isf

Forschungsgruppen

Die Forschungsgruppe für Anlegerschutz und Anlegerverhalten ist Bestandteil des isf Instituts für Strategic Finance an der FOM Hochschule. Ihr Ziel ist es, aktuelle Fragestellungen rund um den Aktionär i.e.S. und den Anleger i.w.S. vertiefend zu analysieren, Ergebnisse der Öffentlichkeit vorzustellen und Impulse für die Meinungsbildung zu Anlegerfragen zu setzen. Dies vor dem Hintergrund, dass der Anteil der Aktionäre in der deutschen Bevölkerung tendenziell rückläufig ist und diese Möglichkeit der Vermögensbildung breiten Bevölkerungskreisen verschlossen bleibt, während die Quote ausländischer Aktionäre sich an Deutschen Gesellschaften weiter erhöht.

Besonderes Augenmerk legt die Gruppe im Rahmen ihrer Forschungsarbeit auf die Förderung des Informationsaustausches zwischen Theorie und Praxis sowie der Entwicklung und Bündelung von Wissen auf den Themengebieten der Interaktion zwischen börsennotierten Unternehmen und deren Aktionären, insbesondere den Themen der Aktien-Anlage, des Anlegerschutzes und Anlegerverhaltens sowie der Corporate Governance.

Insbesondere werden u.a. folgende Forschungsfragen/Felder behandelt:

  • Gewinnung von Erkenntnissen zum Verhalten von Anlegern z.B. in Weiterentwicklung der Untersuchungen Aktionärs-Monitor, Dividenden Report und HV-Report
  • Bewusstseinsbildung in Öffentlichkeit, Medien und Politik zur Notwendigkeit einer Basisausbildung in Fragen der Vermögensbildung und der Aktienanlage
  • Bewusstseinsbildung in Öffentlichkeit, Medien und Politik zur Notwendigkeit einer Basisausbildung in Fragen der Vermögensbildung und der Aktienanlage- Entwicklung von Anregungen für die effektivere Kommunikation von Aktiengesell-schaften mit ihren Aktionären und potentiellen Anlegerkreisen
  • Erarbeitung von Hinweisen für Anleger zur Vermeidung von Risiken in deren Portfolio-Allokation und Aufzeigen von Schutzerfordernissen für den Gesetzgeber zur Reduzierung des Missbrauchs von Informationsdefiziten auf Anlegerseite (Bsp. Prokon u.a.)
Roland Klose
Prof. Dr.
Roland Klose
Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insb. Strategic und International Management

Bankmarketing ist eine Disziplin des Bankings, die immer wichtiger wird. Was tun, wenn Banken für Ihre Bankgeschäft immer seltener in die Bank kommen? Wie kann man Kunden in der so genannten VUCA Welt (VUCA steht für Volatilität (Unbeständigkeit), Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit) in der auch Banken angesiedelt sind, künftig noch erreichen? Jede Bank spürt, dass die alten Instrumente und Herangehensweisen nicht mehr so erfolgreich sind wie bisher. Neue Wege sind gefragt. Das Banken neue Wege gehen, davon zeugen zahlreiche Veränderungsprojekte in der Bankenwelt. Derartige Veränderungen können grundsätzlich an den vier Erfolgsfaktoren eines Unternehmens festgemacht werden:

  • Strategie: Banken werden nicht umhin kommen ihre Strategie fundamental zu überdenken und anzupassen. Kooperationen oder Eigenentwicklungen in verschiedenen Geschäftsfeldern mit FinTechs zeigen das.
  • Struktur: Viele Banken haben Ihre Filialstruktur bereits deutlich reduziert, Prozesse werden unter Kosten-, Qualitäts- und Zeitaspekten aber auch im Hinblick auf eine Verbesserung der Kundenzufriedenheit optimiert.
  • Kultur: Hier steht der Umgang mit den Menschen, Mitarbeitern und Kunden, im Vordergrund. Eine zentrale Frage lautet hier: Wie gelingt Kundenzufriedenheit und Kundenbindung in einer zunehmend digitaler werdenden Welt?
  • Technik: Neue Medien, eine flächendeckende Durchdringung aller Bevölkerungsschichten mit Digital Devices (Smartphone, Tablet) sowie die schnelle und unkomplizierte Herangehensweise von FinTech Unternehmen, erhöht den Handlungsdruck in technischen Fragestellungen aufzurüsten.

