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Virtuelle Lehre an der FOM Hochschule: Münchner Studierende berichten

„Übers Internet funktioniert es gut, aber die Kontakte im Hörsaal vermisse ich trotzdem“

07.04.2020 | München

Studieren in Zeiten von Corona. Wie das an einer Präsenzhochschule funktionieren kann, darüber berichten zwei Studierende der FOM in München. Parallel zu Berufs- und Privatleben stecken sie viel Zeit und Herzblut in ihr Studium, um sich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln. Das diesjährige Sommersemester, das am 1. März begonnen hat, wird an der FOM seit zwei Wochen an allen Hochschulzentren – auch in München – virtuell fortgeführt. Statt im Hörsaal lernen die Studierenden jetzt zu Hause. Was sagen sie über…

… die aktuelle Organisation des Studiums?

Tanja Reineck, Bachelor-Studentin „Marketing & Digitale Medien“: „Das Studium läuft aktuell über virtuelle Lehrveranstaltungen. Zusätzlich stellen uns die Dozenten wie gewohnt digitale Unterlagen im Online Campus (OC) zur Verfügung. Hier haben alle Studierenden Zugriff, die an der FOM eingeschrieben sind. Mit dem passenden Lernstoff in Form von Skripten, Lehrvideos oder Audiodateien haben wir die Möglichkeit, Vorlesungen nachzubereiten und unser Wissen im Anschluss zu prüfen. Bevor die virtuellen Vorlesungen begonnen haben, gab es zusätzliche Infos über den OC, welche Tools bzw. Anwendungen wir für die jeweilige Lehrveranstaltung benötigen, sodass wir uns die jeweilige Software rechtzeitig herunterladen konnten. Jetzt loggen wir uns zu den üblichen Zeiten zu unseren Vorlesungen ein und sehen unsere Lehrenden eben über den Bildschirm. 

Tobias Förtsch, Master-Student im Studiengang „Human Resources“: „In meinem Kurs konnten alle geplanten Vorlesungen bislang online durchgeführt werden. Alles hat wunderbar funktioniert. Sogar Gruppenarbeiten konnten wir während der virtuellen Lehrveranstaltung erledigen und in der Gesamtheit präsentieren. Wir haben zwar mit Webex, Teams und Zoom drei verschiedene Tools verwendet, konnten aber dennoch überall planmäßig agieren.“

Tobias Förtsch
FOM Student Tobias Förtsch: „In meinem Kurs konnten alle geplanten Vorlesungen bislang online durchgeführt werden." (Foto: privat)
Tanja Reineck
Tanja Reineck studiert „Marketing & Digitale Medien“ an der Münchener FOM. (Foto: privat)

… über das Lernen zu Hause?

Tanja: „Rein technisch gesehen funktioniert das Studium zu Hause sehr gut. Wir sehen und hören unsere Dozenten über den Bildschirm und haben unsere eigenen Mikros ausgeschaltet. Dadurch, dass wir unsere Kommilitonen nicht zu Gesicht bekommen und nur der Dozent spricht, ist die gesamte Vorlesung natürlich viel ruhiger als im Präsenzstudium. Es ist alles irgendwie anonymer. Und dann kommt es immer auch auf das Thema an: In meinem aktuellen Modul ‘Quantitative Datenanalyse‘ fällt das Selbststudium schon ziemlich schwer. Die Software RStudio erklärt sich leider nicht so leicht von allein.“ 

Tobias: „In der aktuellen Zeit hat die FOM sicher mit vielen Problemen zu kämpfen, um den Studienbetrieb am Laufen halten zu können. Schließlich liegt der Schutz der Gesundheit von allen Beteiligten an allererster Stelle. Aus meiner Sicht funktioniert das aber wirklich sehr gut. Für mich persönlich hat das Lernen zu Hause noch einen weiteren Vorteil: Ich wohne und arbeite in Nürnberg und studiere in München, weil mein Master-Studiengang in Nürnberg nicht zustande gekommen ist. Jetzt spare ich mir die Fahrten und die Übernachtungen in München.“

… virtuelle Klausuren bzw. Alternativen dazu?

Tanja: Vor den Prüfungen habe ich schon etwas Bammel. Ich kann mir das noch nicht so richtig vorstellen, wie Open-Book-Klausuren funktionieren oder wie das mit den alternativen Essays und Videos laufen soll. Klassische Präsenzklausuren finde ich da schon besser.“

… die Studienzeit nach Corona?

Tobias: „Da mir der Aufwand eines berufsbegleitenden Studiums in München von vornherein klar war und ich mich dennoch bewusst für dieses Studium entschieden habe, komme ich natürlich gerne wieder in die Präsenzvorlesungen nach München! Bis dahin hoffe ich jedoch, dass alle Kommilitoninnen und Kommilitonen, Dozentinnen und Dozenten sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der FOM bei bester Gesundheit bleiben und diese kritische Zeit gut überstehen!“

Tanja: „Ich freue mich schon darauf, mich wieder mit den Dozenten und den anderen Studenten persönlich auszutauschen. Übers Internet funktioniert es zwar gut, aber die Kontakte im Hörsaal vermisse ich trotzdem.“