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14.10.2015 | München

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Von Sicherheitsbedenken und mangelnder Funktionalität: Warum unternehmensinterne Netzwerke nicht genutzt werden

Ob IBM, Microsoft oder Deloitte – immer mehr Unternehmen bauen ein unternehmensinternes und intranetbasiertes soziales Netzwerk auf, um den (Wissens)Austausch unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auszubauen. „Allerdings beschäftigt all diese Unternehmen das Problem, dass dieses Angebot nicht genutzt wird“, so die Beobachtung von Prof. Dr. Ricardo Büttner. Der Direktor des mis Institute of Management & Information Systems der FOM Hochschule hat deshalb 253 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen Branchen zu ihrem Nutzungsverhalten befragt – und die Ergebnisse im Jahren der 48. Hawaii International Conference on System Sciences (HICSS) in den USA vorgestellt.

Prof. Dr. Büttner bei der HICSS
Prof. Dr. Büttner bei der HICSS

Seine wichtigste Erkenntnis: „Die Nutzungsresistenz ist fast ausschließlich auf mangelnde Funktionalität und Bedienungsunfreundlichkeit sowie Sicherheitsbedenken, zurückzuführen.“ Gleichzeitig habe sich herausgestellt: Entweder sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Feuer und Flamme für solche internen Netzwerke oder lehnen sie vollkommen ab. Ricardo Büttner: „Das Entweder-Oder-Prinzip legt die Vermutung nahe, dass Sicherheitsbedenken nicht rational beurteilt werden, sondern entweder als Erklärung der Nichtnutzung gerne genannt werden oder bei Nutzung gerne ausgeblendet werden.“

Der vollständige wissenschaftliche Beitrag lautet: Buettner, R.: Analyzing the Problem of Employee Internal Social Network Site Avoidance: Are Users Resistant due to their Privacy Concerns? In HICSS-48 Proceedings: 48th Hawaii International Conference on System Sciences (HICSS-48), January 5-8, 2015, Kauai, Hawaii, pp. 1819-1828. Er ist entstanden im Rahmen des Forschungsprojektes efficientRecruiting 2.0, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unter dem Kennzeichen 03FH055PX2 gefördert wird.

Die HICSS ist eine der traditionsreichsten wissenschaftlichen Konferenzen weltweit mit Teilnehmern aus über 40 Ländern. Sie zählt zu den Top zwei Prozent der IEEE Konferenzen und ist die am häufigsten zitierte Wirtschaftsinformatik-Konferenz auf GoogleScholar.