Mit Hilfe des Bankmarketing werden neue Entwicklung erkannt, mögliche Antworten gefunden und nicht zuletzt gegenüber Kunden „verkauft“. Forschungsschwerpunkte sind zum einen die Verbesserung der Kundenbindung junger Kundengenerationen (Generation Y und Z) sowie die Unterschiede im Banking zwischen China und Deutschland.

Wer mehr zu den vielfältigen Themen des Bankmarketing erfahren möchte, kann dies schon heute tun. Mit der Buchreihe „Banking & Innovation“ die seit 2015 in der FOM Edition des Springer Gabler Verlags jährlich erscheint und über 220.000 Downloads verzeichnet (Stand Februar 2018), werden diese und andere Fragen eines modernen Bankmarketings beantwortet.

Marcel Seidel
Prof. Dr.
Marcel Seidel
Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insb. Human Resource Management
» Kurzvita

Aktien, Unternehmensanleihen oder Mezzanine-Finanzierungsformen sind nicht nur wichtige Refinanzierungsinstrumente, sondern auch relevante Assetklassen. Bei  der Emission dieser Finanzierungsinstrumente sind daher nicht nur die Interessen der Emittenten, sondern auch der Investoren zu berücksichtigen. Im Forschungsfeld CF/AM untersucht das isf Institute for Strategic Finance deshalb u.a., wie sich strategische Entscheidungen zur Unternehmensfinanzierung auf die Performance des Unternehmens am Kapitalmarkt auswirken. Außerdem wird gemeinsam mit der DSW, Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V., jährlich eine Studie zur Dividendenpolitik deutscher Aktiengesellschaften erstellt.

Eric Frère
Prof. Dr. Dr. habil.
Eric Frère
Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insb. Finanzwirtschaft und Entrepreneurship
Joachim Rojahn
Prof. Dr.
Joachim Rojahn
 CFA
Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insb. Asset Management
» Kurzvita
Carsten Kruppe
Prof. Dr.
Carsten Kruppe
Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insb. Finance
Frank Lehrbass
Prof. Dr.
Frank Lehrbass
Finance und Data Science
» Kurzvita
Andreas Löhr
Prof. Dr.
Andreas Löhr
Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insb. Finance & Entrepreneurship
» Kurzvita
Peter Schmid
Prof. Dr.
Peter Schmid
Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insb. Finanzen und Entrepreneurship
Stefan Tewes
Prof. Dr.
Stefan Tewes
Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insb. digitale Transformation und Innovation

Weitere Beteiligte

  • Prof. Dr. Svend Reuse MBA

Nach der Gründung von erfolgreichen Start-ups wie Apple und Facebook hat im Jahr 1998 mit Paypal auch erstmals ein Start-up das Interesse der Banker geweckt. Besonders die Entwicklung solch neuartiger, digitaler Geschäftsmodelle im Finanzbereich, so genannte FinTechs, gewinnt zunehmend an Bedeutung und Stellung im Rahmen der Digitalisierung von Banken. Diese Strategie soll den Banken nachhaltig helfen, ihre eigenen Geschäftsmodelle zu adjustieren um langfristig dem Trend zur Technologisierung standzuhalten und kompetitiv zu bleiben. Das isf fokussiert sich auf die neuen Entwicklungen im Finanzwesen. Dabei sollen insbesondere folgende Themenstellungen untersucht werden:

  • Trends im Banking
  • FinTechs
  • Blockchain
  • Entrepreneurship im Finanzsektor
  • Digitale Geschäftsmodelle im Finanzsektor
  • Open Banking und Ökosysteme
  • Mobile Payment
  • Finanzierung digitaler Transformationen

Prof. Dr. Dr. habil. Eric Frère

Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann studierte Eric Frère Volkswirtschafts- und Betriebswirtschaftslehre an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg und der Albertus-Magnus-Universität zu Köln. Anschließend promovierte er an der Ruhr-Universität Bochum am Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik beim seinerzeitigen Präsidenten des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) mit Sitz in Essen.

