Projekt ArbeitsZeitGewinn
Wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr. Ulrike Hellert

Zeitraum:
01.01.2010 – 31.12.2012
Fragestellung:
Flexible Arbeitszeitgestaltung ist inzwischen zu einem wichtigen Erfolgsfaktor für Unternehmen geworden. Eine ergonomische und mit den betrieblichen Anforderungen gut abgestimmte flexible Gestaltung der Arbeitszeit kann die Produktivität fördern und damit die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen erhöhen. Flexible Arbeitszeiten können darüber hinaus in erheblichem Maße die Beschäftigungsfähigkeit – insbesondere älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – verbessern, wenn sowohl die sozialen Beziehungen im Arbeits- und Privatleben als auch die Arbeitsstrukturen entsprechend gestaltet werden. Die negativen Folgen mangelhafter Arbeitszeitgestaltung für Unternehmen und Beschäftigte (Überstunden, Arbeitsunzufriedenheit, Fehlzeiten, Leistungsminderung) werden von KMU jedoch sehr häufig unterschätzt. Gemessen an der betriebswirtschaftlichen Bedeutung innovativer Lösungen im Bereich der Arbeitszeit bleibt beachtliches Potential in diesem Themenfeld ungenutzt. Selbst wenn die Probleme erkannt werden, fehlen häufig die relevanten Fachkompetenzen und ein qualifiziertes Beratungsangebot, um Veränderungen erfolgversprechend anzugehen. Um Arbeitszeitgestaltung als wirksames Mittel zur Erhöhung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit sowie der Optimierung des Personalvermögens ins Bewusstsein der KMU zu rücken, muss die Beratung auf der Ebene der betrieblichen Organisationen ansetzen. Daher wird ein Qualifizierungskonzept für Berater entwickelt, das den Erfordernissen von Betrieben und Beratern entspricht. Gleichzeitig erhalten ausgewählte Berater eine umfassende Weiterbildung und können Ihr Beratungsangebot im Bereich Arbeitszeit erweitern. Das Modellprojekt „ArbeitsZeitGewinn in kleinen und mittleren Unternehmen“ richtet sich primär an mittelständische Unternehmen (25 – 250 MA) im produzierenden Bereich und an gastronomische Betriebe. Insbesondere für produzierende Unternehmen ist das Thema „Arbeitszeit“ aufgrund des demografischen Wandels und der daraus resultierenden Nachfrage nach Fachkräften besonders relevant.
Zielsetzung:
Im Rahmen des Projektes wird ein praxistaugliches integratives Geschäftsmodell zur Arbeitszeitberatung entwickelt und modellhaft getestet. Dazu sollen folgende Bausteine bereit gestellt und interessierten Unternehmen, Beratern oder Beratungsorganisationen angeboten werden:
• Aufbau eines qualifizierten Beraterpools
• Tools zur Kurzanalyse der Arbeitszeitsituation in KMU
• Kontextorientierte Best-Practice-Beispiele zur Sensibilisierung von KMU
• Qualitätsstandards für Arbeitszeitberatung (z.B. FOM-Zertifikat)
• Geeignete Qualifizierungsangebote
• Beratungs-Tools
• Arbeitszeitberatung - von der Erstberatung bis hin zur Umsetzung eines Gestaltungsprojektes
• Projekthomepage
• Aufbau von Netzwerken
Methodik:
- Analysephase
- Erhebung Ausgangssituation und Analyse
- Entwicklung von konkreten Angeboten
- Entwicklung eines Kriterienrasters für die Evaluation des Prozesses und der Instrumente
- Entwicklung eines Konzeptes für die Öffentlichkeitsarbeit
- Interventionsphase
- Qualifizierung der durch das RKW Hessen ausgewählten Beraterinnen und Berater
- Das Beratungsmodell
- Analysephase 2
- Qualitätssicherung der Produkte und Dienstleistungen in enger Zusammenarbeit mit der BAuA und weiteren Fachinstitutionen
- Ergebnistransfer
Kooperationspartner:
Bei dem Projekt handelt es sich um ein Verbundprojekt. Folgende Partner sind beteiligt:
RKW Hessen GmbH (Projektkoordinator)
RKW Kompetenzzentrum RKW Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft e.V., Fachbereich Kompetenzentwicklung
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH
Projekthomepage:
www.arbeits-zeit-gewinn.de
