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Neusser Student und Wirtschaftsförderer

Zwischen Studium & Stadtentwicklung

WLAN in der Innenstadt, eine fahrradfreundliche Infrastruktur und eine neue Standortdarstellung für die Stadt – nur ein paar der Vorhaben, die der neue Wirtschaftsförderer Lucas van Stephoudt für die Stadt Geldern umsetzen möchte. Seit Ende letzten Jahres stellt sich der 26-Jährige den neuen Aufgaben und Herausforderungen dieser Stelle und absolviert berufsbegleitend seinen Bachelor in Business Administration an der FOM Hochschule in Neuss.

25.02.2020 | Neuss

Nach dem Abitur startete er zunächst eine Ausbildung zum Bankkaufmann, arbeitete anschließend als Privatkundenberater und wechselte schließlich in den Familienbetrieb – einen Groß- und Einzelhandelsvertrieb – wo er selbstständig einen Außendienst aufbaute. Um sein fachliches Know-how zu vertiefen, begann Lucas van Stephoudt ein berufsbegleitendes Studium an der FOM. Noch während des Studiums bewarb er sich als Wirtschaftsförderer für die Stadt Geldern. „Es ist sehr viel Neues. Es ist anstrengend aber gut.“ Sein Alltag wird durch Termine bestimmt, oft startet sein Morgen mit einem ersten Meeting um 8 Uhr, so geht es dann oft durchgehend weiter bis in den Abend.

Seit seinem 18. Lebensjahr war Lucas van Stephoudt in der Regionalpolitik aktiv und saß rund siebe Jahre regelmäßig in Fach-Ausschüssen. So wusste er schnell „wie es in der Politik läuft“. „Ich war lange politisch aktiv, jetzt habe ich quasi die Bankseite gewechselt. Ich sitze jetzt auf der Seite der Verwaltung, was ja auch eine Art politische Stelle ist, nur aus einer anderen Perspektive.“

Van Stephoudt will was bewegen

Eines seiner großen Projekte für das Jahr 2020 ist die Optimierung der Standortdarstellung der Stadt Geldern. „Momentan ist die Homepage der Stadt noch sehr ´typisch´. Wir hätten gerne eine Homepage, die unsere Themen mit mehr Emotionen vermittelt. Was hat Geldern zu bieten?“ Viele Leute wüssten nicht, wie attraktiv der Standort tatsächlich sei: „Wir möchten die Menschen für Geldern begeistern, für die Vorteile sensibilisieren“, so der Wirtschaftsförderer.

Ein weiteres Kernthema: der Fachkräftemangel. Hier kommen van Stephoudt die Inhalte seines Studiums zu Gute: „Im 2. Semester belegte ich den Kurs `Human Resources`. Dort beschäftigten wir uns z.B. mit Studien, wie sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer verhalten und der Frage, was sie voneinander erwarten.“ Außerdem sei für seinen Alltag der wirtschaftliche Teil des Studiums extrem wichtig, so wie z.B. das klassische BWL-Know-how. „Es ist ein riesiger Vorteil, auch aus unternehmerischer Sicht denken zu können. Sowohl mein Studium als auch die Zeit im Familienunternehmen befähigen mich dazu.“

Ein weiterer Fokus des jungen Mannes liegt auf der Digitalisierung. Während der Ausbildung und der Arbeit im Familienbetrieb gab es einige Berührungspunkte zu dieser Thematik. Viele Unternehmen hätten das Thema zwar auf dem Schirm, aber der Fokus liege meist nicht darauf. „Wir möchten die Unternehmen an die Hand nehmen – sei es bei Themen wie Prozessoptimierung oder E-Commerce“, so van Stephoudt.  Ein weiteres seiner Ziele: die Stärkung der Infrastruktur. Dazu zähle eine fahrradfreundliche Innenstadt, die Steigerung der Aufenthaltsqualität, gute Erreichbarkeit und ausreichende Parkplätze in der City. Um all das in die Tat umzusetzen, wurde bereits eine City-Managerin einstellt, sie wird Lucas van Stephoudt tatkräftig unterstützen.

FOM Student Lucas van Stephoudt (Foto: Evers)

Warum ein Studium an der FOM?

Ein ganz großer Vorteil war für Lucas van Stephoudt das Zeitmodell an der Hochschule. „Ich gehe nur freitags und samstags zur FOM – das passte schon damals gut zu meiner politischen Tätigkeit, da ich abends unter der Woche immer auf verschiedenen Sitzungen war. Ich hätte ungern mein politisches Amt aufgegeben – was heute für mich eine große Erleichterung ist.“ Das Gesamtpaket der FOM habe einfach gepasst. Und was zusätzlich hervorzuheben sei: das neue Hochschulzentrum in Neuss. „Die neuen Räumlichkeiten sind modern. Wir Studenten haben ja vor der Vorlesung schon gearbeitet. Da ist es nach einem langen Tag sehr angenehm, wenn man sich wohlfühlen kann und man schnell einen Parkplatz direkt vor der Tür findet. Das wirkt sich definitiv positiv auf die Motivation aus.“