Nach Tätigkeiten beim Credit Commercial de France (CCF), Bayer UK und Bankhaus Lampe KG ist er seit mehr als zwanzig Jahren selbstständiger Unternehmensberater für Corporate Finance und Asset Management. In dieser Funktion hat er unter anderem mehrere Börsengänge im geregelten Markt platziert und Venture Capital/Private Equity-Finanzierungen sowie strukturierte Finanzierungen realisiert.

An der FOM Hochschule lehrt er seit 1998 insbesondere Finanzwirtschaft, Corporate Finance, International Entrepreneurship und International Finance. 2001 wurde er hier zum Professor berufen und erhielt 2012 an der University of West Hungary in Sopron seine Habilitation.

Prof. Dr. Dirk Stein

Nach seiner beruflichen Ausbildung der Elektronik in verschiedenen Forschungsinstituten an der RWTH Aachen startete Dirk Stein seine akademische Karriere mit einem Studium der Wirtschaftswissenschaften mit den Schwerpunkten Wirtschaftsinformatik und Organisationslehre ebenfalls in Aachen. Danach absolvierte er berufsbegleitend das MBA Studium an der FOM Hochschule sowie in den USA und promovierte direkt anschließend an der Universidad Católica San Antonio Murcia, Spanien.

Im Rahmen verschiedener Führungspositionen in internationalen Blue Chip-Unternehmen konnte er industrieübergreifende Erfahrungen in der Planung und Steuerung digitaler Unternehmen erlangen. Während seiner Tätigkeit für die Unternehmensgruppe General Electric Capital erhielt Stein zudem den General Electric Leadership Award von Jack Welsh. Stein ist bei Führungskräften und Unternehmern ein geschätzter Berater und Ratgeber für Transformationsprozesse. Am isf bringt er insbesondere seine Kompetenz zu den Themen digital Entrepreneurship, Turnaround Management sowie IT-Management und Digitalisierung mit ein. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Digital-Due Diligence zur Bewertung von Informationstechnologie im Rahmen des Unternehmenskaufs sowie die digitale Kompetenz in der beruflichen Aus- und Weiterbildung und in der Unternehmensführung.

Prof. Dr. Carolin Tewes

Prof. Dr. Carolin Tewes lehrt an der FOM Hochschule seit 2018 die Themengebiete Marketing und digitale Medien. Sie fokussiert innerhalb der digitalen Transformation insbesondere die Bereiche e-Business, Online-Marketing sowie Marketing Intelligence.

Nach ihrem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Duisburg-Essen war sie als Beraterin in diversen Kommunikationsagenturen in Hamburg und NRW tätig und beriet Unternehmen wie EDEKA, Fressnapf, Schwartau oder Ferrostaal und Jungheinrich im digitalen Bereich. Von 2013 bis 2018 leitete sie zudem die Forschungsstelle für allgemeine und textile Marktwirtschaft an der Universität Münster. In ihrer aktuellen Position bei REALYZE berät sie Unternehmen über gesellschaftliche und wirtschaftliche Trend- und Zukunftsthemen und der digitalen Transformation des Geschäftsmodells sowie in der Positionierung des Geschäftsmodells. 

Prof. Dr. Stefan Tewes

Prof. Dr. Stefan Tewes ist Professor für digitale Transformation und Innovation an der FOM Hochschule. Er ist deutschlandweiter Leiter verschiedener Module in den Bereichen Business Transformation, Digital Management, Innovation sowie Business Consulting. Zudem ist er CEO bei REALYZE. Das Unternehmen fokussiert auf Basis aktueller und künftiger gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Trends und Zukunftsthemen die Entwicklung und die Transformation von Geschäftsmodellen. Ebenfalls ist er zum Leiter der Berufungskommissionen für Betriebswirtschaftslehre sowie zum stellvertretenden Vorsitzenden des Fachclusters Wirtschaft & Management und Wirtschaft & Recht der FOM Hochschule ernannt worden. Er leitet zudem seit 2018 den ZL Verlag, welcher sich thematisch im Verständnis des Future Thinking auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Trends und Transformationen spezialisiert.

