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08.01.2019 | Kassel

Zwischen Agenturalltag, Betriebswirtschaft und Psychologie

„Es ist essentiell zu begreifen, aus welchen Motiven Menschen handeln und fühlen“

Wie bedingen sich Psychologie und Betriebswirtschaft? Wie können menschliches Erleben, Handeln und Entscheiden im Wirtschaftskontext durch Psychologie beeinflusst werden? Als Kundenmanagerinnen bei einer Werbeagentur spielen diese Fragen im Arbeitsalltag von Mareike Landgrebe und Kristina Herbold eine Rolle. Seit dem Wintersemester machen beide an der FOM in Kassel ihren Bachelor in Betriebswirtschaft & Wirtschaftspsychologie. Was ihr Chef von seinen Mitarbeiterinnen erwartet und warum ein berufsbegleitendes Studium für den Job entscheidend sein kann, erzählen die beiden Studentinnen und Nico Gundlach, Geschäftsführer der neue formen – Kreativagentur.

Nico Gundlach, Geschäftsführer der neue formen – Kreativagentur (Foto: Privat)
Nico Gundlach, Geschäftsführer der neue formen – Kreativagentur (Foto: Privat).

Was erwarten Sie von Bewerbern/Mitarbeitern ihrer Agentur?

Gundlach: Digitalisierung, Fachkräftemangel, Globalisierung, abnehmende Produktlebenszyklen und sinkende Kundenloyalität sind nur einige der Rahmenbedingungen, die unsere Welt heute immer komplexer machen. Wir als Unternehmen sehen darin neben Risiken vor allem große Marktchancen. Dazu brauchen wir Mitarbeiter, die sich ebenso dynamisch weiterentwickeln, wie „die Welt da draußen“.

…und ein Studium an der FOM unterstützt diese Entwicklung?

Gundlach: Für uns zählen neben Fachkompetenzen auch Fähigkeiten wie Anpassungsfähigkeit, Experimentierfreudigkeit, Komplexitätsaffinität und Durchhaltevermögen. Ein berufsbegleitendes Studium stellt aus unserer Erfahrung die ideale Kombination dieser Faktoren dar. Wer sich abends nach einem acht bis zehn-Stunden-Tag noch in die Vorlesung setzt und am Wochenende nach einer 40 Stunden-Woche noch auf Klausuren vorbereitet, der bringt ein hohes Maß an Weiterentwicklungsbereitschaft und Engagement mit. Gleichzeitig wird wichtiges Fachwissen im Unternehmen aufgebaut. Wir haben hier gerade mit der FOM nur positive Erfahrungen gemacht.

Mareike Landgrebe (links) studiert mit ihrer Kollegin und Kommilitonin Kristina Herbold BWL und Psychologie an der FOM in Kassel (Foto: Privat).
Mareike Landgrebe (links) studiert mit ihrer Kollegin und Kommilitonin Kristina Herbold BWL und Psychologie an der FOM in Kassel (Foto: Privat).

Wie organisieren Sie das Studium neben dem Beruf?

Landgrebe: Zeitmanagement ist das A und O. Als Projektmanagerinnen haben wir schon eine gute Basis, was die Organisation angeht, allerdings können die langen Tage – vor allem bei stressigen Arbeitstagen und anspruchsvollen Vorlesungsinhalten – sehr anstrengend sein. Ein langer Atem ist also notwendig. Aber wie heißt es so schön – der Weg ist das Ziel. Das machen wir uns immer wieder aufs Neue bewusst.

Herbold: Hilfreich ist auch, dass wir uns gemeinsam dazu entschieden haben, an der FOM zu studieren. So haben wir immer jemanden, der sowohl beruflich, als auch im Studium denselben Weg geht, wir können uns gegenseitig unterstützen und motivieren.

Warum haben Sie sich für
Betriebswirtschaft & Wirtschaftspsychologie entschieden?

Herbold: Der Studiengang hält für uns die perfekte Waage zwischen betriebswirtschaftlichen und wirtschaftspsychologischen Themen. Letzteres gibt uns die Möglichkeit, im Job, relevante Themen einzubringen und unseren Horizont zu erweitern. Als Mitarbeiterinnen in einer Agentur, die sich auf die Alleinstellung von Marken spezialisiert hat, sind wir immer wieder im Kundenkontakt.

Landgrebe: In der Marketingbranche haben wir die Aufgabe, unsere Kunden und deren Zielgruppen zu verstehen. Ihre Erwartungen und Herausforderungen gilt es tagtäglich einzuschätzen. Aus diesem Grund ist es essentiell zu begreifen, aus welchen Motiven Menschen handeln und fühlen.

Wie sind Inhalte aus dem Berufsalltag mit dem Studium verzahnt?

Gundlach: In unserem Fall sehr eng. In der Kreativ- und Kommunikationsbranche geht es am Ende des Tages immer um die Arbeit mit Menschen. Daher können wir viele Erkenntnisse unserer Kolleginnen, z.B. aus der Sozial- und Werbepsychologie, direkt in unsere Konzepte einarbeiten. Auf diese Weise generieren wir spannende Mehrwerte für unsere Kunden und partielle Wettbewerbsvorteile für unsere Agentur.

Stichwort Berufsaussichten: Was versprechen Sie sich von dem Studienabschluss?

Herbold: Es ist ein schönes Gefühl sich durch das Studium seinen eigenen Kompetenzbereich aufzubauen. Neben der beruflichen Weiterentwicklung ist für mich – und da spreche ich glaube ich für uns beide – auch die persönliche Entwicklung wichtig. So möchten wir nicht nur unsere Kompetenz erweitern, sondern auch persönlich an der neuen Herausforderung, durch das Studium, wachsen.