 mit auf den Weg geben?

Sie sollten einfach entspannt an die Sache rangehen: Sei so wie du bist und verstell dich nicht! Es ist ein Kennenlernen und weitere Gespräche folgen dann ja ggf. erst im Anschluss. Außerdem: Die wichtigen Fragen direkt am Anfang stellen. Denn wenn man eine Frage stellt, quatscht man erstmal darüber. Also: auf die Zeit achten. Außerdem bei Bedarf vorab den Lebenslauf auf Vordermann bringen, um ihn checken zu lassen, Wunschunternehmen raussuchen und für entsprechende Sessions und Workshops anmelden und Gedanken sammeln: Was ist wichtig, über mich zu erzählen? Was möchte ich von den Unternehmen wissen?

Helin Topallar hat beim letzten FOM Speed-Dating ihren heutigen Arbeitgeber gefunden und sich für den Bachelor in "Marketing & digitale Medien" entschieden (Foto: FOM/Burcunur Dogan)
Die Teilnehmenden des virtuellen FOM Speed-Datings können sich online für 15-minütige Sessions mit verschiedenen Unternehmen anmelden (Foto: FOM/Burcunur Dogan)

Bist du denn glücklich über deine Entscheidung? Hattest du keine Angst davor, dass Job und Studium eine ziemliche Herausforderung sein würden?

Ich bin sehr froh! Klar wusste ich, dass es nicht ganz einfach sein wird. Aber ich habe generell schon immer die Herausforderung und das Abenteuer gesucht. Während der Schulzeit war ich Trainerin in einer Kordball-Mannschaft – eine Mischung aus Basketball und Handball, ich habe beispielsweise die Abifeier organisiert und oft die Planung und Organisation von Events in die Hand genommen. All diese Dinge haben mich darin bestärkt, dass ich studieren und gleichzeitig arbeiten kann. Und es hat sich bestätigt. Ein Vollzeit-Studium an einer staatlichen Uni wäre für mich nicht in Frage gekommen und hätte mich vermutlich schnell gelangweilt. Ich hatte gehofft, dass ich neue Sachen aus den Vorlesungen direkt ins Unternehmen mitbringen kann. Beispielsweise kümmere ich mich um das Optimieren unserer Webseite – hier kommen mir die Inhalte aus dem Modul „Online-Marketing“ sehr zugute. Vorher wusste ich nicht, worauf man achten muss. Jetzt weiß ich: So sollte die Navigation aussehen, so viele Klicks sollten es bis zum Produkt sein etc.

Und für Job und Studium hast du sogar dein Heimatdorf verlassen, richtig?

Genau. Ich wohne jetzt in Essen und studiere an der FOM in Düsseldorf. Nach dem Abitur habe ich aber schon mal meine Heimat verlassen und bin als Au Pair nach Australien an die Westküste gegangen. Seit April 2020 bin ich jetzt wieder hier – und wollte mich weiterbilden und ein Studium starten – berufsbegleitend! Da meine Schwester auch an der FOM studiert, hat sie mich auf das Speed-Dating aufmerksam gemacht. Ich habe mich für das Tagesmodell entschieden, sprich montags und dienstags gehe ich zu Vorlesungen und den Rest der Woche arbeite ich. Diese Aufteilung ist einfach optimal für mich.

Helin, vielen lieben Dank für das Gespräch! Ganz viel Erfolg weiterhin beim Studium und auf deinem weiteren Weg!

Das Interview führte Jana Antkowiak