Prof. Dr. Alexander Zureck

Prof. Dr. Alexander Zureck ist Professor für Banking & Finance an der FOM Hochschule in Düsseldorf. Parallel hierzu ist er als Berater für mittelständische Unternehmen tätig. Zuvor arbeitete er in der Marktforschung und in unterschiedlichen Funktionen im Finanzsektor. Zu seinen Schwerpunkten zählen die digitale Transformation im Finanzsektor, Small Business & Retail Banking und digitale Corporate Finance.

Er ist gelernter Bankkaufmann und studierte nebenberuflich an der FOM Hochschule in Essen. Im Anschluss promovierte er nebenberuflich am Lehrstuhl für Finance & Accounting an der Masaryk Universität in Brünn.

Die Forschungsgruppe Kundenverhalten und Informationsmanagement in der Finanzberatung ist Bestandteil des isf Instituts für Strategic Finance an der FOM Hochschule. Ihr Ziel ist es, aktuelle Fragestellungen rund um den Anleger i.w.S. vertiefend zu analysieren, Ergebnisse der Öffentlichkeit vorzustellen und Impulse für die öffentliche Meinungsbildung sowie Handlungsempfehlungen an den Gesetzgeber zur Verbesserung des Anlegerschutzes zu geben.

Besonderes Augenmerk legt die Gruppe im Rahmen ihrer Forschungsarbeit auf die Beratungsqualität im Zusammenhang mit der Vermittlung von Finanzprodukten, Krediten und Altersvorsorgeprodukten sowie die finanzielle Bildung der Anleger.

Prof. Dr. Julius Reiter

Prof. Dr. Julius Reiter studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Kiel, Paris und Köln und wurde an der Humboldt-Universität zu Berlin promoviert. Er war 7 Jahre wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Bundestag. Das Referendariat absolvierte er am Oberlandesgericht Düsseldorf und der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer. Seit 1998 ist Prof. Reiter als Rechtsanwalt tätig und gründete 2001 die jetzige Kanzlei Baum Reiter & Collegen in Düsseldorf. Prof. Dr. Reiter ist Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht sowie Fachanwalt für IT-Recht und regelmäßig als Sachverständiger in Gesetzgebungsverfahren des Bundestages im Finanz-, Rechts- und Verbraucherausschuss bestellt.

An der FOM Hochschule für Oekonomie & Management wurde er 2012 zum Professor für Wirtschaftsrecht berufen.

Dr. Barbora Buchtová

Dr. Barbora Buchtová

  Dr. Barbora Buchtová studierte an der Masaryk Universität in Brünn Finanzwirtschaft mit dem Schwerpunkt Finanzmärkte. Zudem ist sie als Anlageberaterin und Portfoliomanagerin vom Institut für Finanzmarkt an der Masaryk Universität zugelassen. Ihre Doktorarbeit konzentrierte sich auf Schlüsselfaktoren und aktuelle Trends in der Finanzkompetenz. Berufliche Erfahrungen erwarb sie u.a. im Projekt "Finanzierbarkeitsprogramm der Universität Citi-Masaryk", das Studierende der Universität vorbereitete, unterprivilegierten Einzelpersonen Finanzkompetenz durch NGOs und in Gemeinden in verschiedenen Regionen der Tschechischen Republik zu vermitteln. Darüber hinaus forscht sie im Bereich Financial Education and Research Center in Neuseeland. Ihre Forschungsschwerpunkte sind finanzielle Leistungsfähigkeit / Alphabetisierung, persönliche Finanzen, Finanzprodukte, finanzielles Verhalten und finanzielle Entscheidungen.

Die Anwendung von Bewertungsmethoden börsennotierter Unternehmen auf mittelständische Familienunternehmen wird als Beitrag gesehen, die Nachfolge in Familienunternehmen mit betriebswirtschaftlicher Methodik zu unterstützen. Betriebswirtschaftliche Besonderheiten mittelständischer Unternehmensstrukturen stehen im Vordergrund. Neben den finanziellen Gesichtspunkten einer Transaktion im Mittelstand werden die Steuerwirkungen für die Transaktionsbeteiligten, deren Ausmaß in Bezug auf den Unternehmenswert beachtlich ist, analysiert. Die Forschungsgruppe hat die ganzheitliche Betrachtung beider Gesichtspunkte im Blickfeld.

