Projekt

Adaptives Management maritimer Infrastrukturvorfälle (AMARI)

Praxisnahe Onboarding-, Schulungs- und Fortbildungskonzepte für das sektorenübergreifende maritime Krisenmanagement

Abstract

Die Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung durch maritime Infrastrukturen gewinnt angesichts wachsender Komplexität und Abhängigkeiten zunehmend an Bedeutung. Das interdisziplinäre Verbundprojekt AMARI zielt darauf ab, das organisations- und sektorenübergreifende Krisenmanagement zum Schutz essenzieller maritimer Versorgungsinfrastrukturen systematisch zu erforschen und zu verbessern. Zu den Infrastrukturen zählen Unterseeleitungen, Pipelines, Offshore-Plattformen und Offshore-Windparks, Schifffahrtswege und Häfen, die für Energieversorgung, Warenverkehr und wirtschaftliche Stabilität einen zentralen Stellenwert einnehmen. Ziel ist es, Voraussetzungen der koordinierten Bewältigung komplexer Infrastrukturvorfälle im maritimen Raum systematisch zu untersuchen und Ergebnisse in enger Zusammenarbeit mit der Praxis nutzbar zu machen. 

Aufgabe der FOM Hochschule im Verbundprojekt AMARI ist die Umsetzung des Teilvorhabens „Praxisnahe Onboarding-, Schulungs- und Fortbildungskonzepte für das sektorenübergreifende maritime Krisenmanagement“.

Projektdaten

Wissenschaftliche Leitung (FOM): Prof. Dr. Henning Goersch

Art des Projekts: Forschungsprojekt (Drittmittel)

Forschungseinrichtung: ifpm Institut für Public Management

Laufzeit: 01.09.2026–31.08.2029

Förderkennzeichen: 13N18025 

Kooperationspartnerinnen und -partner: 

  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR), Institut für den Schutz maritimer Infrastrukturen
  • Bergische Universität Wuppertal, Fachgebiet Bevölkerungsschutz, Katastrophenhilfe und Objektsicherheit
  • Stiftung Offshore Windenergie, Stiftung der deutschen Wirtschaft für die Nutzung und Erforschung der Windenergie auf See

Hintergrund

Das Teilvorhaben der FOM Hochschule im Verbundprojekt AMARI bearbeitet eine der zentralen, bislang jedoch unzureichend adressierten Voraussetzungen für ein funktionierendes sektorenübergreifendes Krisenmanagement im maritimen Raum: Die systematische Aus- und Fortbildung der beteiligten Akteure sowie die Verstetigung personengebundenen Fachwissens in die organisationale Praxis.

Die Wirksamkeit der technologischen und prozessualen Innovationen des Gesamtvorhabens hängt daher davon ab, ob die betrachteten Akteursgruppen – von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) bis hin zu Betreibern kritischer maritimer Infrastrukturen – diese Innovationen kompetent anwenden und dauerhaft in ihre Organisationen integrieren können.
 

Zielsetzung

Das Teilvorhabenziel der FOM ist die empirisch fundierte Entwicklung, Pilotierung, Evaluation und institutionelle Verankerung eines modularen Schulungs- und Onboardingkonzepts für das sektorenübergreifende maritime Krisenmanagement.

Das Ziel umfasst folgenden Anwendungskontext:

Ein sektorenübergreifendes Schulungsprogramm für Behörden und Infrastrukturbetreiber, das Kooperation, Informationsaustausch und koordinierte Krisenreaktion in den Mittelpunkt stellt und nachhaltig in die Aus- und Fortbildung der beteiligten Organisationen integriert werden kann.

Das Teilvorhaben der FOM verfolgt die folgenden fünf konkreten wissenschaftlichen Arbeitsziele:

(1)       didaktisch-methodische Auswertung sektorenübergreifender Szenariobesprechungen

(2)       Untersuchung der didaktisch-organisationalen Dimension bestehender Krisenmanagement- und Stabsprozesse

(3)       systematische Erfassung und Formalisierung ergänzenden Expert:innenwissens weiterer maritimer Sicherheitsakteure zur interorganisationalen Zusammenarbeit

(4)       empirisch fundierte Entwicklung, Pilotierung, Evaluation und institutionelle Verankerung eines modularen Schulungs- und Onboardingkonzepts für das sektorenübergreifende maritime Krisenmanagement

(5)       Sicherstellung der Anschlussfähigkeit, Sichtbarkeit und Nachnutzung der Ergebnisse über den Sicherheitsdialog sowie den Beiträgen in allen fünf Teilarbeitspaketen