Am 14. und 15. Mai 2020 findet in Kiel die Tagung „Science for Society? – Arbeits- und Organisationsformen der Zukunft“ statt. Die Tagung wird veranstaltet von den unabhängigen Fachverbänden gfo – Gesellschaft für Organisation e. V. und GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e. V. in Kooperation mit der Fachhochschule Kiel, dem Institut für Innovationsforschung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel sowie dem iaim Institute of Automation & Industrial Management und dem ipo Institut für Personal- & Organisationsforschung der FOM Hochschule.

Als Teilnehmende dieser interdisziplinär ausgerichteten Tagung werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen, Doktorandinnen und Doktoranden, Masterstudierende sowie wissenschaftsaffine oder wissenschaftskritische Vertreterinnen und Vertreter aus gesellschaftlichen Organisationen adressiert. Die Tagung richtet sich ausdrücklich auch an Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler und wissenschaftlich ambitionierte Studierende.

Wenn im betriebswirtschaftlichen und technologischen Kontext die Rede von Arbeits- und Organisationsformen der Zukunft ist, wird häufig aus einer einzelwirtschaftlichen Perspektive die Frage thematisiert, welche Folgen insbesondere die informationstechnische Entwicklung für Industrie- und Dienstleistungsunternehmen, Verwaltungen sowie das Handwerk und die Gestaltungsmöglichkeiten von Arbeit und Organisationsstrukturen durch diese Organisationen hat. Ein weiteres Themenfeld sind die sich ergebenden Optionen für Start-Ups und neue Organisationsformen der Zusammenarbeit. Zum Teil wird auch die Perspektive der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingenommen und analysiert, welche Folgen die Entwicklungen für sie haben und absehbar haben werden.

Diese Tagung will das Thema Arbeits- und Organisationsformen der Zukunft aus einem weiteren Blickwinkel betrachten und fragen, welchen Beitrag zur Lösung aktueller und zukünftiger gesellschaftlicher Herausforderungen die Analyse von künftigen, aber absehbaren Formen der Arbeit, personalwirtschaftlichen Konzepten und Möglichkeiten zur Gestaltung und Transformation von Organisationen und die daraus erwachsenden Handlungsoptionen leisten können. Es geht um den Beitrag, den die Wissenschaft in diesem Bereich für die Gesellschaft leisten kann. Diese Themenstellung beinhaltet konzeptionelle oder empirisch fundierte Analysen des gesellschaftlichen Nutzens, aber auch ggf. Schadens, den Konzepte, wie sie gerade in der Arbeits- und Personalwirtschaftslehre sowie der Organisationstheorie und Industriebetriebslehre diskutiert werden, stiften bzw. stiften können. Unter das Dach dieser Themenstellung fallen aber auch grundsätzlichere Betrachtungen, die sich damit auseinandersetzen, ob die Fragestellungen, die zur Zeit unter dem Stichwort Arbeits- und Organisationsformen der Zukunft diskutiert werden, angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen überhaupt die relevanten sind und welche Beiträge zur Lösung dieser Probleme die genannten Wissenschaften leisten könnten.

Wir möchten Sie einladen, sich mit einem Beitrag an dieser Tagung und der Diskussion zu Arbeits- und Organisationsformen der Zukunft vor dem Hintergrund von Digitalisierung, Globalisierung und Klimakrise zu beteiligen. Zwei Formate für die Beiträge sind vorgesehen:

Ein 15-minütiger Vortrag, der durch ein kurzes Ko-Referat ergänzt wird:
Hier sollte der Schwerpunkt auf Präsentationen von konzeptionellen Analysen und empirischen Forschungsergebnissen liegen. 

Ein 5-10-minütiger Input in einem YoungResearcher’s Space:
Hier können in der Entwicklung befindliche Fragestellungen und Konzepte z.B. für Promotionen oder Masterarbeiten zur Diskussion gestellt werden und Kooperationspartner gesucht werden.

Bei beiden Formaten ist ausreichend Zeit für die Diskussion der Beiträge sichergestellt.

Die Beiträge werden vom Programmkomitee auf der Basis von eingereichten Abstracts ausgewählt. Wesentliche Auswahlkriterien sind: Bezug zu gesellschaftlichen Herausforderungen, Innovationsgrad und Praxisrelevanz bzw. Anwendbarkeit.

Die Abstracts für beide Formate sollten nicht länger als 1.000 Wörter sein. Textfassungen der Tagungsbeiträge werden in einem Sammelband bei Springer-Gabler veröffentlicht. Um den Ko-Referentinnen und -Referenten Zeit für eine Kommentierung zu geben, müssen für die 15-minütigen Vorträge (vorläufige) Textfassungen vier Wochen vor der Konferenz eingereicht werden.

Zeitplanung:

06.01.2020: Deadline für Einreichung der Abstracts (1.000 Wörter)

20.01.2020: Benachrichtigung über die Annahme des Beitrags

14.04.2020: Einreichung der Langfassungen für die 15-minütigen Vorträge

Reichen Sie Ihr Abstract bitte als PDF-Datei unter scienceforsociety@gfo-web.de ein und geben Sie bitte an, für welches Format Sie sich bewerben.

Für das Organisationskomitee: Prof. Dr. Thomas Russack (gfo, iaim), Prof. Dr. Doris Weßels (GPM, FH Kiel), Prof. Dr. Marco Zimmer (ipo), Prof. Dr. Carsten Schultz (Universität Kiel).