Prof. Dr. Bernd Wassermann

Bernd Wassermann ist Gründungspartner der überregionalen Wirtschaftsprüfungs-, Steuerberatungs- und Rechtsanwaltskanzlei RWP Rotthege Wassermann und Partner mit Hauptstandorten in Essen und Düsseldorf. Der Beratungsgruppe gehören 10 Partner und 25 weitere Berufsträger an. Spezialisierungen sind betriebswirtschaftliche Beratung, Unternehmenstransaktionen, steuerliche Gestaltungen, Immobilienrecht, Erbrecht und Gesellschaftsrecht.

Nach dem Studium an den Universitäten Bochum, Köln und Pennstate / Pennsylvania folgte die Promotion an der Universität zu Köln.

Neben seiner Tätigkeit im Prüfungsausschuss für das Wirtschaftsprüferexamen bei der Wirtschaftsprüferkammer lehrt Bernd Wassermann seit dem Jahre 2006 an der FOM im Fach Corporate Finance mit dem Schwerpunkt Unternehmensbewertung und -transaktionen. Bernd Wassermann wurde im Jahre 2010 zum Professor an die FOM Hochschule für Oekonomie & Management berufen.

Das Ausfallrisiko einer Vertragspartei kann nicht nur in Banken, sondern auch in Unternehmen außerhalb des Finanzsektors erheblich sein. Die zunehmende Verflechtung von Unternehmen in integrierten Lieferketten hat die Abhängigkeit von der Bonität von Kunden oder Lieferanten noch verstärkt.

Die Forschungsgruppe analysiert die Aussagefähigkeit von öffentlich verfügbaren Unternehmensinformationen   und gibt Anregungen zur Verbesserung. Gleichzeitig sollen Handlungsempfehlungen für das Ausfallrisikomanagement erarbeitet werden, insbesondere hinsichtlich der Risikoanalyse und Risikowahrnehmung.

Prof. Dr. Matthias Gehrke

Nach dem Studium der Chemie an der Johann-Wolfgang-Goethe Universität Frankfurt (1981-1986) promovierte er 1989 im Bereich der Strukturbestimmung von Naturstoffen. Im Anschluss daran wurde er Teilhaber eines Messtechnikunternehmens mit Sitz in Friedrichsdorf bei Frankfurt. Von 1993 bis 2004 war er geschäftsführender Gesellschafter eines von ihm mitgegründeten Medizintechnikunternehmens mit Sitz in Leipzig. Seit 2005 ist er in der Lehre tätig.

Der FOM Hochschule zugehörig ist er seit 2006, zunächst als Lehrbeauftragter, ab Ende 2008 als hauptamtlicher Hochschullehrer tätig. Anfang 2009 wurde er an der FOM zum Professor ernannt. Der Schwerpunkt seiner Lehrtätigkeiten sind Mathematik, Statistik, Finanzierung und Investition sowie Rechnungswesen.

Prof. Dr. Jeffrey Heidemann

Nach dem Studium der Wirtschaftsmathematik an der TU Berlin arbeitete Jeffrey Heidemann für die Zentrale der Deutschen Bank AG und der BHF-Bank AG, bevor er 2001 ein Beratungsunternehmen für Risikomanagement gründete. Parallel zu seiner Beratungstätigkeit bei verschiedenen Finanzinstituten promovierte er im Bereich Kreditportfoliomanagement.

Die Schwerpunkte seiner beruflichen Tätigkeit bilden die Messung und das Management von Kredit- und Kontrahentenrisiken sowie der Risikotransfer.

Seit 2001 ist er Dozent für Mathematik an der FOM Hochschule. Die Berufung zum Professor für Quantitative Methoden erfolgte im Jahre 2007.

Rating und Risikomanagement sind nicht nur für Unternehmer und Banken sondern auch für Analysten am Kapitalmarkt wesentliche Instrumente, um die Bestandskraft von Unternehmen zukünftig neben rein quantitativen Daten aus dem Jahresabschluss auch unter qualitativen Aspekten valider als bisher einschätzen zu können.

