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09.05.2016 | Frankfurt a. M.

Aktuelles

Klagen wegen Fehlern im Bewerbungsverfahren vermeiden

Je objektiver und klarer Bewerbungsverfahren aufgebaut und dokumentiert sind, umso entspannter können Arbeitgeber möglichen Klagen von Bewerbern, die sich wegen ihres Alters oder ihrer Herkunft diskriminiert fühlen, entgegensehen. Beim 2. Juristischen Frühstück für Unternehmensvertreter an der FOM Hochschule Frankfurt stand diesmal das Allgemeine Gleichstellungsgesetz (AGG) im Arbeitsleben im Zentrum. Prof. Dr. Stephan Arens, Professor für Wirtschaftsrecht an der FOM Hochschule, vermittelte den fast 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aktuelles und relevantes Wissen komprimiert in konkreten Tipps.

Aktuelles juristisches Wissen entspannt zum Frühstück serviert bekamen 40 Unternehmensvertreter von Prof. Dr. Stephan Arens (Foto: FOM)
Aktuelles juristisches Wissen entspannt zum Frühstück serviert bekamen 40 Unternehmensvertreter von Prof. Dr. Stephan Arens (Foto: FOM)

Da im Falle einer Klage von Bewerbern das Unternehmen selbst beweisen muss, dass keine Diskriminierung vorliegt, empfahl der Jurist: „Wichtig ist es, objektiv feststellbare Anforderungen, wie Examensnote und Zertifikate, einzufordern, eine konkrete Bewerbungsfrist festzulegen und das Bewerbungsverfahren klar zu dokumentieren.“ Zu beachten sei ebenfalls, dass alle Aspekte, die auf das Alter oder die konkrete Berufserfahrung hinzielen - wie beispielsweise die Anzahl der Jahre oder einfach die Bezeichnung „Berufsanfänger“ - schon als diskriminierend gelten. Zudem solle eine Absage neutral formuliert werden und auch telefonisch keine Gründe für die Entscheidung kommuniziert werden. „Wer diese Punkte beachtet und die Bewerbungsgespräche mit zwei oder mehreren Unternehmensvertretern führt, ist auf jeden Fall gut gerüstet“, so Prof. Dr. Arens abschließend.

Die FOM Hochschule Frankfurt veranstaltet zwei Mal pro Jahr ein Juristisches Frühstück für Unternehmensvertreter von kooperierenden Unternehmen. „Da geben wir aktuelles und relevantes Wissen direkt aus dem Hörsaal in lockerer Frühstücksatmosphäre weiter“, sagt Felix von Dobschütz, Geschäftsleiter FOM Hochschule Frankfurt.