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26.07.2017 | Nürnberg

Silke Fröhlich hat erfolgreich „Gesundheits- und Sozialmanagement“ studiert

„Enge Verzahnung zwischen Theorie und Praxis war mir wichtig“

Berufstätige im Gesundheits- und Sozialwesen, die über einen Hochschulabschluss verfügen, haben beste Chancen für die Übernahme verantwortungsvoller Aufgaben. An der FOM Hochschule in Nürnberg läuft seit fünf Jahren der Bachelor-Studiengang Gesundheits- und Sozialmanagement, dessen Absolventen sich für betriebswirtschaftliche, pflegerische, soziale und psychologische Tätigkeiten in der Gesundheitswirtschaft empfehlen. Eine der ersten Studentinnen am Nürnberger Hochschulzentrum war Silke Fröhlich, die inzwischen als Referentin der Geschäftsführung in der Helmsauer-Gruppe tätig ist und parallel zum Beruf ein Master-Studium absolviert. Im Gespräch blickt die 34-Jährige auf ihr Studium an der FOM zurück und berichtet vom großen Bedarf qualifizierter Fachkräfte auf dem wachsenden Gesundheitsmarkt.

Silke Fröhlich beendet derzeit den Master-Studiengang Wirtschaftspsychologie an der FOM.
Silke Fröhlich beendet derzeit den Master-Studiengang Wirtschaftspsychologie an der FOM. (Foto: privat)

Frau Fröhlich, warum haben Sie sich für die Gesundheitsbranche entschieden?

Silke Fröhlich: Meine Eltern sind Fachärzte, ich habe parallel zum Abitur in ihren Praxen mitgearbeitet. So konnte ich mir schon früh ein Bild des Gesundheitswesens, aber auch von den Belangen, Sorgen und Bedürfnissen der Patienten und Angehörigen machen. Da mir der Dienstleistungsgedanke in dieser Branche gefallen hat, stand die Entscheidung für mich schnell fest. Als Referentin der Geschäftsführung der Helmsauer-Gruppe, einem namhaften Dienstleister für Ärzte und Krankenhäuser, bin ich in verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens aktiv, was meinen Beruf extrem abwechslungsreich gestaltet.

Sie kennen den Gesundheitsmarkt seit vielen Jahren. Mit welchen Herausforderungen hat die Branche zu kämpfen und inwiefern ist akademisches Wissen wichtig?

Silke Fröhlich: Das Gesundheitswesen ist eine zentrale Wachstumsbranche, die durch sich verändernde Rahmenbedingungen einem stetigen Wandel unterliegt. Überalterung der Bevölkerung, technischer Fortschritt und gestiegenes Anspruchsdenken sind nur einige der Entwicklungen, die für einen enormen und stets präsenten Kostendruck sorgen. Alle Akteure, von den Krankenkassen über die Leistungserbringer bis hin zum Patienten, haben dabei sehr unterschiedliche Bedürfnisse. Das Spannungsfeld zwischen dem hohen Anspruch an medizinische Versorgung und den begrenzten Ressourcen zwingt zum Wirtschaften. Folglich besteht ein großer Bedarf an Management-Know-how quer durch alle Bereiche. Für qualifizierte Fachkräfte bietet das Gesundheitswesen damit enormes Potenzial. Die FOM Hochschule bereitet ihre Studierenden mit dem praxisnahen Angebot im Hochschulbereich Gesundheit und Soziales sehr gut auf diese Herausforderungen vor.

Mit welcher Erwartungshaltung sind Sie damals an das Studium herangetreten und wie blicken Sie jetzt darauf zurück?