Zugleich bekommt das Themenfeld einer nachhaltigen unternehmerischen Sicht- und Handlungsweise eine immer größere Bedeutung.

Den Zusammenhängen von Rating, Risikomanagement und Nachhaltigkeit widmet sich die Forschungsgruppe der FOM Hochschule im isf Institute for Strategic Finance mit den Herren Prof. Lübke, Nolte, Obermeier und Hose sowie dem Mitarbeiter Herrn Henke bereits seit mehreren Jahren.

Prof. Dr. Christian Hose

Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse in Menden und seiner bankinternen Weiterbildung zum Sparkassenbetriebswirt wechselte Herr Prof. Dr.  Hose 1991 als Abteilungsleiter zur Rhön Rennsteig Sparkasse nach Thüringen. Dort verantwortete er als Vorgesetzter von 80 Mitarbeitern in vier Abteilungen das zentrale Kreditgeschäft. Nach weiteren Stationen in Leitungspositionen bei der Postbank in Dortmund sowie bei der Volksbank Marl-Recklinghausen und der Bankaktiengesellschaft (BAG) in Hamm blickt Herr Prof. Dr. Hose auf eine mehr als 25-jährige, vorwiegend in Leitungspositionen des Aktivgeschäfts, erworbene Berufspraxis zurück. 

Nebenberuflich erlangte er an der Bankakademie den diplomierten Bankbetriebswirt und an der Leibnitz Akademie in Hannover über die Private Fachhochschule für Wirtschaft und Technik in Vechta den Diplomkaufmann. 

Seine Promotion zum Thema Basel II absolvierte er am Lehrstuhl der Deutschen Bank für Familienunternehmen an der Privaten Universität Witten Herdecke. 

Seit 1996 war er Lehrbeauftragter an der Bankakademie und seit 1998 auch an diversen Fachhochschulen (Schmalkalden, FHDW und Südwestfalen) als solcher tätig.      

Seit 2008 lehrt und forscht Prof. Dr. Hose an der FOM vornehmlich in den Bereichen Finanzierung und Investition mit den Schwerpunkten Rating, Risikomanagement und Nachhaltigkeit  sowie zum Thema Turnaround Management. 

Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als Hochschullehrer an der FOM, arbeitet Herr Prof. Dr. Hose als Berater für Unternehmer vor allem im Familienbereich. 

Prof. Dr. Karsten Lübke

Zwischen 1997 und 2002 studierte Karsten Lübke Statistik an der Universität Dortmund. Von 2002 bis 2005 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Statistik der Universität Dortmund und Mitarbeiter im Sonderforschungsbereich "Komplexitätsreduktion in multivariaten Datenstrukturen". In den Jahren 2005 bis 2009 arbeitete er als Data-Mining Analyst in Essen. 2006 erhielt er seinen Doktortitel (Dr. ret.nat.) und wurde 2009 an der FOM Hochschule zum Professor ernannt. Er ist unter anderem Koautor des R-Paktes klaR und Autor diverser Fachpublikationen zu Themen der angewandten und computerintensiven Statistik.

Professor Dr. Thomas Nolte

Professor Dr. Thomas Nolte ist seit 20 Jahren als selbstständiger Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht (2007) in Dortmund tätig. Im Jahre 2007 wurde er zum Professor an der FOM für den Bereich Wirtschaftsrecht und öffentliches Recht berufen. Zusätzlich ist er Mitglied der Forschungsgruppe „FOM-First“.

Prof. Dr. Thomas Obermeier

Nach der Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Siemens AG studierte Thomas Obermeier an der Universität zu Regensburg Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten industrielle Produktionswirtschaft sowie Unternehmensforschung und schloss das Studium 1987 als Diplom-Kaufmann ab. Anschließend war er im Logistikzentrum des Siemens Gerätewerks in Regensburg tätig und promovierte berufsbegleitend zum Dr. rer. pol. über kapazitätsorientierte Produktionsplanung und -steuerung bei variantenreicher Serienfertigung.

