• FOM
  • 2014
  • Juni
  • Facettenreiche Debatte: Kenntnisse und Kompetenzen im Aufsichtsrat
30.06.2014 | München

Aktuelles

Facettenreiche Debatte: Kenntnisse und Kompetenzen im Aufsichtsrat

Während Jogis Jungs im Regen von Recife um den Einzug ins Achtelfinale kämpften, stand an der FOM Hochschule in München ein ganz anderes Thema auf dem Tapet: die Anforderungen an und Kompetenzen von Aufsichtsräten. Rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – darunter Ex-Telekom Vorstand Thomas Sattelberger – hatten sich trotz WM im Studienzentrum an der Arnulfstraße eingefunden und erlebten eine facettenreiche Debatte. Fazit: Es gibt keinen Standard-Aufsichtsrat und somit auch kein allgemeingültiges Profil.

Nach einer Begrüßung durch die Organisatoren der Veranstaltung – die Initiative FidAR Frauen in die Aufsichtsräte e.V. vertreten durch Elke Benning-Rohne und die FOM vertreten durch Prof. Dr. Marcus Helfrich – lieferte Prof. Dr. Peter Ruhwedel den thematischen Einstieg. Der wissenschaftliche Leiter des KompetenzCentrums für Unternehmensführung & Corporate Governance an der FOM stellte Arbeitsweisen, Zusammensetzung, Vergütung und Transparenz der DAX- und MDAX-Aufsichtsräte vor. Im Anschluss startete die Diskussionsrunde mit Peter H. Dehnen (Vizepräsident der Vereinigung der Aufsichtsräte in Deutschland), Dr. Andreas Foeller (Gründer und Geschäftsführer Comites GmbH), Prof. Susanne Porsche (Unternehmerin, Autorin und Aufsichtsrätin), Mariella Röhm-Kottmann (Partnerin KPMG AG), Monika Schulz-Strelow (Präsidentin FidAR e.V.), Prof. Dr. Isabell M. Welpe (TU München, Institut für Strategie und Organisation) sowie Peter Ruhwedel. Die Moderation übernahm Prof. Dr. Anja Seng (Rektoratsbeauftragte Diversity Management der FOM Hochschule).

Susanne Porsche betont die Notwendigkeit für neue Mandatsträger, ihre Rolle zu finden und ihr Mandat aktiv anzugehe. Andreas Foeller unterstrich,  wie wichtig verfügbare Zeit und Kompetenzen für die Überwachungstätigkeit seien. Mariella Röhm-Kottmann stellt die erforderlichen fachlichen und rechtlichen Grundkenntnisse aus, während Prof. Dr. Isabell M. Welpe mit Blick auf die Frauenquote gesellschaftliche Stereotypen aufgriff, die auch bei der Bewertung von potentiellen Kandidatinnen und Kandidaten unbewußt wirksam werden: Auch Thomas Sattelberger nahm Stellung zu dem Thema. Die Frauenquote sei quasi „durch“, so der Manager. Allerdings würden sich durch die im aktuellen Gesetzesentwurf zur Frauenquote in Aufsichtsräten vorgesehene 2016er Regelung für die Unternehmen große Handlungsfelder in den Bereichen Talentmanagement und strategische Personalentwicklung ergeben.