Silke Fröhlich: Dass ich studieren möchte, stand außer Frage. Ohne akademischen Abschluss ist es heute ja beinahe unmöglich, verantwortliche Führungspositionen zu erreichen. Wenn man das Studium dann noch neben dem Beruf und mit Erhalt des Arbeitsplatzes absolvieren kann, umso besser! Der FOM Bachelor-Studiengang „Gesundheits- und Sozialmanagement“ hat mich sofort angesprochen – unter anderem deshalb, weil sich das Studium hervorragend mit meinem doch sehr fordernden Alltag vereinbaren ließ. Mir war vor allem die enge Verzahnung zwischen Theorie und Praxis wichtig. Insgesamt kann ich sagen: Meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt! Besonders gut war die intensive Betreuung durch Dozenten und Mitarbeiter der FOM sowie die wirklich praxisnahe Lehrmethodik.

Letztlich waren Sie so überzeugt, dass Sie auch Ihren Master-Abschluss an der FOM in Nürnberg machen...

Silke Fröhlich: Ganz genau. Gerade beende ich meinen Master in Wirtschaftspsychologie mit dem Schwerpunkt Markt- und Werbepsychologie. Was soll ich sagen? „Never change a winning team!“ Auch das Master-Programm ist empfehlenswert. Die Wirtschaftspsychologie ist ein sehr zukunftsträchtiges Beschäftigungsfeld mit viel Potenzial! Gerade in der Dienstleistung spielen psychologische Aspekte eine große Rolle – hier steht die Ressource „Mensch“ im Mittelpunkt. Nicht nur die Auswahl, Förderung und Motivation der Mitarbeiter, sondern auch und ganz besonders der Kunde. Zu wissen, wie der Kunde tickt, ist entscheidend für eine optimale Kunden- und Bedarfsorientierung und damit auch für den wirtschaftlichen Erfolg. Sowohl durch das Master- als auch durch das Bachelor-Studium habe ich neue Ideen gewonnen und freue mich, das Gelernte in der Praxis umzusetzen.

Um noch einmal auf den Gesundheitsmarkt zurückzukommen: Was wird aus Ihrer Sicht auf die verschiedenen Akteure zukommen? Mit welchen Themen wird man sich beschäftigen müssen?

Silke Fröhlich: Ich gehe nicht von revolutionären Veränderungen, sondern von einer evolutionären Entwicklung aus. Der Kostendruck wird auch künftig nicht nachlassen und viele bisherige Entwicklungen werden fortschreiten, wie beispielsweise die Auswirkungen der gestiegenen Frauenquote im Medizinstudium. Es gibt immer mehr Ärztinnen, die oftmals aus familiären Gründen nicht in die Selbstständigkeit gehen, sondern eine Angestellten- bzw. Teilzeittätigkeit bevorzugen. Grundsätzlich ist eine gestiegene Risikoscheu in Bezug auf die freiberufliche Niederlassung festzustellen. Die Zahl der medizinischen Versorgungszentren sowie der fachgebietsübergreifenden Gemeinschaftspraxen wird weiter steigen, gleichzeitig nimmt der Mangel an Fachärzten auf dem Land zu und wird schwer durch Kliniken zu kompensieren sein. Hinzu kommt, dass wir uns mit Konzentrationsprozessen – im gesetzlichen und privaten Krankenversicherungsbereich ebenso wie bei Ärzten und Krankenhäusern – auseinandersetzen müssen. Und nicht zuletzt ist auch die Pflege in vielerlei Hinsicht ein riesiges Thema mit großen Herausforderungen. Fakt ist – es bleibt spannend …

Um auf den wachsenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften im Gesundheitswesen zu reagieren, erweitert die FOM Hochschule in Nürnberg zum Wintersemester 2017/18 das Studienangebot im Bereich „Gesundheit und Soziales“. Neben Gesundheits- und Sozialmanagement können Bachelor-Abschlüsse dann auch in Gesundheitspsychologie & Medizinpädagogik sowie Pflegemanagement erworben werden. Die FOM Hochschule kooperiert dabei mit den renommierten KLINIKEN DR. ERLER, die im Frühjahr offiziell zum akademischen Lehrkrankenhaus für Pflege ernannt wurden.