Thomas Obermeier beschäftigte sich 12 Jahre bei der Siemens AG mit Produktion und industriellem Controlling im In- und Ausland und wechselte dann 1998 an die private Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach und erhielt eine Professur für Produktionswirtschaft und Controlling.

Seit 2010 lehrt Thomas Obermeier hauptberuflich an der FOM Hochschule an den Standorten Köln, Neuss und Düsseldorf in den Fächern Produktion sowie Rechnungswesen und Controlling. Seine Forschungsschwerpunkte sind Nachhaltigkeit in der Beschaffung sowie die Messung der Nachhaltigkeit von Unternehmen im Rahmen von Ratingprozessen. Thomas Obermeier ist zertifizierter Ratingberater und Mitglied des Bundesverbandes für Ratingadvisor BdRA e.V..

Seit den 90er Jahren wird das Thema Shareholder Value für die Ausrichtung der Unternehmensführung behandelt. Die Vielzahl der individuell angewendeten Wertkonzepte macht es allerdings nicht möglich, die Performance der Unternehmen direkt mit deren freiwillig berichteten Value Added zu vergleichen. Unterschiedliche Wertkonzepte wie etwa EVA, ROCE, RONA, CVA, CFROI, etc. sind wegen ihrer unterschiedlichen Konzeption zur Beurteilung der Schaffung von Shareholder Value nicht miteinander vergleichbar.

Mit einem in den vergangenen Jahren entwickelten standardisierten Ansatz zur Ermittlung des Value Added von Unternehmen unterschiedlicher Börsenplätze der Welt (Leitbörsen wie Toronto, New York, Sao Paulo, London, Paris, Frankfurt, Moskau, Hongkong, Tokio sowie weitere relevante Börsen) sowie der neuen Kennzahlen Value je Aktie/Value per Share und Kurs-Value-Verhältnis/Price-Value-Ratio ist es möglich, die Unternehmen miteinander auf Basis der Jahresabschluss-Daten zu vergleichen und in einem Ranking darzustellen: weltweit und branchenunabhängig.

Regelmäßige Auswertungen der wichtigsten Börsenplätze der Welt sind das Ziel, um die Performance der Unternehmen untereinander vergleichbar zu machen und auf diese Weise auch die Kapitalmarkteffizienz zu erhöhen. Die Auswertungen umfassen dabei sowohl die Performance ex post (vergangene Wirtschaftsjahre) als auch mittlerweile die Performance ex ante (Einschluss der prognostizierten Werte von Finanzanalysten). So wird auf Basis des weltweit bei der Unternehmensführung etablierten Shareholder Value-Ansatzes die Performance von Unternehmen unabhängig von Branche und Region anhand eines standardisierten Bewertungs-Konzepts untersucht – und zwar mit den Schwerpunkten:

  • weitere regelmäßige Ermittlungen der Value-Performance bei Unternehmen unterschiedlicher Börsenindizes sowie Identifizierung geeigneter wissenschaftlicher Info-Kanäle
  • Ausweitung der Analyse auf die künftige Performance der Unternehmen auf Basis von Prognose-Werten der Finanzanalysten und Verstetigung der regelmäßigen Auswertungen und Veröffentlichungen
  • sukzessive Ausweitung der Analyse innerhalb der börsennotierten Unternehmen unter Einschluss der Übertragung der Forschungsergebnisse auf die Unternehmensführung und Unternehmensplanung auf den ambitionierten Mittelstand

Prof. Dr. Roland Wolf

Roland Wolf studierte Wirtschaftswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum mit den Schwerpunkten Rechnungswesen, Unternehmens­besteuerung und Finanzwirtschaft mit Abschluss Diplom-Ökonom und promovierte zum Dr. rer. oec. an der Universität Duisburg. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter war er nach Duisburg, Halle/Saale und Wuppertal zuletzt an der Universität Essen am Lehrstuhl Finanzwirtschaft & Banken tätig. Seit 2005 lehrt er an der FOM und wurde 2006 zum Professor für Allgemeine BWL, insbes. Rechnungswesen und Finanzwirtschaft berufen.

