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FOM Studentin im Finale des gfo-Student-Award 2019

Potenziale hochsensibler Menschen erforscht

Herzlichen Glückwunsch nach Hannover! FOM Absolventin Michelle Fischer steht im Finale für die Auszeichnung des gfo-Student-Awards. Sie ist beim diesjährigen Jahreskongress für Organisation und Management der Gesellschaft für Organisation e.V. für ihre herausragende praxisrelevante Masterarbeit ausgewählt worden.

Insgesamt werden von einer Vielzahl an Bewerberinnen und Bewerbern acht Absolventen aus ganz Deutschland in der Endrunde eingeladen, ihre Master-Thesis aus dem Themenbereich „Organisation“ im Rahmen von Poster Sessions dem Fachpublikum vorzustellen – darunter die Hannoveranerin. Vergeben werden zwei Preise: ein Jury-Award und eine Publikumsauszeichnung. Beide werden im November in Düsseldorf verliehen.

28.08.2019 | Hannover

Entwicklung der Forschungsfrage

Der Titel ihrer Arbeit lautet: „Anforderungen an die Organisationsgestaltung privater Unternehmen zur Nutzung der Potenziale hochsensibler Personen vor dem Hintergrund der Arbeitswelt 4.0“.

„Durch Freunde bin ich auf das Thema Hochsensibilität aufmerksam geworden. Ich fand die Thematik an sich sowie die Tatsache, dass dieses Gebiet noch vergleichsweise wenig erforscht ist, sehr spannend“, so die 27-jährige Wirtschaftspsychologie-Absolventin der FOM in Hannover. Bei genauerer Recherche stellte Michelle Fischer fest, dass oft negative Aspekte der Hochsensibilität, insbesondere im Arbeitskontext, fokussiert würden. Aber da eigentlich jede Eigenschaft sowohl positive als auch negative Seiten beinhalte, wollte sie gerne mehr dazu herausfinden.

„Gerade der Fakt, dass je nach Quelle 15-20% der Bevölkerung oder mehr hochsensibel bzw. feinfühlig sein sollen und viele kein Wissen darüber haben, hat mich gereizt, die Thematik von der anderen Seite zu betrachten. Hinzu kommt, dass hochsensible Arbeitnehmer teilweise durch negative Aspekte krank werden und ausfallen.“ Bezogen auf die einzelne Person und ihre Gesundheit, aber auch aus Sicht der Wirtschaft sei die Erforschung der Thematik daher von Interesse, so die Absolventin. Durch eine Leistungsminderung bzw. Krankheit entstünden schließlich Kosten, wohingegen man durch die Nutzung der Potenziale der hochsensiblen Mitarbeiter unternehmerisch erfolgreicher sein könnte.

Durch diese Überlegungen entstand die Forschungsfrage ihrer Master-Thesis, betreut von FOM Professor Dr. Rüdiger Grimm. „Durch seine Unterstützung und die der FOM Hochschule und meines Arbeitgebers bin ich überhaupt so weit gekommen und jetzt im Finale“, so die Studentin. Die Einbeziehung der Arbeitswelt 4.0 ergab sich durch die Aktualität und den Gedanken, dass gerade in einer Umbruchs- und Veränderungsphase die Einbeziehung neuer Sichtweisen zu Hochsensibilität bzw. Sensitivität auch in der Wirtschaft möglich und für Unternehmen fruchtbar seien.

Michelle Fischer hat es bis ins Finale des gfo-Student-Awards geschafft. Im November findet die Preisverleihung in Düsseldorf statt (Foto: Privat)

Die gfo – Gesellschaft für Organisation e. V. ist ein gemeinnütziger Verein, der Profis in den Unternehmen und Verwaltungen, Interessierte und Profilierte in den Hochschulen (Dozenten, Doktoranden, Studierende) und Berater und Trainer, die sich ernsthaft mit dem Thema Organisation auseinandersetzen, vernetzt. „Mit dem Award für die besten Master-Arbeiten unterstreicht die gfo ihre zentralen Rollen in der Nachwuchsförderung und dem Wissenschaft-Praxis-Austausch im Bereich Organisation. Unser herzlicher Dank gilt den engagierten Teilnehmenden sowie den ehrenamtlich für die Jury tätigen Universitäts- und Hochschul-Professorinnen und -Professoren “, so gfo-Vorstand Prof. Dr. Thomas Russack.