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FOM Hochschule beruft Dr. med. Dr. phil. Christoph Hiendl zum Professor in Augsburg

„Für jeden Betrieb sind gesunde Mitarbeitende das höchste Gut“

Er ist Raumfahrtmediziner, Taucherarzt, Allgemeindoktor mit ganzheitlichem Ansatz und Achtsamkeitsexperte: Prof. Dr. Dr. Christoph Hiendl schloss zwei Studiengänge und mehrere Zusatzqualifikationen ab, arbeitete und lehrte in verschiedenen Bereichen – „weil ich immer neugierig bin“. Die FOM Hochschule in Augsburg hat ihn jetzt zum Professor für Gesundheitswissenschaften berufen. Seit 2018 lehrt der 54-Jährige an der FOM in München und Augsburg Module wie „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ und „Gesundheitspsychologie“. Das Faszinierende an der Hochschule für Berufstätige sind für ihn die Studierenden, „die alle mitten im Leben stehen und mit ihren eigenen Erfahrungen neue Perspektiven in den Unterricht bringen.“

11.05.2020 | Augsburg

Christoph Hiendl war zehn Jahre alt und wusste, dass er Arzt wird. Über das Rote Kreuz in Freising ging er nach dem Abitur zur Bundeswehr, wo er Medizin studierte und den Pilotenschein machte. Die Promotion im Bereich der Raumfahrtmedizin brachte ihn jedoch zu einem anderen Extrem der Elemente: Er wurde Taucherarzt bei den Gebirgspionieren, die als Helmtaucher in Flüssen und Seen arbeiten. Zurück auf dem Land wirkte er als Allgemeinmediziner in einer Praxis in Denkendorf, die auch Lehrpraxis für die Technische Universität München war. „Es hat mir schon immer Spaß gemacht, mit jungen Menschen zu arbeiten und mein Wissen weiterzugeben“, sagt der Mann, der seiner wissenschaftlichen Karriere 2016 noch einen zweiten Doktortitel in Gesundheitspädagogik hinzufügte.

44 Jahre nach seiner Entscheidung, Arzt zu werden, ist die Berufung an der FOM für ihn „das Sahnehäubchen meiner Profession“. Lehrerfahrung sammelte er zuvor zusätzlich an der Hochschule in Coburg und der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Die Möglichkeit in Teilzeit seinem Erstberuf nachzugehen, mittlerweile in eigener Arztpraxis in Eichstätts ältestem Haus, sieht er als ideale Kombination. „So kann ich Studenten für eigene Projekte begeistern, bei denen sie letztendlich praktische Dinge machen“, erklärt Professor Hiendl. Der Austausch mit Studierenden ist es auch, der ihm besonders viel Freude bereitet. „Ich profitiere viel von den interessanten Persönlichkeiten, die im Beruf stehen und Lust auf kritische Auseinandersetzung haben – das macht es so spannend.“

Als Mitglied von mehreren Corona-Krisenstäben, darunter Europas größtem Agrarhandel, der auch in Schwaben und im Allgäu vertreten ist, sieht er, wie neue Arbeitsformen entstanden sind, die vor zwei Monaten noch undenkbar waren. „Wir müssen diese Veränderungen in der Arbeitswelt als Herausforderung und auch als Chance sehen, um neue Strukturen zu generieren, die nicht nur auf Effizienz, Gewinnoptimierung und Mobilität ausgelegt sind“, meint Christoph Hiendl. Ein gesunder Mix aus mobilem Arbeiten bzw. Homeoffice und der Anwesenheit vor Ort im Unternehmen könne das Modewort Work-Life-Balance nun mit Leben füllen. „Für jeden Betrieb sind gesunde Mitarbeitende und eine gesunde Führungsqualität das höchste Gut“, so Hiendl. Körperliche und geistige Gesundheit als Unternehmenskultur zu etablieren, funktioniere mit einfachen Mitteln – das hat er selbst wissenschaftlich nachgewiesen und in die Praxis umgesetzt.

 

Prof. Dr. Christoph Hiendl lehrt an der FOM in Augsburg im Hochschulbereich Gesundheit & Soziales (Foto: privat)

Studieninteressierte können sich im Rahmen von Online-Infoveranstaltungen über das berufsbegleitende Studienangebot der Augsburger FOM informieren und persönliche Fragen klären. Weitere Infos: www.fom.de/augsburg