Beruflich ist er seit Jahren als Unternehmensberater in mittelständischen wie auch börsennotierten Unternehmen unterschiedlicher Branchen tätig und sammelte zudem Erfahrungen als Gründer, Gesellschafter, Geschäftsführer, Vorstand und auch Aufsichtsrat. Als Gesellschafter und Partner von cfrv in Berlin und Leiter des SWOT Competence-Centers NRW ist er maßgeblich beteiligt an der Konzeptionierung und Implementierung von Planungs- und Controlling-Lösungen in Unternehmen auf Basis HGB und IFRS.

Im isf-Forschungszweig Wertorientierte Kapitalmarktanalyse wendet er ein standardisiertes Konzept zur Ermittlung des Value Added von Unternehmen in Börsen-Indizes weltweit (Leitbörsen und weitere wichtige Börsenplätze) an und schließt dabei aktuelle Beurteilungen der Inhalte und der Entwicklung der nationalen (HGB) wie auch der internationalen Rechnungslegung (IFRS) ein. Hierbei sind auch konkrete Studien mit unterschiedlichen Partnern das Ziel zur Etablierung einer wissenschaftlichen Kompetenz für Wertkonzepte/Shareholder Value an der FOM.

Dr. Nils Eikelmann

Nils Eikelmann

Dr. Nils Eikelmann absolvierte sein berufsbegleitendes Bachelor- und Master-Studium mit dem Schwerpunkt Finance & Accounting an der FOM in Essen. In seiner Abschlussarbeit hat er sich mit dem Forschungsfeld wertorientierte Kapitalmarktanalyse beschäftigt. Zurzeit verfasst er in eben diesem seine Dissertation an der Universidad Católica San Antonio de Murcia. Hauptberuflich ist Nils Eikelmann im Rechnungswesen bei einem Energieversorgungsunternehmen tätig und bearbeitet dort bilanzielle Fragestellungen im Bereich des Anlagevermögens.

Die Risikomessung ist, nicht zuletzt durch die Verankerung in verschiedenen regulatorischen Anforderungen, eine wichtige Herausforderung für Finanzunternehmen. Somit ist es nicht verwunderlich, dass der quantitativen Bewertung von Risiken über Standardkennzahlen (u.a. VaR und ES) große Aufmerksamkeit zukommt. Vergleichsweise wenig Aufwand wird jedoch betrieben, um die Güte der verwendeten Risikomodelle zu überprüfen.  An diesem Punkt setzt die Forschungsgruppe "Finanzstatistik und Risikomanagement" an und entwickelt statistische Testverfahren, um die Qualität von Risikomodellen formal zu überprüfen. Abgeleitet von den resultierenden Testergebnissen wird weiterhin untersucht, wie die Parametrisierung der Risikomodelle optimiert werden kann.

Prof. Dr. Daniel Ziggel

Prof. Dr. Daniel Ziggel

Nach seinem Studium der Wirtschaftsmathematik an der TU Kaiserslautern promovierte Daniel Ziggel am Lehrstuhl für Stochastik von Herrn Prof. Dr. Dette an der Ruhr-Universität Bochum. Während der Promotion war er Mitarbeiter im Sonderforschungsbereich 475 „Komplexitätsreduktion in multivariaten Datenstrukturen“. Nach der Promotion arbeitete er ein Jahr für eine renommierte Unternehmensberatung bevor er im Jahr 2010 die quasol GmbH gründete. Dort ist er bis heute geschäftsführender Gesellschafter.

Der FOM zugehörig ist er seit dem WS 13/14, zunächst als Lehrbeauftragter, ab WS 14/15 als hauptamtlicher Hochschullehrer für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsmathematik und Statistik. Zu seinen aktuellen Forschungsfeldern gehören die Bereiche VaR-Schätzung und VaR-Backtests sowie die Anwendung von Tests auf Strukturbrüche zur Optimierung von Portfolios.

Ansprechpartner

Eric Frère
Prof. Dr. Dr. habil.
Eric Frère
Wissenschaftlicher Direktor
Joachim Rojahn
Prof. Dr.
Joachim Rojahn
 CFA
Wissenschaftlicher Co-Direktor
Alexander Zureck
Prof. Dr.
Alexander Zureck
 MBA
Wissenschaftlicher Koordinator