DigiCare country

Ländliche Regionen im Fokus der Implementierung digitaler gesundheitlicher und pflegerischer Versorgung

Rural areas in focus of implementation of digital health care and outpatient care

Vom 01. Mai 2019 bis voraussichtlich zum 31. Dezember 2020 läuft das Forschungsanbahnungsprojekt "Ländliche Regionen im Fokus der Implementierung digitaler gesundheitlicher und pflegerischer Versorgung". In dem vom BMBF geförderten Projekt steht die ländervergleichende Erfassung der Rahmenbedingungen und Anforderungen an ein digitales Expertensystem zur Unterstützung der Gesundheitsversorgung und Pflege auf dem Land im Mittelpunkt. Beteiligt sind die Länder Bulgarien, Deutschland, Niederlande und Polen.

Projektleitung
Prof. Dr. Karin Scharfenorth
Prof. Dr. Jörg Lehmann

Laufzeit
01.05.2019 - 31.12.2020

Förderkennzeichen
01DS19034

Digitale Technologie hat das Potenzial, die Effizienz im Gesundheits- und Pflegebereich erheblich zu steigern, die Lebensqualität der EU-Bürgerinnen und EU-Bürger zu verbessern und innovative Kräfte in den gesundheitsbezogenen Märkten freizusetzen. Allerdings ist europaweit eine erhebliche Diskrepanz zwischen dem technischen Fortschritt einerseits und seiner Nutzung im Gesundheits- und Pflegebereich andererseits zu konstatieren. Dieser Diskrepanz will DigiCare_country entgegenwirken. Durch die gemeinsame Arbeit der Projektpartner aus Deutschland, Bulgarien, Polen und den Niederlanden leistet das Projekt weiterhin einen wesentlichen Beitrag zur besseren Einbindung der mittelost- und südosteuropäischen Länder in den Europäischen Forschungsraum.

Gesamtziel des Projektes ist der Auf- und Ausbau eines Akteursnetzwerkes, aus dem ein gemeinsamer Projektantrag in einem relevanten europäischen Förderprogramm gestellt wird. Wissenschaftliches Arbeitsziel ist die ländervergleichende Erfassung von Rahmenbedingungen und Anforderungen an ein digitales Expertensystem, mit welchem die Gesundheitsversorgung und Pflege auf dem Land in den am Projekt beteiligten Ländern unterstützt werden kann. Einbezogen werden dafür verschiedene relevante Stakeholder aus Wissenschaft, Gesundheitswirtschaft und Gesellschaft, damit neben technologischen Herausforderungen auch die organisatorischen, ökonomischen und sozialen Herausforderungen und Anforderung in die Entwicklung integriert werden können.

Das Projekt gliedert sich in zwei Phasen. In der ersten Projektphase wird eine Analyse des Entwicklungsstandes der Digitalisierung in der häuslichen Pflege und der vernetzten häuslichen Versorgung in ländlichen Regionen mit dem Auf- und weiteren Ausbau des Partnernetzwerkes verbunden. Realisiert werden die Maßnahmen durch gemeinsame Projektworkshops und gegenseitige Forschungsaufenthalte. Die zweite Projektphase verfolgt die Operationalisierung und Umsetzung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs und geeigneter Geschäftsmodelloptionen für den nachhaltigen Einsatz eines digitalen Expertensystems. Darüber hinaus erfolgt die Identifizierung eines europäischen Calls für und die Einreichung eines Folgeantrages in einem relevanten europäischen Förderprogramm. Auch diese Maßnahmen werden mit Hilfe von gemeinsamen Workshops und einem weiteren Forschungsaufenthalt realisiert.

Fakultät für Deutsche Ingenieur- und Betriebswirtschaftsausbildung (FDIBA) Technische Universität Sofia

Die Fakultät für deutsche Ingenieur-  und Betriebswirtschaftsausbildung (FDIBA) der Technischen Universität Sofia wurde im Jahr 1990 eingerichtet und geht auf eine Vereinbarung zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Bulgarien zurück. Jedes Jahr studieren über 500 Studierende an der Fakultät in deutscher Sprache. Seit der Gründung haben über 1.500 Studierende dort bereits ihren Abschluss gemacht. Die FDIBA ist das größte deutsche Bildungsprojekt im Hochschulbereich außerhalb Deutschlands.

Pädagogische Universität Krakau

Die Pädagogische Universität Krakau wurde 1946 gegründet und ist die größte und älteste pädagogische Universität in Polen. An sieben Fakultäten sind ca. 15.000 Studierende eingeschrieben. Das Institut für Soziale Arbeit forscht u.a. im Bereich der Sozialarbeit mit älteren Menschen und der Optimierung der Organisation von institutionellen  Unterstützungsleistungen. Das Institut verfügt über eine exzellente Vernetzung mit sozialen Einrichtungen,  Pflegedienstleistern und Nichtregierungsorganisationen in der Region. Es organisiert regelmäßig wissenschaftliche Konferenzen z.B. zu den Themen „Senioren in der Gemeinde“ und „Soziale Arbeit in der Familie“.

Hulp bij Dementiej Regio Noord-Limburg

Hulp bij Dementiej Regio Noord-Limburg ist ein Netzwerk von Gesundheitsdienstleistern in den Niederlanden. Ziel des Netzwerkes ist es, Demenzerkrankten und deren Familien ein kohärentes und koordiniertes Angebot von Pflegedienstleistungen zu ermöglichen. Im Netzwerk ist eine langjährige praktische Erfahrung in der häuslichen Pflege demenzerkrankter Menschen und in der Zusammenarbeit verschiedener Stakeholder im Gesundheits- und Pflegebereich gebündelt.

Kontakt zum Projekt

Prof. Dr. Karin Scharfenorth: karin.scharfenorth@fom.de

Prof. Dr. Jörg Lehmann: joerg.lehmann@fom.de 

Ihr Kontakt zum Projekt

Karin Scharfenorth
Prof. Dr.
Karin Scharfenorth
Projektleiterin
Jörg Lehmann
Prof. Dr.
Jörg Lehmann
Projektleiter
Yvonne Behrens M.A.
Yvonne Behrens M.A.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
0201 81004-786