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Wer rastet, der rostet!

Studieren mit über 40

Im mittleren Alter ein Studium beginnen? Lohnt sich das überhaupt? Solche Fragen hört Diana Schröder regelmäßig. Neugier und Wissensdurst waren es, die sie mit Mitte 40 dazu bewogen, ein Studium aufzunehmen. Als Produktmanagerin bei einem Software-Hersteller hat die 47-Jährige einen sicheren Beruf. Trotzdem entschied sie sich vor drei Jahren dazu, das berufsbegleitende Studium Betriebswirtschaft  & Wirtschaftspsychologie an der FOM Hochschule in Bremen aufzunehmen. Ihr Plan: mit einer zusätzlichen Qualifikation ihre berufliche Zukunft zu sichern.

15.04.2019 | Bremen

„Bei meinem Arbeitgeber werden bei Neueinstellungen nur Bewerber mit abgeschlossenem Studium eingestellt. Ich wollte herausfinden, weshalb das so ist. Was ist an einem Studium so viel besser als an einer Ausbildung mit fachlicher Weiterbildung?“ Gerade im Hinblick auf den immer späteren Renteneintritt möchte Diana Schröder sich weiterbilden – um zukunftssicher tätig sein zu können. „Die Digitalisierung und der Wandel der Arbeitswelt bedeuten für mich lebenslanges Lernen. Bei der FOM erwerbe ich die Kompetenzen, die ich im Job in den kommenden Jahren dringend brauchen werde“, erzählt Diana Schröder. Durch das Studium bringt sie zudem die gleichen Grundvoraussetzungen wie ihre Kollegen mit. „Meine Kollegen mit abgeschlossenem Studium verdienen mehr als ich. Mit dem Bachelorabschluss schaffe ich mir eine bessere Verhandlungsbasis“, erhofft sich Diana Schröder. In ihrem Alter sieht sie jüngeren Studierenden gegenüber einen klaren Vorteil: „Durch meine jahrelange Berufserfahrung weiß ich bereits im Studium, wofür ich das Gelernte brauche und in welchen Situationen ich es zielgerichtet anwenden kann.“

Dass viele ihrer Kommilitonen bis zu 25 Jahre jünger sind als sie, schreckt die Produktmanagerin nicht ab. Dank ihrer großen Familie und ihrer Mitgliedschaft im Schützenverein ist sie es gewohnt, Menschen unterschiedlichen Alters um sich zu haben. Mit ihren Nichten und Neffen tauscht sie regelmäßig Lerntipps aus: „Einen der besten Ratschläge, ein Lerntagebuch, habe ich von meiner 18-jährigen Nichte bekommen.“ Neben der familiären Unterstützung ist ihr auch der Kontakt zu ihren Kommilitonen wichtig: „Die Beziehungen haben sich in den letzten Semestern immer mehr entwickelt. Vor allem durch die Gruppenarbeiten sind wir Studierenden näher zusammengerückt, haben uns immer besser kennengelernt und natürliche Vorurteile abgebaut.“

Diana Schröder FOM Hochschule Bremen
Diana Schröder studiert an der FOM Hochschule in Bremen (Foto: FOM)

Einen Tipp, um Studium, Beruf und Privatleben leichter zu vereinbaren, hat Diana Schröder ebenfalls: Sie sieht das Studium als ihr Hobby. „Das Studium bereitet mir viel Freude und so fällt es mir leichter, es in meinen Alltag zu integrieren. Fleiß, Durchhaltevermögen und Motivation sind aber für jedes Ziel notwendig“, sagt sie. Einen Ausgleich zum Studium findet sie in der Natur und bei der Gartenarbeit. Auch auf ihrem Bauernhof, auf dem sie gemeinsam mit ihrem Ehemann in der Nähe von Bremen lebt, gibt es immer genug zu tun. Aber auch für neue Aufgaben ist sie bereit: „Dank meines Studiums bin ich in der Lage, Projekt-Teams zu leiten und eine Führungsposition einzunehmen.“